Coma - Niven, John

John Niven 

Coma

Roman

Aus d. Schottischen: Stephan Glietsch u. Alexander Wagner
Broschiertes Buch
 
2 Kundenbewertungen
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Coma

'Ein Roman über Golf, der nicht nur urkomisch ist, sondern packend, sexy, brutal und skandalös zugleich. Mit bemerkenswertem Geschick kombiniert Niven einen immer bizarrer werdenden Plot mit ausgesuchten Beispielen schockierender menschlicher Verhaltensweisen und einer großen Dosis von Humor.' Henry Sutton, The Mirror

"Einer der wüstesten Romane der Jetztzeit." Abendzeitung

"Ich habe 'Kill Your Friends' verschlungen. Wer nicht? Fieser Humor in seiner besten Ausprägung." Douglas Coupland

"Absurd komisch und erstaunlich unterhaltsam." -- Spiegel Online

"Lustiger kann Golf kaum sein." -- Intro

"Mit 'Coma' entkräftet Niven nicht nur jegliche Vermutung, dass sein Musikindustrie-Massaker eine Eintagsfliege gewesen sein könnte. Er stiftet hier im obskuren, an der Oberfläche so friedlich erscheinenden, schottischen Setting eine gewaltige Portion Unbehagen und Unruhe." -- DE:BUG


Produktinformation

  • Verlag: Heyne
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 397 S.
  • Seitenzahl: 400
  • Heyne Bücher Bd.67577
  • Deutsch
  • Abmessung: 208mm x 136mm x 36mm
  • Gewicht: 525g
  • ISBN-13: 9783453675773
  • ISBN-10: 3453675770
  • Best.Nr.: 26315608
"Einer der wüstesten Romane der Jetztzeit." Abendzeitung

"Mit 'Coma' entkräftet Niven nicht nur jegliche Vermutung, dass sein Musikindustrie-Massaker eine Eintagsfliege gewesen sein könnte. Er stiftet hier im obskuren, an der Oberfläche so friedlich erscheinenden, schottischen Setting eine gewaltige Portion Unbehagen und Unruhe."

"Mit 'Coma' entkräftet Niven nicht nur jegliche Vermutung, dass sein Musikindustrie-Massaker eine Eintagsfliege gewesen sein könnte. Er stiftet hier im obskuren, an der Oberfläche so friedlich erscheinenden, schottischen Setting eine gewaltige Portion Unbehagen und Unruhe."
John Niven, geboren in Ayrshire im Südwesten Schottlands, spielte in den Achtzigern Gitarre bei der Indieband The Wishing Stones, studierte dann Englische Literatur in Glasgow und arbeitete schließlich in den Neunzigern als A&R-Manager einer Plattenfirma, bevor er sich 2002 dem Schreiben zuwandte. 2006 erschien sein erstes Buch, die halbfiktionale Novelle Music from Big Pink über Bob Dylan und The Band in Woodstock; 2008 landete er mit dem Roman Kill Your Friends - einer rabenschwarzen Satire auf die Musikindustrie - einen internationalen Bestseller. Es folgten die Romane Coma und Gott bewahre. John Niven schreibt außerdem Drehbücher. Er lebt derzeit in Buckinghamshire, England.

Leseprobe zu "Coma" von John Niven

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Leseprobe zu "Coma" von John Niven

SOWEIT GARY IRVINE SICH ERINNERN KONNTE, HATTE NOCH KEINER seiner Geburtstage erniedrigender begonnen.

Schmerzhafter schon: beispielsweise sein zwölfter, als seine Eltern ihm den Wunsch nach einem Skateboard nicht erfüllen konnten. Stattdessen hatte sein Vater ihm eines gebaut. Er beklebte eine kurze Planke mit Gummireifenprofil und schraubte die Räder eines alten Rollschuhs auf die Rückseite des Bretts. Ohne die geringste Steuerungsmöglichkeit war Gary die Castleglen-Brücke heruntergebrettert, geradewegs in eine Bushaltestelle, und hatte dabei seine Schneidezähne verloren.

Da waren haarsträubendere Geburtstage gewesen: sein achtzehnter, als er vom Gekreische seiner Mum erwacht war, nachdem sie ihn bewusstlos unten im Hausflur gefunden hatte. Seinen schwankenden Weg von der Haustür bis dorthin markierte eine Spur aus erkaltetem Erbrochenem, und auf seiner Stirn prangte ein krakelig aufgemalter Schwanz mit Eiern, der unmissverständlich deutlich machte, dass er nun das gesetzliche Mindestalter für den Konsum von Alkohol erreicht hatte.

Und es hatte Geburtstage mit mehr Streitereien gegeben: etwa letztes Jahr, als Pauline ihm Egoismus nachsagte, weil er ihre Pläne für einen gemeinsamen Einkaufsbummel in Glasgow sabotiert hatte, um Golf spielen zu können.

Aber der heutige war definitiv der erniedrigendste. Und so war es dazu gekommen:

Pauline hatte früh an diesem Morgen los gemusst, da sie an einer Schule in der Nähe von Cumnock eine Show für ein paar Erstklässler veranstaltete. Obwohl er Geburtstag hatte, war Gary wie üblich vor ihr aufgestanden, um ihr das Frühstück zu bereiten.

Um sechs Uhr dreißig schlüpfte er aus der warmen Geborgenheit des Bettes, und sein Golftraum (ein unter einem leuchtend blauen Himmel schnurgerade dahinfliegender Ball) verpuffte, bevor er sich gähnend und streckend die Treppe herunterquälte. Es war die zweite Aprilwoche, und die Frühlingssonne dämmerte bereits die Westküste Schottlands herauf, malte kraftlose, viereckige Lichtflecken an die Wände.

Als er die Küchentür öffnete, sah er Bens leblosen Körper zusammengesunken in der Ecke liegen - die Schnauze tief in einem Sportschuh vergraben, als trüge er eine Sauerstoffmaske -, und einen kurzen Augenblick lang gab sich Gary der immer wieder erquickenden Vorstellung hin, das Monster wäre über Nacht endlich krepiert. Doch als er sich über ihn beugte, um es zu überprüfen, sah er, dass sich die Flanke des Hundes rhythmisch hob und senkte. Seine hochbetagten, ramponierten Lungen leerten und füllten sich. Bens Hinterbeine zitterten und zuckten, während er seinen Träumen (schrecklichen Ben-Träumen: Flüsse aus menschlichem Blut, Scheißhaufen, groß wie Städte) in die Morgendämmerung nachjagte.

Ben witterte ihn und wälzte sich herum. Obwohl er noch nicht richtig wach war, verzerrte er bereits sein Gesicht zu einer gehässig knurrenden Begrüßung: seine instinktive Reaktion auf die Gegenwart eines jeden Menschen - außer Pauline. Während er sich ein letztes Mal streckte, bevor er vollständig wach war, verschärfte sich sein Knurren, um binnen kürzester Zeit jenen Level bodenlosen Hasses zu erreichen, der ausschließlich Gary, dem Schänder seines Frauchens, vorbehalten war, ehe es schließlich in einer Reihe kurzer, bissiger Kläffer kulminierte.

"Och bitte, halt's Maul, Ben."

Ben hörte auf zu bellen. Selbstverständlich nicht aus einem plötzlichen Gehorsamsimpuls heraus, sondern schlicht, um sich voll und ganz darauf zu konzentrieren, Gary zu fixieren; seine Lefzen hochgezogen, das schwarze und pinkfarbene Zahnfleisch und die karamellfarbenen Zähne zu einem drohenden Fletschen entblößt. Schweigend starrten Gary und Ben einander in die Augen, in denen jeder das entdeckte, was auch der andere sah.

Gary sah einen siebzehn Jahre alten Mischling, das Ergebnis der Vereinigung eines Corgis mit einem Border Collie; jener unheiligen Allianz, in deren Schmelztiegel Bens einzigartige "Persönlichkeit" geformt worden war. Das Fell war überwiegend schwarz, mit weißen und hellbraunen Flecken, insbesondere im Gesicht, das halb weiß und halb schwarz war. (Die Farben suggerierten fälschlicherweise ein Yin und Yang der Seele, eine helle und eine dunkle Seite, dabei war da gar kein Yin: Bens Seele war durch und durch Yang.)

Ben war klein oder, besser gesagt, kurz: Er sah aus wie ein normaler Collie, dem man unterhalb der Knie die Beine abgesägt hatte. Seine Augen, ehemals kohlrabenschwarze Teiche, waren von Rissen und Fissuren milchiger Katarakte durchzogen. In diesen Augen erblickte Gary nun das Gesicht eines Schotten, der an eben diesem Morgen dreiunddreißig Jahre alt geworden war. Er hatte einen dichten, jungenhaften Schopf rotbraunen Haares und rostfarbene Flecken in seinem Stoppelbart (in der Schule hatten sie ihn eine "Halbkarotte" genannt). Garys Augen waren blau und klar, die Augen eines Mannes, der jeden Morgen seine fünf Kilometer lief und nur selten Alkohol trank. Er besaß ein jugendliches Äußeres, obwohl er letztens, in den Vertiefungen neben seinen Nasenlöchern und in der Falte unter den Tränensäcken, vereinzelte Poren entdeckt hatte, die große Mengen wächsernen Eiters enthielten; ein posthumes Vermächtnis seines Großvaters, der zu seinen besten Zeiten ein Golfer mit Handicap zwei gewesen war und diesen Sommer bereits dreizehn Jahre unter der Erde lag.

Mensch und Bestie verharrten noch einen kurzen Augenblick Auge in Auge - beide schienen damit zu rechnen, dass jede Sekunde neue Kämpfe ausbrechen würden -, bevor Gary die Hintertür öffnete und den Hund mit viel Mühe in den Garten bugsierte. Ben kam natürlich gar nicht bis zum Rasen, sondern pinkelte fröhlich drei Fuß von der Tür entfernt auf die Terrasse, sein hechelndes Gesicht in den Urindampf getaucht.

Es folgte das Ritual: Paulines Porridge.

Der Haferbrei war das Produkt intensiver Arbeit und großer Erfindungsgabe. Er wurde mit Milch gemacht und ganz genau dreieinhalb Minuten in der Mikrowelle erhitzt. Diese Zeitspanne garantierte die exakt richtige Konsistenz des Haferschleims und war das Ergebnis ausgiebiger Forschungs- und Entwicklungsarbeit, zu der Gary sich bemüßigt gesehen hatte, nachdem Pauline zu Beginn ihrer Ehe zahlreiche Schüsseln mit zu flüssigem oder zu festem Haferbrei keines Blickes gewürdigt hatte.

Gary stand in Boxershorts und einem uralten Stone-Roses-T-Shirt in der langsam wärmer werdenden Küche, lauschte dem Summen der Mikrowelle und dem Rumpeln des Teekessels. Vor einem Jahr hätte er an dieser Stelle noch im Garten gestanden. Der Ausbau von Küche und Esszimmer - Paulines Projekt - war gerade erst beendet worden. Lange nach Plan und weit über Budget.

Sie waren vor fünf Jahren in die kleine Neubausiedlung gezogen, die sein Bruder als "Tal des Büchsenfleischs" bezeichnet hatte.

Leseprobe zu "Coma" von John Niven

SOWEIT GARY IRVINE SICH ERINNERN KONNTE, HATTE NOCH keiner seiner Geburtstage erniedrigender begonnen.
Schmerzhafter schon: beispielsweise sein zwölfter, als seine Eltern ihm den Wunsch nach einem Skateboard nicht erfüllen konnten. Stattdessen hatte sein Vater ihm eines gebaut. Er beklebte eine kurze Planke mit Gummireifenprofil und schraubte die Räder eines alten Rollschuhs auf die Rückseite des Bretts. Ohne die geringste Steuerungsmöglichkeit war Gary die Castleglen-Brücke heruntergebrettert, geradewegs in eine Bushaltestelle, und hatte dabei seine Schneidezähne verloren.
Da waren haarsträubendere Geburtstage gewesen: sein achtzehnter, als er vom Gekreische seiner Mum erwacht war, nachdem sie ihn bewusstlos unten im Hausflur gefunden hatte. Seinen schwankenden Weg von der Haustür bis dorthin markierte eine Spur aus erkaltetem Erbrochenem, und auf seiner Stirn prangte ein krakelig aufgemalter Schwanz mit Eiern, der unmissverständlich deutlich machte, dass er nun das gesetzliche Mindestalter für den Konsum von Alkohol erreicht hatte.
Und es hatte Geburtstage mit mehr Streitereien gegeben: etwa letztes Jahr, als Pauline ihm Egoismus nachsagte, weil er ihre Pläne für einen gemeinsamen Einkaufsbummel in Glasgow sabotiert hatte, um Golf spielen zu können.
Aber der heutige war definitiv der erniedrigendste. Und so war es dazu gekommen:
Pauline hatte früh an diesem Morgen los gemusst, da sie an einer Schule in der Nähe von Cumnock eine Show für ein paar Erstklässler veranstaltete. Obwohl er Geburtstag hatte, war Gary wie üblich vor ihr aufgestanden, um ihr das Frühstück zu bereiten.
Um sechs Uhr dreißig schlüpfte er aus der warmen Geborgenheit des Bettes, und sein Golftraum (ein unter einem leuchtend blauen Himmel schnurgerade dahinfliegender Ball) verpuffte, bevor er sich gähnend und streckend die Treppe herunterquälte. Es war die zweite Aprilwoche, und die Frühlingssonne dämmerte bereits die Westküste Schottlands herauf, malte kraftlose, viereckige Lichtflecken an die Wände.
Als er die Küchentür öffnete, sah er Bens leblosen Körper zusammengesunken in der Ecke liegen - die Schnauze tief in einem Sportschuh vergraben, als trüge er eine Sauerstoffmaske -, und einen kurzen Augenblick lang gab sich Gary der immer wieder erquickenden Vorstellung hin, das Monster wäre über Nacht endlich krepiert. Doch als er sich über ihn beugte, um es zu überprüfen, sah er, dass sich die Flanke des Hundes rhythmisch hob und senkte. Seine hochbetagten, ramponierten Lungen leerten und füllten sich. Bens Hinterbeine zitterten und zuckten, während er seinen Träumen (schrecklichen Ben-Träumen: Flüsse aus menschlichem Blut, Scheißhaufen, groß wie Städte) in die Morgendämmerung nachjagte.
Ben witterte ihn und wälzte sich herum. Obwohl er noch nicht richtig wach war, verzerrte er bereits sein Gesicht zu einer gehässig knurrenden Begrüßung: seine instinktive Reaktion auf die Gegenwart eines jeden Menschen - außer Pauline. Während er sich ein letztes Mal streckte, bevor er vollständig wach war, verschärfte sich sein Knurren, um binnen kürzester Zeit jenen Level bodenlosen Hasses zu erreichen, der ausschließlich Gary, dem Schänder seines Frauchens, vorbehalten war, ehe es schließlich in einer Reihe kurzer, bissiger Kläffer kulminierte.
»Och bitte, halt's Maul, Ben.«
Ben hörte auf zu bellen. Selbstverständlich nicht aus einem plötzlichen Gehorsamsimpuls heraus, sondern schlicht, um sich voll und ganz darauf zu konzentrieren, Gary zu fixieren; seine Lefzen hochgezogen, das schwarze und pinkfarbene Zahnfleisch und die karamellfarbenen Zähne zu einem drohenden Fletschen entblößt. Schweigend starrten Gary und Ben einander in die Augen, in denen jeder das entdeckte, was auch der andere sah.
Gary sah einen siebzehn Jahre alten Mischling, das Ergebnis der Vereinigung eines Corgis mit einem Border Collie; jener unheiligen Allianz, in deren Schmelztiegel Bens einzigartige »Persönlichkeit« geformt worden war. Das Fell war überwiegend schwarz, mit weißen und hellbraunen Flecken, insbesondere im Gesicht, das halb weiß und halb schwarz war. (Die Farben suggerierten fälschlicherweise ein Yin und Yang der Seele, eine helle und eine dunkle Seite, dabei war da gar kein Yin: Bens Seele war durch und durch Yang.)
Ben war klein oder, besser gesagt, kurz: Er sah aus wie ein normaler Collie, dem man unterhalb der Knie die Beine abgesägt hatte. Seine Augen, ehemals kohlrabenschwarze Teiche, waren von Rissen und Fissuren milchiger Katarakte durchzogen. In diesen Augen erblickte Gary nun das Gesicht eines Schotten, der an eben diesem Morgen dreiunddreißig Jahre alt geworden war. Er hatte einen dichten, jungenhaften Schopf rotbraunen Haares und rostfarbene Flecken in seinem Stoppelbart (in der Schule hatten sie ihn eine »Halbkarotte« genannt). Garys Augen waren blau und klar, die Augen eines Mannes, der jeden Morgen seine fünf Kilometer lief und nur selten Alkohol trank. Er besaß ein jugendliches Äußeres, obwohl er letztens, in den Vertiefungen neben seinen Nasenlöchern und in der Falte unter den Tränensäcken, vereinzelte Poren entdeckt hatte, die große Mengen wächsernen Eiters enthielten; ein posthumes Vermächtnis seines Großvaters, der zu seinen besten Zeiten ein Golfer mit Handicap zwei gewesen war und diesen Sommer bereits dreizehn Jahre unter der Erde lag.
Mensch und Bestie verharrten noch einen kurzen Augenblick Auge in Auge - beide schienen damit zu rechnen, dass jede Sekunde neue Kämpfe ausbrechen würden -, bevor Gary die Hintertür öffnete und den Hund mit viel Mühe in den Garten bugsierte. Ben kam natürlich gar nicht bis zum Rasen, sondern pinkelte fröhlich drei Fuß von der Tür entfernt auf die Terrasse, sein hechelndes Gesicht in den Urindampf getaucht.
Es folgte das Ritual: Paulines Porridge.
Der Haferbrei war das Produkt intensiver Arbeit und großer Erfindungsgabe. Er wurde mit Milch gemacht und ganz genau dreieinhalb Minuten in der Mikrowelle erhitzt. Diese Zeitspanne garantierte die exakt richtige Konsistenz des Haferschleims und war das Ergebnis ausgiebiger Forschungs- und Entwicklungsarbeit, zu der Gary sich bemüßigt gesehen hatte, nachdem Pauline zu Beginn ihrer Ehe zahlreiche Schüsseln mit zu flüssigem oder zu festem Haferbrei keines Blickes gewürdigt hatte.
Gary stand in Boxershorts und einem uralten Stone-Roses-T-Shirt in der langsam wärmer werdenden Küche, lauschte dem Summen der Mikrowelle und dem Rumpeln des Teekessels. Vor einem Jahr hätte er an dieser Stelle noch im Garten gestanden. Der Ausbau von Küche und Esszimmer - Paulines Projekt - war gerade erst beendet worden. Lange nach Plan und weit über Budget.
Sie waren vor fünf Jahren in die kleine Neubausiedlung gezogen, die sein Bruder als »Tal des Büchsenfleischs« bezeichnet hatte.

Kundenbewertungen zu "Coma" von "John Niven"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
***** ausgezeichnet
 
(2)
***** sehr gut
***** gut
***** weniger gut
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Bewertung von tassieteufel am 15.05.2012 ***** ausgezeichnet
Ein Gangsterboss, ein Mordauftrag und zwei ungleiche Brüder bilden die Ausgangssituation für dieses wirklich schräge Buch! Gary Irvine ist ein wirklich netter Kerl und er liebt Golf, leider ist er in dem Sport doch eher eine Niete, sein Bruder Lee ist ein wenig auf die schiefe Bahn geraten und hat sich in eine Situation gebracht, aus der er durch die Annahme eines Mordauftrages wieder herauszukommen gedenkt, leider ist er dabei genauso untalentiert wie sein Bruder beim golfen. Doch als Gary von einem Golfball getroffen wird und ins Koma fällt, ändert sich die Situation, denn als er aufwacht, kann er plötzlich Golf spielen wie ein junger Gott, leidet am Tourette Syndrom und einer Dauererektion. Die sich daraus ergebenden skurilen Situationen in Verbindung mit irrwitzigen Dialogen sind urkomisch und filmreif!
Was für ein verrücktes Buch! Selten hab ich derart krampfartige Lachanfälle gehabt und dafür einige seltsame Blicke von Mitmenschen geerntet, die während des lesens zufällig in meiner Nähe waren. Obwohl handlungsmäßig nicht wirklich viel passiert und das Buch auch kein Krimi ist, gelingt es dem Autor, das gesamte Buch hindurch zu amüsieren. Garys Tourette und Klüver-Bucy-Syndrom sorgen für derart aberwitzige, schräge Situationen, das man einfach lachen muß. Allerdings sollte man schwarzen Humor schon ziemlich mögen und sich an der doch recht derben Sprache nicht stören. Zwischen all den absurden Situationen und verschiedenen Handlungssträngen, die am Ende gut zusammen geführt werden, wird eine Menge Golf gespielt, aber auch hier hat mich der Autor überzeugt, denn das Golfen wird auch für jemand der davon keine Ahnung hat (und es wie ich eigentlich eher langweilig findet) gut geschildert und am Ende hab ich sogar mitgefiebert.

Fazit: einfach ein Knaller! Jede Menge Spaß ist hier garantiert und wer auf oberschräg und skuril steht, kommt hier voll auf seine Kosten!

11 von 13 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Haserl aus Bayern am 27.04.2012 ***** ausgezeichnet
Zuerst einmal möchte ich sagen, das ich von John Niven noch nie etwas gehört hab geschweige den gelesen. Ich bin hier beim Bummeln, bei Bücher.de, darauf gestoßen.

Nun dachte ich mir, warum eigentlich nicht, ich habe schon so oft etwas von ,mir ,unbekannten Schriftstellern gelesen warum eigentlich nicht.

Also her mit dem Schmöker und los gehts.

Ich persönlich finde das dieses Buch total gelungen ist. Ich bin ja ein absoluter freund des schwarzen britischen Humors und kam bei diesem Roman total auf meine Kosten.

Die Geschichte um den total untalentierten Golfspieler und Komapatienten Gary ist absolut außergewöhnlich , Witzig, zum Tod lachen komisch und sehr sehr unterhaltsam. Die gesamten Protagonisten sind in meinen Augen sehr sympathisch und glaubhaft.

Alles in allem gebe ich 5 Sterne. Einfach genial

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