Coco Chanel - Der schwarze Engel - Vaughan, Hal

Hal Vaughan 

Coco Chanel - Der schwarze Engel

Ein Leben als Nazi-Agentin

Übersetzung: Jendricke, Bernhard; Schermer-Rauwolf, Gerlinde; Weiß, Robert A., Kollektiv Druck-Reif
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Coco Chanel - Der schwarze Engel

Coco Chanel, die Verkörperung des guten Geschmacks, eine Nazi-Agentin? Spannend und investigativ erzählt Hal Vaughan von der dunklen Seite der einflussreichsten Modeschöpferin des 20. Jahrhunderts, die auch eine Meisterin der Legendenbildung war. Das Psychogramm einer leidenschaftlichen Frau, die sich mit dem Bösen einließ.

Wie geschah es, dass aus dem Waisenkind Gabrielle Chasnel die mondäne Coco Chanel wurde? Und was brachte sie dazu, sich als Agentin für die deutsche Abwehr anwerben zu lassen? Eine Spur führt zu dem deutschen Baron Hans Günther von Dincklage, mit dem sie während der Besetzung Frankreichs eine Affäre hatte - ein Sonderbeauftragter des Reichspropagandaministeriums. Aber war es verblendende Liebe allein, die sie danach trachten ließ, jüdische Geschäftspartner zu enteignen und mit dem deutschen Geheimdienst zu kooperieren? Anhand zahlreicher Dokumente und bisher nicht veröffentlichten Archivmaterials präsentiert Hal Vaughan erstmals das ganze Ausmaß der Verstrickung Coco Chanels mit der Nazi-Besatzungsmacht.


Produktinformation

  • Verlag: Hoffmann Und Campe
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 415 S. m. zahlr. Abb.
  • Seitenzahl: 384
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 125mm x 38mm
  • Gewicht: 574g
  • ISBN-13: 9783455502268
  • ISBN-10: 3455502261
  • Best.Nr.: 33361697
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 21.08.2011

Die Agentin mit der Perlenkette

Ein neues Buch enthüllt, dass Coco Chanel als Agentin für die Nazis arbeitete. Das passt in das Bild einer Frau, die kühl und berechnend ihren Erfolg vorantrieb.

VON ANKE SCHIPP

Es war 1940, als Coco Chanel ihren Offizier traf. Sie war 57 Jahre alt. Ihr Geschäft lief leidlich, fünf Jahre zuvor war ihr Geliebter Paul Iribe an Herzversagen gestorben. "Es gibt nichts Schlimmeres als das Alleinsein", sagte sie zu Freunden. Baron Hans Günther von Dincklage, den sie vermutlich vor dem Krieg schon einmal getroffen hatte, muss ihr wie eine Lichtgestalt vorgekommen sein. Er war groß und blond, ein schneidiger deutscher Offizier mit blendenden Umgangsformen und 14 Jahre jünger als sie. Der Offizier sprach Englisch, liebte gutes Essen, trank Wein. Er begrüßte Coco morgens mit "How are you this morning?". Und sie sagte gegenüber Freunden wie zur Rechtfertigung: "Er ist kein Deutscher, seine Mutter war Engländerin."

Die Liebe zu Baron von Dincklage war aber nicht nur eine weitere ihrer zahlreichen Affären, es war eine Liebschaft mit Brisanz. Denn "Spatz", wie Dincklage sich von Freunden rufen ließ, war …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Zwei neue Bücher über Coco Chanel hat Rezensentin Anna von Münchhausen gelesen, doch während sie Justine Picardies Biografie noch Positives verlauten lassen kann, legt sie Hal Vaughans Agentensaga ziemlich schnell beiseite. Selbst dass Chanel Sympathien für die Nazis hegte und durch antisemitische Tiraden auch bewies, will Münchhausen so nicht gelten lassen. Schließlich verstieß auch in den englischen Kreisen, in denen Chanel verkehrte, der Antisemitismus nicht gegen die Etikette! Aber vor allem seine Geschichte über Chanel als Agentin, die in Spanien angeblich im Auftrag der Nazis mit England über einen Separatfrieden verhandeln haben soll (Operation "Modellhut") erscheint ihr arg Operettenhaft.

© Perlentaucher Medien GmbH
Hal W. Vaughan, ehemaliger Journalist, arbeitete für den Auswärtigen Dienst der USA. Viele Jahre lebte er in Europa, dem Mittleren Osten und Südostasien. Von seiner Pariser Heimat aus publizierte er zwei erzählende Bücher über die Okkupation von Paris. Er ist Mitglied des National Press Club, Washington, D. C., The Anglo American Press Club of Paris und der Association of Former Intelligence Officers.

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