""Tim Weiner ist Journalist bei der :New York Times9. Seit Jahren beschäftigt er sich mit dem Geheimdienst. Niemand zuvor hat so tief hinter die Fassade geblickt, ein so großes Netzwerk an Informanten aufgebaut." Manfred Behrens, 3sat Kulturzeit online, 8.2.2008 "Vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis 9/11 dokumentiert Tim Weiner die Strategie der Strippenzieher spannend wie ein Krimi." Schweizer Illustrierte, 11.2.2008 "Aber ihre Geschichte ist so voll von Pleiten und Pannen, dass man sich nach der Lektüre von Tim Weiners glänzend recherchiertem Buch fragt, wie die Vereinigten Staaten mit einem solchen Geheimdienst jemals den Kalten Krieg gewinnen konnten und heute Islamisten und Schurkenstaaten wirkungsvoll bekämpfen will. (...) 50 000 Dokumente, viele davon erst seit wenigen Jahren zugänglich, hat Weiner durchforstet, Dutzende Spitzenleute der CIA interviewt. (...) Natürlich bietet die Geschichte der CIA nur einen kleinen Ausschnitt der US-Außenpolitik seit dem Zweiten Weltkrieg (...). Aber ohne Zweifel hat Weiner die bislang beste Studie über die CIA geschrieben." Stephan Bierling, Die Welt, 16.2.2008 "Die Perfidie des Nachrichtendienstes scheint perfekt gewesen zu sein, seine Allmacht krankhaft und sein Einfluss schier unermesslich. Bis jetzt. Denn die Lektüre des Buches des US-Journalisten Tim Weiner (...) erweist sich als entlarvend." Alexander Kluy, Rheinischer Merkur, 21.2.2008 "Herausgekommen ist ein wahrlich famoses Werk, das seinen Anspruch, die :ganze Geschichte9 der CIA auf gut 800 Seiten zu erzählen, tatsächlich erfüllt. (...) Weiners Buch ist nicht nur eine gnadenlose und ungemein spannend zu lesende Abrechnung mit dem Mythos von der allmächtigen Agency. Indem er Zitate von stets klar identifizierbaren Personen (...) mit knapp gehaltenen Beschreibungen beispielhafter CIA-Operationen verknüpft, gelingt dem Autor darüber hinaus das überzeugende Psychogramm eines Geheimdienstes, der sein komplettes Versagen auf dem originären Gebiet der Informationsgewinnung bis heute durch eine :organisierte politische Kriegsführung9 (...) zu kompensieren versucht." Andreas Förster, Berliner Zeitung, 28.2.2008 "Jetzt liegt es in einer mustergültigen Übersetzung vor, die das kraftvolle Urteil des Autors und seine fast literarische Geschichtserzählung beibehält. (...) Der Autor verbindet investigativen Journalismus mit den wissenschaftlichen Methoden des Historikers und lässt damit eine Darstellung eigenen Charakters entstehen (...)." Harald Loch, Kölnische Rundschau, 29.2.2008 "Weiner gelingt ein äußerst informatives und unterhaltsames Buch. Allerdings setzt er solides geschichtliches und politisches Wissen voraus. (...) Doch der Autor, der über 20 Jahre recherchiert hat, hält, was der Titel seines Buches verspricht: Noch nie zuvor wurde :die ganze Geschichte9 erzählt und derart akribisch so viele Details über die CIA zusammengefasst. (...) Andere Einzelheiten sind nicht neu, doch Weiner stellt sie in einen historischen Zusammenhang und belegt sie ausschließlich mit Primärquellen. Das ist außergewöhnlich. Zu Recht wurde das Buch in den USA als bestes Sachbuch 2007 ausgezeichnet." Tobias Fleischmann, Der Tagesspiegel, 3.3.2008 "dieses Buch sollte jeder lesen, der die Außenpolitik der USA begreifen will: Amerikafreunde und Amerikafeinde. (...) Es gibt viele Bücher über die CIA. Die wenigsten sind seriös. Dieses Buch überzeugt durch die akribische Recherche. Seit über zwanzig Jahren berichtet Weiner für die :New York Times9 über den Geheimdienst." Alan Posener, Welt am Sonntag, 9.3.2008 "Es ist ein schockierendes Buch, denn es bestätigt alle Vorwürfe, die man seit 60 Jahren gegen die CIA erhebt. Es ist ein spannendes Buch, denn es wartet mit zahlreichen bislang unbekannten Details auf. Es ist ein :wahres9 Buch, soweit dies überhaupt möglich ist, denn alle Fakten sind belegt, nichts ist Spekulation. (...) die bislang mit Abstand beste, gründlichste und informativste Geschichte der CIA" Johannes Kaiser, Radio Bremen, Literaturzeit, 9.3.2008 "Weiner, von Hause aus Journalist und als solcher jahrelang als Auslandkorrespondent der New York Times tätig gewesen, recherchiert seit zwanzig Jahren im Umfeld von CIA-Aktionen. Mit einem auf diesem Hintergrundwissen gründenden sachlichen Blick hebelt er antiamerikanische Vorurteile und wilde Verschwörungstheorien aus, ohne darüber in eine unkritisch-affirmative Darstellung der amerikanischen Außenpolitik zu verfallen. (...) Weiners Werk könnte ebenso als Politkrimi statt als Sachbuch durchgehen" Fritz Trümpi, Falter, 12.3.2008 "Kenntnisreich beschreibt der Autor die grundsätzlichen Probleme, mit denen ein Geheimdienst in einer offenen Gesellschaft konfrontiert ist." Harald Biermann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.3.2008 "Weiners fundierte Recherchen hebeln antiamerikanische Vorurteile und wilde Verschwörungstheorien aus, ohne einer affirmativen Perspektive auf die oft verworrenen amerikanischen Interessen zu verfallen. In flüssigem Stil - Weiners Werk könnte als Politkrimi statt als Sachbuch durchgehen - erzählt er die Geschichte der CIA als eine Geschichte über das Verhältnis zwischen der amerikanischen Sicherheits- und der Aussenpolitik, deren Zankapfel der Nachrichtendienst stets war." Fritz Trümpi, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 30.3.2008 "Nach 20 Jahren Puzzlearbeit und gestützt auf eine Fülle erst in jüngster Zeit freigegebener Dokumente, hat der Journalist Tim Weiner jetzt eine Maßstäbe setzende Studie vorlegt - ein Buch, das alle Mittel zur Rekonstruktion einer unhintergehbar lückenhaften Geschichte nutzt und obendrein durch erhellende Thesen und weiterführende Fragestellungen besticht. (...) Dass die :Firma9 eine katastrophale Bilanz vorzuweisen hat, passt weder zur Vorstellung ihrer Freunde noch in das Weltbild ihrer Kritiker oder Feinde. Und doch ist dieses von Tim Weiner gezogene Resümee in jeder Hinsicht überzeugend." Bernd Greiner, Die Zeit, 3.4.2008 "Ein packendes, detailreiches Buch." profil, 7.4.2008 "Seine umfassende Geschichte der CIA (...) beruht nicht auf Gerüchten, Beschuldigungen und Vermutungen, sondern auf harter empirischer Arbeit, untermauert durch genaue Quellenhinweise (...).Wenn man die mehr als 800 Seiten des Buches liest, packt einen das Grauen." Manfred Prisching, Die Presse (Wien), 12.4.2008 "Was Weiner hier abliefert, ist eine fundierte, äußerst informative, teils tragikomische und streckenweise bemerkenswert unterhaltsame Studie über die CIA. (...) Der Untertitel :die ganze Geschichte9 ist zwar gewagt, aber berechtigt. Wobei der Autor sich keineswegs in unbedeutende Verästelungen verliert, sondern die großen Entwicklungslinien nachzeichnet. Wer die Politik Washingtons der letzten sechs Jahrzehnte verstehen will, kommt um dieses Buch nicht herum." Hans-Dieter Füser, Mannheimer Morgen, 23.4.2008"
Tim Weiner, Starjournalist der New York Times, erzählt die Geschichte des amerikanischen Auslandsgeheimdiensts als Ansammlung katastrophaler Fehleinschätzungen und peinlichen Diletantismus. Sein tadellos recherchiertes und toll geschriebenes Buch über 60 Jahre CIA wurde in den USA gerade mit dem National Book Award als bestes Sachbuch des Jahres ausgezeichnet. Möge sich jeder deutsche Geheimdienst freuen, daß die Gesetzeslage hierzulande ein solches Buch nicht zuläßt.<br />"Druckfrisch - Neue Bücher mit Denis Scheck" vom 2. 3. 2008
Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension
Als "Buch der Superlative" feiert Rezensent Wolfgang Gast Tim Weiners umfassende Studie über den amerikanischen Geheimdienst CIA von seiner Gründung im Jahr 1947 bis zum Jahr 2003 mit seinen Manipulationen, die zur Entscheidung der US-Administration für den Irakkrieg führten. Weiner werfe einen zuverlässigen Blick hinter die Kulissen der "sagenumwobenen" Behörde, durchleuchte kriminelle Aktionen ebenso wie die Beziehungen der jeweiligen Präsidenten zur CIA. Es handelt sich Gast zufolge um die erste Geschichte der CIA aus erster Hand, also durchweg auf Primärdokumente und Zeugnisse ehemaliger Mitarbeiter, Agenten, Politiker und Diplomaten gestützt, Menschen, die ansonsten selten sprechen. Beeindruckt schreibt Gast von 50. 000 gesichteten Dokumenten und hunderten von Interviews. Allerdings erhelle das Buch lediglich Bekanntes. Neue Skandale würden nicht aufgedeckt. Es zeige aber auch, das die CIA, als Reaktion auf den japanischen Angriff auf die USA 1941 gegründet, am 9.11.2001 nicht in der Lage gewesen sei, dieses "zweite Pearl Harbor" zu verhindern.
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 | Besprechung von 12.03.2008 |
Viele Hasardeure und AufschneiderTim Weiner zeigt die großen Schwächen der CIA auf / Von Harald BiermannDie Geringschätzung demokratischer Staatsmänner gegenüber ihren Geheimdiensten ist vielfach dokumentiert. Über die häufigen Ausfälle von Helmut Kohl ärgern sich die Mitarbeiter des BND wohl noch heute. Der damalige Bundeskanzler erzählte jedem, der es hören wollte, dass die Geheimdienstberichte sowohl in Aktualität als auch in Qualität regelmäßig hinter der Berichterstattung der NZZ zurückgeblieben seien. Diese abschätzige Haltung legte in den vergangenen 60 Jahren auch die überwiegende Mehrzahl der amerikanischen Präsidenten an den Tag. Und wer mag es ihnen verdenken? Die Fehlschläge der "Central Intelligence Agency" - kurz CIA - sind Legion. Niemand innerhalb der Behörde sah den Kollaps der Sowjetunion und das Ende des Kalten Krieges voraus, niemand warnte ausdrücklich vor den Angriffen des 11. Septembers 2001, und niemand bezweifelte die Existenz von Massenvernichtungswaffen im Irak.
Allein die Fehler der jüngsten Vergangenheit könnten den unvoreingenommenen Betrachter zu dem Schluss kommen lassen, dass die …
 | Besprechung von 01.04.2008 |
Vertuschungsgeschichten
Die verheerende Bilanz des amerikanischen Geheimdienstes CIA
Bücher über Geheimdienste handeln häufig davon, wie es ungefähr
gewesen sein könnte. Für das Buch des Reporters Tim Weiner von der
New York Times über die „Central Intelligence Agency” trifft das
über weite Strecken nicht zu. Es stützt sich vor allem auf Akten,
die in den vergangenen Jahren zugänglich geworden sind.
Die CIA ist aus dem während des Zweiten Weltkriegs aufgebauten
„Office of Strategic Services” (OSS) hervorgegangen, das nach 1945
„Central Intelligence Group” (CIG) hieß. Daraus wurde im Herbst
1947 die CIA. Weimer schreibt: Seine Hauptmission „bestand darin,
den Präsidenten vor einem Überraschungsangriff, einem zweiten Pearl
Harbor, rechtzeitig zu warnen”. Das gelang nur in Ausnahmefällen.
Meist bemerkten die Agenten nicht, was sich zusammenbraute und
wurden überrascht – von der ersten Atombombe der Sowjetunion 1949
ebenso wie vom 11. September 2001.
Fatale Logik
Von Anfang an widmete sich der Geheimdienst sowohl der
Nachrichtenbeschaffung wie subversiven Aktionen – ein hochriskantes
Gewerbe. Schon die erste verdeckte …
Tim Weiner ist Journalist bei der New York Times und gilt als einer der intimsten Kenner des amerikanischen Geheimdienstsystems. Für seine Reportagen und seine Berichterstattung über das geheime National Security Program , das die CIA gemeinsam mit dem Pentagon heimlich ins Leben gerufen hatte, erhielt er zwei Pulitzer-Preise. Er berichtete als Korrespondent u.a. aus Afghanistan, Pakistan, dem Sudan und weiteren fünfzehn Staaten, in denen er auch CIA-Operationen recherchierte.
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