CIA - Weiner, Tim

Tim Weiner 

CIA

Die ganze Geschichte. Ausgezeichnet mit dem National Book Award 2007

Gebundenes Buch
 
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CIA

Es war nie ein Geheimnis, dass die CIA Leichen im Keller hat.
Doch was Tim Weiner in über zwanzig Jahren Recherche zusammengetragen hat, lässt zahlreiche weltpolitische Ereignisse - beginnend mit dem Korea-Krieg bis hin zum 11. September - und ihre Akteure in neuem Licht erscheinen.
Weiners Blick hinter die Fassade des angeblichen omnipotenten Geheimdienstes enthüllt viel bislang Unbekanntes. Einmalig ist, dass Weiner alle Fakten und seine brillanten Schlussfolgerungen vollständig mit Primärquellen belegen kann. Dafür sichtete er über 50000 Dokumente in den Archiven des Geheimdienstes, des Weißen Hauses und des State Department, die teilweise bis heute als geheim eingestuft waren, und führte Hunderte von Interviews mit hochrangigen Politikern, Ex-Agenten und Insidern, u.a. mit zehn ehemaligen CIA-Direktoren.


Produktinformation

  • Abmessung: 22 cm
  • Gewicht: 920g
  • ISBN-13: 9783100910707
  • ISBN-10: 3100910702
  • Best.Nr.: 23281045
Tim Weiner, Starjournalist der New York Times, erzählt die Geschichte des amerikanischen Auslandsgeheimdiensts als Ansammlung katastrophaler Fehleinschätzungen und peinlichen Diletantismus. Sein tadellos recherchiertes und toll geschriebenes Buch über 60 Jahre CIA wurde in den USA gerade mit dem National Book Award als bestes Sachbuch des Jahres ausgezeichnet. Möge sich jeder deutsche Geheimdienst freuen, daß die Gesetzeslage hierzulande ein solches Buch nicht zuläßt.<br />"Druckfrisch - Neue Bücher mit Denis Scheck" vom 2. 3. 2008

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Als "Buch der Superlative" feiert Rezensent Wolfgang Gast Tim Weiners umfassende Studie über den amerikanischen Geheimdienst CIA von seiner Gründung im Jahr 1947 bis zum Jahr 2003 mit seinen Manipulationen, die zur Entscheidung der US-Administration für den Irakkrieg führten. Weiner werfe einen zuverlässigen Blick hinter die Kulissen der "sagenumwobenen" Behörde, durchleuchte kriminelle Aktionen ebenso wie die Beziehungen der jeweiligen Präsidenten zur CIA. Es handelt sich Gast zufolge um die erste Geschichte der CIA aus erster Hand, also durchweg auf Primärdokumente und Zeugnisse ehemaliger Mitarbeiter, Agenten, Politiker und Diplomaten gestützt, Menschen, die ansonsten selten sprechen. Beeindruckt schreibt Gast von 50. 000 gesichteten Dokumenten und hunderten von Interviews. Allerdings erhelle das Buch lediglich Bekanntes. Neue Skandale würden nicht aufgedeckt. Es zeige aber auch, das die CIA, als Reaktion auf den japanischen Angriff auf die USA 1941 gegründet, am 9.11.2001 nicht in der Lage gewesen sei, dieses "zweite Pearl Harbor" zu verhindern.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 12.03.2008

Viele Hasardeure und Aufschneider
Tim Weiner zeigt die großen Schwächen der CIA auf / Von Harald Biermann

Die Geringschätzung demokratischer Staatsmänner gegenüber ihren Geheimdiensten ist vielfach dokumentiert. Über die häufigen Ausfälle von Helmut Kohl ärgern sich die Mitarbeiter des BND wohl noch heute. Der damalige Bundeskanzler erzählte jedem, der es hören wollte, dass die Geheimdienstberichte sowohl in Aktualität als auch in Qualität regelmäßig hinter der Berichterstattung der NZZ zurückgeblieben seien. Diese abschätzige Haltung legte in den vergangenen 60 Jahren auch die überwiegende Mehrzahl der amerikanischen Präsidenten an den Tag. Und wer mag es ihnen verdenken? Die Fehlschläge der "Central Intelligence Agency" - kurz CIA - sind Legion. Niemand innerhalb der Behörde sah den Kollaps der Sowjetunion und das Ende des Kalten Krieges voraus, niemand warnte ausdrücklich vor den Angriffen des 11. Septembers 2001, und niemand bezweifelte die Existenz von Massenvernichtungswaffen im Irak.

Allein die Fehler der jüngsten Vergangenheit könnten den unvoreingenommenen Betrachter zu dem Schluss kommen lassen, dass die …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.04.2008

Vertuschungsgeschichten
Die verheerende Bilanz des amerikanischen Geheimdienstes CIA
Bücher über Geheimdienste handeln häufig davon, wie es ungefähr gewesen sein könnte. Für das Buch des Reporters Tim Weiner von der New York Times über die „Central Intelligence Agency” trifft das über weite Strecken nicht zu. Es stützt sich vor allem auf Akten, die in den vergangenen Jahren zugänglich geworden sind.
Die CIA ist aus dem während des Zweiten Weltkriegs aufgebauten „Office of Strategic Services” (OSS) hervorgegangen, das nach 1945 „Central Intelligence Group” (CIG) hieß. Daraus wurde im Herbst 1947 die CIA. Weimer schreibt: Seine Hauptmission „bestand darin, den Präsidenten vor einem Überraschungsangriff, einem zweiten Pearl Harbor, rechtzeitig zu warnen”. Das gelang nur in Ausnahmefällen. Meist bemerkten die Agenten nicht, was sich zusammenbraute und wurden überrascht – von der ersten Atombombe der Sowjetunion 1949 ebenso wie vom 11. September 2001.
Fatale Logik
Von Anfang an widmete sich der Geheimdienst sowohl der Nachrichtenbeschaffung wie subversiven Aktionen – ein hochriskantes Gewerbe. Schon die erste verdeckte …

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""Tim Weiner ist Journalist bei der :New York Times9. Seit Jahren beschäftigt er sich mit dem Geheimdienst. Niemand zuvor hat so tief hinter die Fassade geblickt, ein so großes Netzwerk an Informanten aufgebaut." Manfred Behrens, 3sat Kulturzeit online, 8.2.2008 "Vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis 9/11 dokumentiert Tim Weiner die Strategie der Strippenzieher spannend wie ein Krimi." Schweizer Illustrierte, 11.2.2008 "Aber ihre Geschichte ist so voll von Pleiten und Pannen, dass man sich nach der Lektüre von Tim Weiners glänzend recherchiertem Buch fragt, wie die Vereinigten Staaten mit einem solchen Geheimdienst jemals den Kalten Krieg gewinnen konnten und heute Islamisten und Schurkenstaaten wirkungsvoll bekämpfen will. (...) 50 000 Dokumente, viele davon erst seit wenigen Jahren zugänglich, hat Weiner durchforstet, Dutzende Spitzenleute der CIA interviewt. (...) Natürlich bietet die Geschichte der CIA nur einen kleinen Ausschnitt der US-Außenpolitik seit dem Zweiten Weltkrieg (...). Aber ohne Zweifel hat Weiner die bislang beste Studie über die CIA geschrieben." Stephan Bierling, Die Welt, 16.2.2008 "Die Perfidie des Nachrichtendienstes scheint perfekt gewesen zu sein, seine Allmacht krankhaft und sein Einfluss schier unermesslich. Bis jetzt. Denn die Lektüre des Buches des US-Journalisten Tim Weiner (...) erweist sich als entlarvend." Alexander Kluy, Rheinischer Merkur, 21.2.2008 "Herausgekommen ist ein wahrlich famoses Werk, das seinen Anspruch, die :ganze Geschichte9 der CIA auf gut 800 Seiten zu erzählen, tatsächlich erfüllt. (...) Weiners Buch ist nicht nur eine gnadenlose und ungemein spannend zu lesende Abrechnung mit dem Mythos von der allmächtigen Agency. Indem er Zitate von stets klar identifizierbaren Personen (...) mit knapp gehaltenen Beschreibungen beispielhafter CIA-Operationen verknüpft, gelingt dem Autor darüber hinaus das überzeugende Psychogramm eines Geheimdienstes, der sein komplettes Versagen auf dem originären Gebiet der Informationsgewinnung bis heute durch eine :organisierte politische Kriegsführung9 (...) zu kompensieren versucht." Andreas Förster, Berliner Zeitung, 28.2.2008 "Jetzt liegt es in einer mustergültigen Übersetzung vor, die das kraftvolle Urteil des Autors und seine fast literarische Geschichtserzählung beibehält. (...) Der Autor verbindet investigativen Journalismus mit den wissenschaftlichen Methoden des Historikers und lässt damit eine Darstellung eigenen Charakters entstehen (...)." Harald Loch, Kölnische Rundschau, 29.2.2008 "Weiner gelingt ein äußerst informatives und unterhaltsames Buch. Allerdings setzt er solides geschichtliches und politisches Wissen voraus. (...) Doch der Autor, der über 20 Jahre recherchiert hat, hält, was der Titel seines Buches verspricht: Noch nie zuvor wurde :die ganze Geschichte9 erzählt und derart akribisch so viele Details über die CIA zusammengefasst. (...) Andere Einzelheiten sind nicht neu, doch Weiner stellt sie in einen historischen Zusammenhang und belegt sie ausschließlich mit Primärquellen. Das ist außergewöhnlich. Zu Recht wurde das Buch in den USA als bestes Sachbuch 2007 ausgezeichnet." Tobias Fleischmann, Der Tagesspiegel, 3.3.2008 "dieses Buch sollte jeder lesen, der die Außenpolitik der USA begreifen will: Amerikafreunde und Amerikafeinde. (...) Es gibt viele Bücher über die CIA. Die wenigsten sind seriös. Dieses Buch überzeugt durch die akribische Recherche. Seit über zwanzig Jahren berichtet Weiner für die :New York Times9 über den Geheimdienst." Alan Posener, Welt am Sonntag, 9.3.2008 "Es ist ein schockierendes Buch, denn es bestätigt alle Vorwürfe, die man seit 60 Jahren gegen die CIA erhebt. Es ist ein spannendes Buch, denn es wartet mit zahlreichen bislang unbekannten Details auf. Es ist ein :wahres9 Buch, soweit dies überhaupt möglich ist, denn alle Fakten sind belegt, nichts ist Spekulation. (...) die bislang mit Abstand beste, gründlichste und informativste Geschichte der CIA" Johannes Kaiser, Radio Bremen, Literaturzeit, 9.3.2008 "Weiner, von Hause aus Journalist und als solcher jahrelang als Auslandkorrespondent der New York Times tätig gewesen, recherchiert seit zwanzig Jahren im Umfeld von CIA-Aktionen. Mit einem auf diesem Hintergrundwissen gründenden sachlichen Blick hebelt er antiamerikanische Vorurteile und wilde Verschwörungstheorien aus, ohne darüber in eine unkritisch-affirmative Darstellung der amerikanischen Außenpolitik zu verfallen. (...) Weiners Werk könnte ebenso als Politkrimi statt als Sachbuch durchgehen" Fritz Trümpi, Falter, 12.3.2008 "Kenntnisreich beschreibt der Autor die grundsätzlichen Probleme, mit denen ein Geheimdienst in einer offenen Gesellschaft konfrontiert ist." Harald Biermann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.3.2008 "Weiners fundierte Recherchen hebeln antiamerikanische Vorurteile und wilde Verschwörungstheorien aus, ohne einer affirmativen Perspektive auf die oft verworrenen amerikanischen Interessen zu verfallen. In flüssigem Stil - Weiners Werk könnte als Politkrimi statt als Sachbuch durchgehen - erzählt er die Geschichte der CIA als eine Geschichte über das Verhältnis zwischen der amerikanischen Sicherheits- und der Aussenpolitik, deren Zankapfel der Nachrichtendienst stets war." Fritz Trümpi, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 30.3.2008 "Nach 20 Jahren Puzzlearbeit und gestützt auf eine Fülle erst in jüngster Zeit freigegebener Dokumente, hat der Journalist Tim Weiner jetzt eine Maßstäbe setzende Studie vorlegt - ein Buch, das alle Mittel zur Rekonstruktion einer unhintergehbar lückenhaften Geschichte nutzt und obendrein durch erhellende Thesen und weiterführende Fragestellungen besticht. (...) Dass die :Firma9 eine katastrophale Bilanz vorzuweisen hat, passt weder zur Vorstellung ihrer Freunde noch in das Weltbild ihrer Kritiker oder Feinde. Und doch ist dieses von Tim Weiner gezogene Resümee in jeder Hinsicht überzeugend." Bernd Greiner, Die Zeit, 3.4.2008 "Ein packendes, detailreiches Buch." profil, 7.4.2008 "Seine umfassende Geschichte der CIA (...) beruht nicht auf Gerüchten, Beschuldigungen und Vermutungen, sondern auf harter empirischer Arbeit, untermauert durch genaue Quellenhinweise (...).Wenn man die mehr als 800 Seiten des Buches liest, packt einen das Grauen." Manfred Prisching, Die Presse (Wien), 12.4.2008 "Was Weiner hier abliefert, ist eine fundierte, äußerst informative, teils tragikomische und streckenweise bemerkenswert unterhaltsame Studie über die CIA. (...) Der Untertitel :die ganze Geschichte9 ist zwar gewagt, aber berechtigt. Wobei der Autor sich keineswegs in unbedeutende Verästelungen verliert, sondern die großen Entwicklungslinien nachzeichnet. Wer die Politik Washingtons der letzten sechs Jahrzehnte verstehen will, kommt um dieses Buch nicht herum." Hans-Dieter Füser, Mannheimer Morgen, 23.4.2008"
Tim Weiner ist Journalist bei der New York Times und gilt als einer der intimsten Kenner des amerikanischen Geheimdienstsystems. Für seine Reportagen und seine Berichterstattung über das geheime National Security Program , das die CIA gemeinsam mit dem Pentagon heimlich ins Leben gerufen hatte, erhielt er zwei Pulitzer-Preise. Er berichtete als Korrespondent u.a. aus Afghanistan, Pakistan, dem Sudan und weiteren fünfzehn Staaten, in denen er auch CIA-Operationen recherchierte.

Kundenbewertungen zu "CIA" von "Tim Weiner"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen **** sehr gut)
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(1)
***** sehr gut
***** gut
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(1)
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Bewertung von leseratte aus NRW am 30.07.2010 ***** weniger gut
CIA - eine Behörde zwischen Überforderung und grenzenloser Selbstüberschätzung, so könnte der Untertitel dieses Buches auch lauten. Vom Mythos CIA lässt Tim Weiner wenig übrig, der Autor stellt die CIA - einst als Koordinationsstelle der zahlreichen US-amerikanischen Geheimdienste geplant - als eine Behörde dar, die von den Erwartungen an sie maßlos überfordert ist und deren Mitglieder - eine verschrobene Gemeinde - sich als konsequent beratungsresistent erweisen.
Nach Tim Weiners Darstellung gelangen der CIA in ihrer Geschichte nur wenige Erfolge - diese basierten wiederum mehr auf Dreistigkeit und Glück denn auf ausgeklügelter Spionage. Viele Operationen schlugen auf peinliche Weise fehl, flogen frühzeitig auf oder wurden wegen mangelnder Durchführbarkeit vorher abgesagt. Von der CIA eingeholte Informationen waren - bis auf wenige Ausnahmen - bestenfalls wertlos, weil allgemein bekannt, schlimmsten Falls falsch und irreführend.
Der Kontrast zwischen dem Image der CIA bei vielen "Menschen auf der Straße" und der realen Geschichte der Behörde macht Tim Weiners Buch lesenswert, auch wenn gerade das "Outsidern" nicht gerade leicht gemacht wird.
Viele weltpolitische Ereignisse werden leider nur angeschnitten, ihr Verlauf, ihre wirtschaftlichen und politischen Hintergründe selten beleuchtet - scheinbar setzt der Autor diese weitgehend als bekannt voraus. Hinzu kommt, dass der Aufbau der Behörde an keiner Stelle zusammenfassend geschildert wird - weder, welche Abteilungen es in der CIA eigentlich gibt, noch, was bestimmte Amtspersonen, etwa der Direktor oder die so häufig zitierten "Büroleiter", eigentlich für Aufgaben und Befugnisse haben. Abbildungen wie Karten und Diagramme fehlen vollständig. Die vielen eingebundenen Zitate und Massen an Namen sind schier erdrückend.
Viele Kapitel verharren zudem auf dem Nivau einer bloßen Faktenschilderung, eine Bewertung überlässt der Autor nur allzuhäufig dem - zumindest in meinem Fall - hofflungslos überforderten Leser.
Aus wissenschaftlicher Sicht mag das Buch hervorragend geschrieben sein, als Laie fehlte mir doch die eine oder andere Hintergrundinformation, sodass - mit Ausnahme des obigen Eindrucks - etwas wenig hängengeblieben ist - schade! Trotzdem lesenswert.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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Bewertung von Christel aus Berlin am 13.03.2008 ***** ausgezeichnet
Der Inhalt des Buches ist faszinierend, verstörend und irre spannend geschrieben.
Ich habe selten ein politisches Buch gelesen, das mich derart gefesselt hat.

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