Chronik der Nähe - Pehnt, Annette
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Annette Pehnt 

Chronik der Nähe

Roman

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Chronik der Nähe

Annette Pehnts hell leuchtender neuer Roman ist die schonungslose, einfühlsame Geschichte von Großmutter, Mutter und Tochter. Immer und immer wieder versuchensie, einander nahezukommen. "Chronik der Nähe" ist ein facettenreicher Roman von Liebe und Distanz.
Annette Pehnt erzählt die Geschichte einer Familie. Und es ist eine Familie von Frauen. Wortgewaltige Lästermäuler, nicht auf den Mund gefallen, Plaudertaschen. Großmutter, Mutter, Tochter. Schwierig wird es nur, wenn das Schweigen ausbricht. Das war so zwischen der Großmutter und der Mutter. Und auch bei Mutter und Tochter ist es so. Sie schweigen, bis eine kleinbeigibt, bis eine die Stärkere ist und ihren Willen bekommt. Aber wie wollen sie so eine Antwort auf die Frage finden: Liebst du mich auch? Auf einer Reise lässt sich das vielleicht besser herausfinden. Bevor die Mutter stirbt. Aber ob der Ausflug nach Rügen hält, was sich die Tochter von ihm verspricht?"Chronik der Nähe" ist der Roman dreier Generationen von Frauen und eine kurze Geschichte Deutschlands zugleich.


Produktinformation

  • Verlag: Piper
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 215 S.
  • Seitenzahl: 215
  • Deutsch
  • Abmessung: 214mm x 136mm x 28mm
  • Gewicht: 388g
  • ISBN-13: 9783492055062
  • ISBN-10: 3492055060
  • Best.Nr.: 34511054

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Nach der Lektüre von Annette Pehnts neuem Familienroman "Chronik der Nähe" bleibt Rezensent Helmut Böttiger ebenso beklommen wie beeindruckt zurück. In der Geschichte um das konfliktreiche Verhältnis zwischen einer Großmutter, einer Mutter und einer Tochter, welche hier aus der Ich-Perspektive der Tochter erzählt wird, die am Sterbebett ihrer Mutter Annie versucht, das schwierige Verhältnis zu dieser zu klären, gelinge es Pehnt vorbildlich, nicht nur die Charaktere individuell scharf zu zeichnen und zugleich zu typisieren, sondern auch einen präzisen Blick auf die psychischen Abläufe der Figuren zu werfen. Neben den beiden meisterhaft beschriebenen Mutter-Tochter-Beziehungen, in denen die Autorin das gemeinsame Bild einer bedrückenden Entfremdung und Verdrängung in zwei verschiedenen historischen Phasen herausarbeite, liest der Kritiker detailreiche Schilderungen über das Aufwachsen in der Nachkriegszeit und in den bundesdeutschen Wohlstandsjahren der sechziger und siebziger Jahre.

© Perlentaucher Medien GmbH

»Mit berührender Klarheit erzählt Annette Pehnt in Chronik der Nähe die Geschichte dreier starker Frauen, gefangen zwischen Stolz und Sehnsucht nach Liebe.« Freundin Donna »Virtuos erzählt Pehnt von diesem flirrendem, manchmal bedrückenden und gleichzeitig aberwitzigen Spiel aus Nähe und Distanz, aus Sehnsucht und Reue.« Brigitte

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.03.2012

So dicht beieinander und doch so fern

Annette Pehnt erzählt in "Chronik der Nähe" über das schöne und mitunter schmerzhafte Band zwischen Müttern und Töchtern.

Die Szene, mit der Annette Pehnt ihren Roman beginnen lässt, ist von einer solch perfiden Grausamkeit, dass sie unterschwellig weiterklingt in allem, was folgt. "Mutter bedroht Annie mit dem Tod", heißt es da, "das kann sie gut." Und wahrlich, das kann diese Mutter, die ihrer kleinen Tochter zuflüstert, wie sicher sie spüre, dass sie, die Mutter, nun sterben müsse. Dieses Mal sei es wirklich so weit, raunt sie dem von Angst gepeinigten Kind zu, und wie allein sie sei, wie furchtbar allein. Und dann, als Annie endlich die rettenden Worte einfallen, die sie schon so oft hat sagen müssen: dass sie die Mutter liebe und dass sie nicht allein sei und dass sie nicht sterben dürfe, da ist der böse Zauber wieder einmal überstanden. Denn natürlich fehlt der Mutter nichts, jedenfalls nichts Körperliches.

Nicht nur den Roman grundiert diese Szene. Es grundiert auch das Verhältnis der Mutter und ihrer Tochter, das Annette Pehnt in "Chronik der Nähe" nachzeichnet. Noch in der nächsten …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.07.2012

Wir sind alle
Trümmerfrauen
„Sei froh, dass Du heute lebst“, sagt in Annette Pehnts neuem Roman eine Mutter zur Tochter, und es ist ein Satz, der sich in vielen Familien tradiert hat: von den Trümmerfrauen zu den Kriegskindern zu den heute Erwachsenen. Wie fühlt sich das Erbe der Großmütter an, welche Stärken und welche Zwänge gaben sie, die ums Überleben kämpften, weiter? Pehnt spürt in eindringlicher, dialogischer Sprache den subtilen Mechanismen von Nähe und Distanz nach, in die sich Töchter mit ihrer ersten großen Liebe, der Mutter, verstricken. Brisant wird das Buch durch seinen Bezug zur Kriegs- und Nachkriegszeit. Es reiht sich damit ein in die bemerkenswerte Reihe Bücher jüngerer Autoren, die – wie etwa auch Katja Thimm in „Vatertage“ ( Fischer Verlag 2011 ) – genauer wissen wollen, warum Eltern, Großeltern und sie selbst sind, wie sie sind.   KIA VAHLAND
  
    
  
  
  
Annette Pehnt:
Chronik der Nähe.
Roman. Piper Verlag,
München 2012.
224 Seiten, 17,99 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de

"Mit berührender Klarheit erzählt Annette Pehnt in Chronik der Nähe die Geschichte dreier starker Frauen, gefangen zwischen Stolz und Sehnsucht nach Liebe." Freundin Donna

»Annette Pehnt bringt mit verblüffender Empathie ihre Figuren zum Leuchten.« Die Welt
Annette Pehnt, geboren 1967, studierte und arbeitete in Irland, Schottland und den USA. Heute lebt sie als freie Autorin in Freiburg und lehrt dort an der Pädagogischen Hochschule. Sie hat zahlreiche Bücher veröffentlicht. 2008 wurde Annette Pehnt mit dem Thaddäus-Troll-Preis ausgezeichnet, 2009 erhielt sie den Italo-Svevo-Preis, im Jahr 2012 wurde sie mit dem Solothurner Literaturpreis geehrt.

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