Cheers, Baby! - Evanovich, Janet; Banks, Leanne

Janet Evanovich Leanne Banks 

Cheers, Baby!

Roman. Deutsche Erstveröffentlichung

Aus d. Amerikan. v. Ulrike Laszlo
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Cheers, Baby!

"Ausgelassen und urkomisch! So schreibt man romantische Komödien!" -- Romantic Times

"Diese humorvolle Komödie ist voller einzigartiger Figuren und durch und durch liebevoll verrückt. Eine Attacke auf das Zwerchfell." -- Romantic Times

"Alle Fans von Janet Evanovich werden sich über diesen neuen Roman sehr freuen können. Wunderbarer Lesestoff!" -- Publishers Weekly


Produktinformation

  • Verlag: Goldmann
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 252 S.
  • Seitenzahl: 256
  • Goldmann Taschenbücher Bd.46831
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 118mm x 22mm
  • Gewicht: 212g
  • ISBN-13: 9783442468317
  • ISBN-10: 3442468310
  • Best.Nr.: 23545780
"Alle Fans von Janet Evanovich werden sich über diesen neuen Roman sehr freuen können. Wunderbarer Lesestoff!"
Janet Evanovich stammt aus South River, New Jersey, und lebt heute in New Hampshire. Die Autorin wurde von der Crime Writers Association mit dem "Last Laugh Award" und dem "Silver Dagger" ausgezeichnet und erhielt bereits zweimal den Krimipreis des Verbands der unabhängigen Buchhändler in den USA.

Leseprobe zu "Cheers, Baby!" von Janet Evanovich; Leanne Banks

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Leseprobe zu "Cheers, Baby!" von Janet Evanovich; Leanne Banks

Cate Madigan zog den jungen Mann, der ihr am Tisch gegenübersaß, in Gedanken aus, und er schnitt in jeglicher Hinsicht schlecht ab. Eigentlich hatte Cate ihn gar nicht nackt sehen wollen - das Bild war einfach vor ihren Augen aufgetaucht. Das war einer dieser schrecklichen Momente, in denen man zu viele Informationen bekam! Der Junge hieß Patrick Pugg, und die Familie Madigan hatte ihn diese Woche als zukünftigen Freund für Cate auserkoren.

Cate und Pugg saßen bei einem der chaotischen Abendessen bei den Madigans, wo bei Tisch schon seit jeher die Regel galt, dass jeder selbst schauen musste, wo er blieb. Seit Cates Brüder Matt und Tom ausgezogen waren, ging es etwas ruhiger zu, aber das Abendessen war immer noch eine Herausforderung - auf die gute Art einer Bostoner Familie irischer Abstammung.

Heute Abend saßen acht Leute am Tisch. Cate, Patrick Pugg, Cates Eltern Margaret und Jim Madigan, Cates älterer Bruder Danny, Dannys Frau Amy und ihre sechsjährigen Zwillingsmädchen Zoe und Zelda.

Die Madigans waren alle typische Iren. Die Haut weiß wie Milch, überzogen von Sommersprossen, rotes, lockiges Haar und braune Augen. Sie neigten alle zur Dickköpfigkeit und hatten einen natürlichen Hang zu Schabernack. Die Männer waren stämmig gebaut und nahmen kein Blatt vor den Mund. Die Frauen waren schlank und zogen es vor, sich zu rächen, bevor sie aufkommenden Zorn hinunterschluckten.

Amy war der einzige kleine Kuchen mit Zuckerguss in einer Schachtel voll mit Marmelade gefüllter Donuts. Sie sah ganz und gar nicht aus wie eine Madigan. Amy war eine typische amerikanische Cheerleaderin mit blondem Haar, blauen Augen und einem immer freundlichen Wesen. Sie war nur einen halben Block entfernt aufgewachsen, und sie und Danny waren schon seit ihrem zweiten Lebensjahr zusammen.

"Du runzelst die Stirn", stellte Zoe fest und sah Cate an. "An was denkst du?"

"Ich habe an meine Arbeit gedacht", sagte Cate. "Ich muss heute Abend schon früh dort sein."

Das war natürlich eine dicke Lüge. Cate hatte bei dem Gedanken an den nackten Pugg unwillkürlich das Gesicht verzogen. Mit seiner Größe von 1,65 Meter befand er sich auf Augenhöhe mit Cate. Er sah nicht schlecht aus, aber als attraktiv konnte man ihn auch nicht bezeichnen. In erster Linie war er ... behaart. Aus den Manschetten seines Hemds quollen Haare, und auch der Kragen verschwand unter einem Haarbüschel. Er trug lange Koteletten, hatte sein Haupthaar auf dem Kopf hochgetürmt und eine einzige Locke auf seine Stirn geklebt. Irgendwie sah er aus wie eine Kreuzung aus Elvis Presley und Squiggy nach einem Autounfall. Und er hatte die schreckliche Angewohnheit, sich selbst Pugg zu nennen.

"Dieser Schmorbraten schmeckt Pugg sehr gut", erklärte er Cates Mutter. "Pugg würde gern eine Frau heiraten, die einen Schmorbraten wie diesen zubereiten kann."

Cates Mutter strahlte Cate an. "Cate macht einen wundervollen Schmorbraten", sagte sie. "Nicht wahr, Cate?"

Cate seufzte tief und stocherte mit ihrer Gabel in dem Kartoffelbrei auf ihrem Teller. Sie würde sich lieber mit einem rostigen Löffel ein Auge ausstechen, als Pugg einen Schmorbraten zu servieren.

"Grüne Bohnen!", rief Cates Vater vom oberen Ende des Tischs, und eine Hand schob sich an Cate vorbei und ergriff die Schüssel mit den Bohnen.

Das Essen zirkulierte mit Warp-Geschwindigkeit am Tisch: die Sauciere, der Korb mit den Brötchen, die Butterschale, die grünen Bohnen, der Teller mit dem Fleisch und die riesige Schüssel mit dem Kartoffelbrei. Das war bei einem Abendessen der Madigans so üblich, und im Laufe der Jahre hatte Cate die Technik perfektioniert, mit der linken Hand alles weiterzureichen, während sie gleichzeitig mit der rechten Hand aß.

"Ich habe gehört, die Sox tauschen fünf Spieler aus", meinte Danny.

Cates Dad schaufelte einige Fleischscheiben auf seinen Teller. "Unsinn."

"Ich habe etwas Braunes auf meinem Kleid", beschwerte sich Zelda. "Es riecht wie Kacka."

"Das ist Soße", beruhigte Amy sie. "Mach dir deswegen keine Sorgen."

"Das mag ich nicht. Mach es weg."

"Kackakleid, Kackakleid, Kackakleid", krakeelte Zoe.

"Patrick verkauft Reifen", erklärte Margaret Madigan ihrer Tochter. "Er ist der Topverkäufer in seinem Autohaus."

Patrick Pugg zwinkerte Cate zu. "Pugg ist ein guter Verkäufer. Und er kann auch noch viele andere Dinge, wenn du verstehst, was Pugg meint."

"Nein", erwiderte Cate. "Was meinst du damit?"

Danny saß direkt neben Cate. "Jetzt hast du ihm einen Köder hingeworfen", meinte er. "Das wird kein gutes Ende nehmen."

"Pugg ist verletzt", erklärte Pugg. "Cate zweifelt an Puggs romantischer Kunstfertigkeit."

Danny starrte Pugg eine Weile mit offenem Mund an. "Verletzt? Romantische Kunstfertigkeit? Wer zum Teufel bist du? Was bist du?"

"Ich bin Pugg."

"Meine Güte." Danny legte seinen Arm um die Rückenlehne von Cates Stuhl und beugte sich zu ihr hinüber. "Mach dir keine Sorgen. Ich weiß da einen Banker, den du kennenlernen solltest. Es ist alles schon arrangiert."

Patrick Pugg drohte Danny scherzhaft mit einem Wackeln seines kleinen Fingers. "Das würde Pugg nicht gefallen. Pugg fühlt sich verpflichtet, dafür zu sorgen, dass aus dieser Beziehung etwas wird."

Danny kniff die Augen zusammen. "Habe ich etwas verpasst? Ich dachte, du hättest Cate erst heute Abend kennengelernt."

"Ja, aber Cate mag Pugg, nicht wahr? Und Cate will Pugg wiedersehen."

Alle unterbrachen ihre Mahlzeit und starrten Cate an. Seit sechs Jahren jobbte Cate in einer Kneipe, um sich ihr Studium am College zu verdienen und Stück für Stück näher an ihr Ziel zu kommen, als Grundschullehrerin zu arbeiten. Sie war davon überzeugt, Zweitklässler zu unterrichten sei für sie eine leichte Übung, nachdem sie mit drei schnell aufbrausenden Brüdern aufgewachsen war und seit so langer Zeit hinter dem Tresen arbeitete. Cate hatte festgestellt, dass ihre älteren Brüder, die Männer in Kneipen und kleine Kinder vieles gemeinsam hatten - zum Beispiel verhielten sie sich hin und wieder unangemessen und ließen sich leicht ablenken.

Wenn Cate Pugg jetzt erklärte, dass sie nichts mit ihm zu tun haben wollte, würde er den Rest des Abends schmollen. Und wenn sie Pugg sagte, dass er ihr sympathisch sei, würde Danny während des gesamten Abendessens beleidigt sein. Also tat Cate das einzig Vernünftige: Sie stieß absichtlich, aber scheinbar versehentlich ihr Wasserglas um und sprang auf, als das Wasser in alle Richtungen spritzte.

"Mist!", stieß Cate hervor. "Seht euch diese Schweinerei an. Es tut mir so leid."

Rasch lief sie in die Küche, um ein Geschirrtuch zu holen.

"Das war ein raffinierter Schachzug", flüsterte Danny ihr ins Ohr, als sie zurückkam. "Ein Klassiker."

"Das ist deine Schuld. Du hast diese Konfrontation herbeigeführt."

"Habe ich nicht."

"Hast du schon."

"Habe ich nicht. Warte nur, bis du den Banker siehst. Er ist Lichtjahre von diesem Idioten entfernt. Du wirst ihn mögen."

"Nein. Keine weiteren Verkupplungsversuche. Ich hasse das."

"Ich müsste mich nicht darum bemühen, wenn du selbst Verabredungen treffen würdest."

"Ich habe im Moment keine Zeit für Verabredungen." "Du wirst nicht jünger", mahnte Danny. "Ich bin sechsundzwanzig!"

"Ich mache mir Sorgen um dich", erklärte Danny. "Wir alle machen uns Sorgen um dich. Es gefällt uns nicht, dass du in dieser Kneipe arbeitest, zu unmöglichen Zeiten nach Hause kommst und dich die ganze Nacht mit Betrunkenen herumplagen musst. Du solltest einen netten, langweiligen Mann heiraten, der sich um dich kümmert und dir Sicherheit bietet."

"Ich will nicht mit einem netten, langweiligen Typen verheiratet sein. Ich will unterrichten und einen aufregenden Mann heiraten, der auf einem schwarzen Pferd angaloppiert und mein Herz im Sturm erobert."

"Mir wäre es lieber, er käme auf einem weißen Pferd", meinte Danny. "Warum suchst du dir nicht wenigstens einen besseren Job? Irgendetwas, wo du nicht bis Mitternacht schuften musst?""Der Job in der Bar ist perfekt. Er ist gut bezahlt und erlaubt es mir, tagsüber zu studieren. Und ich kenne mich gut mit den Drinks und den Gästen aus.

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