Bunker - Schenkel, Andrea M.

Andrea M. Schenkel 

Bunker

Roman

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Bunker

Erstmals im Taschenbuch: der neue Roman der »Tannöd«-Autorin

Ein Mann überfällt abends eine Autovermietung, doch als die einzige noch anwesende Angestellte den erhofften Schlüssel zum Tresor nicht hat, entführt er sie in eine alte, verfallende Mühle im Wald, in der es auch einen geheimen Luftschutzbunker gibt. Will er sie als Geisel nehmen? Oder einfach seine Macht über die Gefangene auskosten? Wovon wird er selbst getrieben? Ist es jemand aus ihrer Vergangenheit, die sich bald als weniger unschuldig erweist, als es zunächst schien?



"Nach 'Kalteis' lässt sich nur bestätigen, was schon 'Tannöd' vermuten ließ: Andrea Maria Schenkel hat ihren Stil gefunden." -- Katja Weise, NDR Kultur

"Es ist die Lakonie der Eiswüste, spektakulär unspektakulär, und dabei als trostloses Protokoll beunruhigend. Kalt und feucht ist es im 'Bunker'." -- Joachim Huber, Der Tagesspiegel

"Andrea Maria Schenkel ist eine Autorin, die sich nach ihrem fulminanten Debüt auf der Bühne der literarischen Öffentlichkeit entwickelt." -- Tobias Gohlis, Die Zeit - Literaturbeilage zur Leipziger Messe


Produktinformation

  • Verlag: Btb
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 125 S.
  • Seitenzahl: 125
  • btb Bd.74054
  • Deutsch
  • Abmessung: 187mm x 118mm x 12mm
  • Gewicht: 140g
  • ISBN-13: 9783442740543
  • ISBN-10: 3442740541
  • Best.Nr.: 29524089
"Nach Kalteis lässt sich nur bestätigen, was schon Tannöd vermuten ließ: Andrea Maria Schenkel hat ihren Stil gefunden." Katja Weise, NDR Kultur

»Andrea Maria Schenkel ist eine Autorin, die sich nach ihrem fulminanten Debüt auf der Bühne der literarischen Öffentlichkeit entwickelt.«

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Andrea Maria Schenkels dritter Kriminalroman ist ihr erstes Buch, das sich nicht auf historische Begebenheiten stützt und somit so etwas wie ein "zweites Debüt", meint Tobias Gohlis. "Bunker" lebt von der Ununterscheidbarkeit von zwei Ich-Erzählern, einem Entführer und seinem Opfer, und der Unbestimmtheit von Zeit und Ort, und irgendwie erinnert es den Rezensenten in seiner mäandernden Struktur an ein "barockes Musikstück". In extrem komprimierter Form biete es eine Ansammlung von "Horror", den ein Autor wie Stephen King auf zehnmal so vielen Seiten ausgebreitet hätte, so Gohlis und angesichts dieser erzählerischer Ökonomie schwingt schon Bewunderung mit. Warum er sich für das Buch dennoch nicht richtig begeistern kann, liegt am seiner Ansicht nach allzu konstruierten Handlungsgerüst, den allzu gedrängten Geschehnissen und der fehlenden "Intensität". Trotzdem betont der Rezensent, dass "Bunker" weder "billig" noch enttäuschend sei, sondern vielmehr als "Etüde" auf dem Weg der literarischen Weiterentwicklung Schenkels zu werten sei.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.03.2009

Der Strick in der Mühle
Wenn man die Wahl hat zwischen Verdursten und Ertrinken: Andrea Maria Schenkels neuer Roman „Bunker”
„Bunker” heißt das neue Buch von Andrea Schenkel; und wie schon ihre vorherigen Titel „Tannöd” und „Kalteis” strahlt auch dieser zweisilbige Klotz sofort eine stumme, frostige Drohung aus. Ehe der Leser noch weiß, wie ihm geschieht, ist er im Bunker schon drin. „Alles schwarz um mich herum, nur ein schmaler Lichtstreifen unter der Bunkertür. Ich robbe nach vorne auf den Lichtstreifen zu. Ich höre meinen Atem, ziehe die Luft durch den geöffneten Mund ein, laut. Ich atme schnell, mein Brustkorb hebt und senkt sich bei jedem Atemzug. Ich lege mich flach vor den Lichtstreifen auf den Boden. Versuche mit meinem Gesicht ganz nahe heranzurücken. Ich spüre die kalte Zugluft, die durch den Spalt in den Bunker strömt.” Der Leser rüstet sich also für ein Werk, in dem die Einheit des Orts eine zentrale Rolle spielen wird, er stellt sich auf ein Stück monomanischer Klaustrophobie ein. Darin wird er sich getäuscht finden.
Eine junge Frau, die in einer Autovermietung arbeitet, wird kurz vor Büroschluss von einem jungen …

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Andrea Maria Schenkel, geboren 1962, lebt in Regensburg. 2006 erschien ihr Debüt Tannöd, mit dem sie großes Aufsehen erregte. Der Roman wurde 2007 mit dem Deutschen Krimi Preis, dem Friedrich-Glauser-Preis und der Corine, 2008 mit dem Martin Beck Award für den besten internationalen Kriminalroman ausgezeichnet. Das Buch verkaufte sich bisher eine Million Mal und wurde in bislang 20 Sprachen übersetzt. Es gibt eine Hörbuch- sowie eine Hörspielfassung, auch sind bereits mehrere Theaterinszenierungen auf deutschsprachigen Bühnen zur Aufführung gekommen; 2009 kam der gleichnamige Spielfilm (Regie: Bettina Oberli) mit Monica Bleibtreu in ihrer letzten Rolle in die Kinos. Für ihr zweites Buch Kalteis, das im Herbst 2007 erschien, bekam sie erneut begeisterte Kritiken und erhielt zum zweiten Mal in Folge den Deutschen Krimi Preis. Eine Verfilmung unter der Regie von Hark Bohm ist geplant. Bislang sind 260.000 Exemplare verkauft worden. Ihr dritter Roman Bunker erschien im Frühjahr 2009.

Leseprobe zu "Bunker" von Andrea M. Schenkel

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Bewertung von B.S. aus Frankfurt am 17.03.2009 ***** schlecht
Was ist denn bloß los mit der deutschen Literaturkritik? Haben die Rezensenten, die das Bändchen besprochen haben, bis auf wenige Ausnahmen, diesen "Roman" wirklich richtig gelesen? Ich meine richtig aufmerksam gelesen? Da schreibt jemand einfach so, wie er spricht, und der Stil wird missverstanden als bewusst konstruierte literarische Sprache. "Tannöd war ein Meisterwerk". Na gut, sieht man mal vom Vorwurf des Plagiats ab.
Aber wie kann es kommen, dass sich eine Autorin traut, ohne dass es ihr die Schamröte ins Gesicht treibt, einen Text wie "Bunker" überhaupt abzuliefern, dass sich ein Verlag traut, einen so billig fabrizierten Text zu veröffentlichen, dass sich vermeintlich ernsthafte Literaturkritiker trauen, einen Groschenroman als großartige Literatur zu bezeichnen? Das Motiv vermutlich: Geschäft ist schließlich Geschäft, bei Wald- und Wiesenautoren nicht anders als bei so genannten "linken" Verlagen, wie bei vermeintlich unabhängigen Medien. Der Rubel soll rollen so lange es geht... Eine andere Erklärung lässt sich beim besten Willen nicht finden.
Traurig.

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