Brechts Frauen - Häntzschel, Hiltrud

Hiltrud Häntzschel 

Brechts Frauen

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Brechts Frauen

Bertolt Brecht, der Jahrhundertdichter - hat er zugunsten des eigenen Ruhms Frauen rücksichtslos benutzt und ausgebeutet? Die viel diskutierte und oft polemisch gemeinte Frage wird von Hiltrud Häntzschel auf neue Weise beantwortet: Sie stellt endlich die Frauen selbst in den Vordergrund - ihr Leben und ihre Leistung. Was hat sie zu Brecht hingezogen? Was hat er ihnen gegeben, was ihnen angetan?Im Mittelpunkt des Buches stehen die Porträts von sieben höchst unterschiedlichen Frauen: Paula Banholzer, Marianne Zoff, Marieluise Fleißer, Helene Weigel, Elisabeth Hauptmann, Margarete Steffin und Ruth Berlau. Ihre Lebensgeschichten führen uns durch das verhängnisreiche 20. Jahrhundert von Augsburg nach München und Berlin, in die Schweiz und nach Paris, unter das dänische Strohdach, nach Moskau und nach Hollywood und am Ende zurück nach Berlin. Was waren das für Frauen, die der Stückeschreiber liebte?


Produktinformation

  • Verlag: Rowohlt TB.
  • Ausstattung/Bilder: m. 40 Abb.
  • Seitenzahl: 314
  • rororo Taschenbücher
  • Deutsch
  • Gewicht: 435g
  • ISBN-13: 9783499235344
  • Best.Nr.: 11918224
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 16.11.2002

Ellbögen frei haben, allein schlafen, skrupellos sein
Erfahrung der Einsamkeit, an die Gefährtinnen delegiert - Hiltrud Häntzschels glänzende Porträts der sieben Frauen Bertolt Brechts

Wer treu ist, kennt nur die triviale Seite der Liebe. Die Treulosen kennen die Tragödien der Liebe. Das ist von Oscar Wilde im Stil des späten neunzehnten Jahrhunderts pointiert formuliert. Bei Bertolt Brecht bekommt man es, ein bis zwei Epochen moderner, mit trivialer Treulosigkeit zu tun, während die Frauen, die dem weibstollen Dichter gegen alle Vernunft treu blieben, die Tragödien der Liebe kennenlernen durften.

Tragödien sind faszinierender als epische Lehrstücke, und so ist es sehr verständlich, daß - im Gegensatz zu seinen Dramen - die Damen Brechts heute noch mit lebhaftem Interesse rechnen können. Hiltrud Häntzschel hat die sieben Hauptfrauen des Dichters in einer essayistischen Porträtgalerie versammelt: Paula Bannholzer, Marianne Zoff, Marieluise Fleißer, Helene Weigel, Elisabeth Hauptmann, Margarete Steffin und Ruth Berlau. Sie alle wußten, was sie von Brecht zu erwarten hatten: "In meine leeren Schaukelstühle vormittags / Setze ich …

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Hiltrud Häntzschel, Dr. phil., arbeitet freiberuflich als Germanistin und Autorin in München. Mitarbeit an der Süddeutschen Zeitung, am Bayerischen Rundfunk, als Kuratorin an mehreren Ausstellungen. Publikationen zur Literatur der Weimarer Republik, zur Exilforschung, Wissenschaftsgeschichte, Wissenschaftsemigration, Biographik und zur Literatur von Frauen; Mitarbeiterin am Projekt "NS-Dokumentationszentrum München.

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