Botticelli - Zöllner, Frank

Frank Zöllner 

Botticelli

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Botticelli

Sandro Botticellis Gemälde wie "Primavera" oder "Die Geburt der Venus" haben mit ihrer verführerrischen Schönheit, sinnlichen Anmut und strahlenden Leuchtkraft unsere Vorstellung von der Kunst der Renaissance entscheidend geprägt. Botticelli war einer der herausragenden Künstler im Florenz der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.

Sandro Botticelli wurde 1445 in Florenz geboren und starb dort 1510. Zunächst begann er eine Lehre als Goldschmied, nahm aber bald bei dem berühmtensten Maler der Stadt Fra Filippo Lippi Unterricht. Seine Hauptauftraggeber waren der Vatikan in Rom und die Medici in Florenz. Botticellis Werk umfasst religiöse Bilder, Porträts sowie mythologisch-allegorische Bildgegenstände. In seinem Spätwerk widmet er sich ausschließlich religiösen Themen: aus dieser Zeit stammen seine berühmten Illustrationen zur "Göttlichen Komödie" des italienischen Dichters Dante Alighieri.


Produktinformation

  • Verlag: Prestel
  • 2009
  • Neuausg.
  • Ausstattung/Bilder: Neuausg. 2009. 320 S. m. 240 Farbabb.
  • Seitenzahl: 320
  • Deutsch
  • Abmessung: 375mm x 263mm
  • Gewicht: 2876g
  • ISBN-13: 9783791343570
  • ISBN-10: 3791343572
  • Best.Nr.: 26430299

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Arno Widmann war in der großen Frankfurter Botticelli-Ausstellung und möchte nun mehr erfahren über die Hintergründe von Leben und Werk des Malers. Als Werkschau in Buchformat empfiehlt sich da an erster Stelle Frank Zöllners vorliegender Band. Zum einen, weil darin die Bilder in einer Detailgenauigkeit betrachtet werden können, wie es nicht einmal in der Ausstellung möglich sei (wenngleich die Farben nicht immer stimmen). Wichtiger noch und vor allem außerordentlich instruktiv findet Widmann die vielen Informationen zur Entstehung der Bilder, vor allem zu den vielfachen literarischen Traditionsbezügen, ohne deren Kenntnis man Botticelli im Grunde kaum verstehen könne.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.11.2009

Die Locke der Nymphe
Das Frankfurter Städelmuseum zeigt erstmals in Deutschland Sandro Botticellis bis heute einflussreiche Gemälde
Sandro Botticelli? Hat der wirklich im Florenz des 15. Jahrhunderts gemalt? dpa jedenfalls denkt angesichts der ersten großen deutschen Schau des Künstlers im Frankfurter Städelmuseum an die „Botticelli-Schönheiten” Kate Moss und Uma Thurman. Und die Frankfurter Rundschau zeigt auf ihrer Titelseite eine goldblonde nackte Venus des Meisters und titelt: „Pin-up”.
Das ist natürlich grob ahistorisch gedacht und tut weh. Aber so ist das bei Botticelli: Die moderne Rezeption seines Stils hat sich in sein Œuvre eingefressen wie salzige Feuchtigkeit in ein altes Fresko. Auch wer um historische Gerechtigkeit ringt, kommt an einer Frage nicht vorbei: Was macht ausgerechnet Botticelli zum Ahnherr der Populärkultur, zu demjenigen Künstler, auf den sich Filmstudios und Modelagenturen, meistens unwissentlich, beziehen? Aus dessen Stilrepertoire sich die visuelle Figurenwelt unserer Zeit nährt und Geschöpfe wie Claudia Schiffer gebiert, die nur eines wollen: auch so lange Beine, einen so hohen Hals, so halbbrav, …

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Frank Zöllner, geboren 1956 in Bremen. 1977 - 1981 Studium der Kunstgeschichte. 1983 - 1985 »Aby-Warburg-Stipendium« in London, The Warburg Institute. 1987 Promotion an der Universität Hamburg mit einer Arbeit über »Vitruvs Proportionsfigur«. 1988 - 1992 wissenschaftlicher Assistent, Bibliotheca Hertziana, Rom. 1995 Habilitation an der Universität Marburg.

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