Bombay. Maximum City - Mehta, Suketu

Suketu Mehta 

Bombay. Maximum City

Metropolen: Bombay. Ausgezeichnet mit The Kiriyama Prize, Kategorie Nonfiction 2005

Aus d. Engl. v. Anne Emmert, Heike Schlatterer u. Hans Freundl
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Bombay. Maximum City

Bombay: faszinierend und exotisch, Mega-City der Extreme, die Stadt der Zukunft. Welten prallen dort aufeinander hier die Traumfabrik von Bollywood, dort der tägliche Albtraum der Armen und Enttäuschten. Der preisgekrönte Journalist Suketu Mehta präsentiert Bombay in packenden Reportagen, die hinter traumhafte Kulissen führen. Sprachlich brillant und mit ungeheurer Leidenschaft verknüpft Mehta die einzelnen Geschichten und Bilder zu einem großen Ganzen.


Produktinformation

  • Abmessung: 211mm x 136mm x 68mm
  • Gewicht: 927g
  • ISBN-13: 9783866157880
  • ISBN-10: 3866157886
  • Best.Nr.: 28973398
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 28.05.2010

DEFGH Bibliothek
Metropolen

Gott stehe
uns bei
„Bombay – Maximum City“
von Suketu Mehta
Mumbai, das frühere Bombay, ist eine gewaltige Umwälzpumpe, alles auf diesem blinddarmartig ins Meer ragenden Landzipfel ist vermischt zu einem Klumpatsch aus Muschelkalk, fauligen Palmenblättern und ausgeblichenem Plastik, aus viktorianischer Architektur, postmodernen Malls mit Rolls-Royce-Showrooms und rostigem Wellblech. Neben Dharavi, dem dichtest besiedelten Slum der Welt, wuchern Wolkenkratzer von Milliardären in die Höhe, hier leben mehr Millionäre als in Manhattan, und jeden Tag pressen sich aus dem restlichen Indien weitere 1000 Menschen auf diese Halbinsel, die nicht expandieren kann. Dabei leben schon heute mehr Menschen in Mumbai als in Australien.
Suketu Mehta ist ein Glücksfall für diese Stadt. Er wurde dort geboren, lebte dann lange in New York, Paris und London, trug all die Jahre das Traumbild einer „wunderschönen Stadt“ und eines „Inselstaats der Hoffnung“ in sich und kam in den neunziger Jahren als Journalist und Drehbuchautor zurück in einen chaotischen Moloch, dem er in seinem …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.10.2006

Wir wir heute leben
Suketu Mehtas überragende Reportagen über Bombay / Von Nils Minkmar

Ein wahnsinnig gutes Buch über eine völlig chaotische Stadt, geschrieben von einem Autor, der eines Tages wahnsinnig genug ist, sich in einem kleinen Hotelzimmer in Bombay mit einer Guppe von Killern zu treffen.

Suketu Mehta führt Interviews mit Profikillern. Er trifft sie in einem Hotel: "Das Zimmer ist kahl, zweckmäßig eingerichtet, perfekt geeignet, um Sex zu haben oder zu sterben." Alles paßt zusammen: Für Arbeit, Sex und Tod haben die Jungs der Bombayer Unterwelt dasselbe Wort.

"Maximum City" ist ein Buch, das man ganz liest, jedes Kapitel, weil man bald merkt, daß die schönsten Passagen unangekündigt kommen. Fast achthundert Seiten hat er über Bombay geschrieben, aber Bombay ist ganz egal. Auch wer noch nie dort war, nie hin will, kein Interesse am Aufstieg Indiens, am Phänomen der Megacities hat, wer nie einen Rushdie zu Ende gelesen hat und Arundahti Roy nicht erträgt, sollte ruhig und gespannt die Maximum City betreten.

Der Autor hatte die Wahl: Suketu Mehta, 1963 in Kalkutta geboren und in Bombay aufgewachsen, hat …

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Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Susanne Messmer ist begeistert von Suketu Mehtas Mammutreportage "Bombay. Maximum City", die sie irgendwo zwischen Roman und Reiseliteratur ansiedelt. Sie würdigt das über 700 Seiten starke Buch als "wahre Wundertüte sprachlich gekonnter und detailreicher Analysen". Selten hat sie so viel über Bombay erfahren wie in diesen Buch. Ihr besonderes Interesse gilt den gut 200 Seiten über die indische Filmindustrie. In diesem Zusammenhang bescheinigt sie dem Autor, Einblicke in die boomende Filmindustrie des Landes zu geben, wie sie sie bisher noch nie gelesen hat. Nach der Lektüre des Bandes hat der Leser ihrer Ansicht nach eigentlich keine andere Wahl als selbst nach Bombay zu reisen.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Vermutlich das beste Buch, das in den letzten Jahren erschienen ist. Brilliant, wie Metha diesem wilden urbanen Dschungel den Puls fühlt." The New York Times Book Review

»...ein außergewöhnliches Stadtportrait.«

Inhaltsangabe

Persönliche Geographie Powertoni Mumbai Die Nummer zwei hinter Scotland Yard Die Männer fürs Grobe Die Stadt der Vadapav-Esser Eine Stadt im Rausch Ein Traum vom Leben Erinnerungsminen Sone ki Chidiya Lebe wohl, Welt Das Ich in der Menge

Kundenbewertungen zu "Bombay. Maximum City" von "Suketu Mehta"

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Bewertung von sabatayn76 am 07.03.2010 ***** sehr gut
Inhalt:
Suketu Mehta hat eine umfassende Reportage über die indische Metropole Bombay/Mumbai verfasst. Anhand verschiedenster Protagonisten, die stellvertretend für einen bedeutenden Aspekt der Stadt stehen, hat er die Probleme und die Besonderheiten Mumbais detailliert und realistisch geschildert. Erzählt wird beispielsweise die Geschichte von Monalisa - und mit ihr die Geschichte der Prostitution, der Tänzerinnen, der Bars. Mehta berichtet von dem Polizisten Ajay Lal - und mit ihm von Folter, von Korruption, von Kriminalität, von Gewalt. Und durch Sevantibhai lernt der Leser den Jainismus und dessen Maxime der Askese und Entsagung kennen.

Mein Eindruck:
Suketu Mehta lässt wenig aus und demonstriert dem Leser eine Metropole am Abgrund, eine Stadt der Extreme, des Drecks, der Krankheiten, der Luftverschmutzung, der Kriminalität, der Korruption, des Elends, der Prostitution, der Slums, der Auftragskiller. Nichts wird beschönigt, und dennoch wertet der Autor die Stadt nicht ab, reduziert sie nicht auf eine kaputte und chaotische Ansammlung von Millionen von Menschen. Als Leser steckt man mittendrin im Mief der Stadt und lernt unzählige Aspekte des indischen Alltags kennen, erfährt von der neueren Geschichte Indiens und den aktuellen Zuständen im Land. Dabei wird es bisweilen unappetitlich und sehr explizit, wenn es beispielsweise um die Schilderung von Folterungen oder Selbstverletzungen geht.
Einen Stern ziehe ich ab, da es trotz der spannenden Berichte und der tiefen Einblicke in die Metropole manchmal Passagen gab, in denen ich die Erklärungen zu detailliert und zu ausufernd fand.

Mein Resümee:
Ein beeindruckendes Zeugnis Indiens im Allgemeinen und Mumbais im Speziellen. Wer sich für Indien interessiert, sollte 'Bombay. Maximum City' unbedingt lesen!

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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