Bluttat / Alex-Delaware Roman Bd.20 - Kellerman, Jonathan

Jonathan Kellerman 

Bluttat / Alex-Delaware Roman Bd.20

Ein Alex-Delaware-Roman

Aus d. Amerikan. v. Jochen Stremmel
Broschiertes Buch
 
Vergriffen, keine Neuauflage
Nicht lieferbar
8 Angebote ab € 0,90
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Bluttat / Alex-Delaware Roman Bd.20

Troy Turner und Rand Duchay waren noch Teenager, als sie die kleine Kristal ermordeten. Troy stirbt bald nach Haftantritt im Gefängnis, doch Rand kommt nach acht Jahren wieder auf freien Fuß und will nun Alex Delaware treffen, der damals als Gutachter fungierte. Aber Rand wird noch vor dem Treffen umgebracht. Ein Racheakt? Bei seinen Ermittlungen stößt Delaware auf weitere Morde und ahnt bald, dass der Mord an Kristal einen ganz anderen Hintergrund hat als bisher angenommen.


Produktinformation

  • Verlag: Goldmann
  • 2008
  • Sonderausg.
  • Ausstattung/Bilder: Sonderausg. 2008. 474 S.
  • Seitenzahl: 474
  • Goldmann Taschenbücher Bd.46962
  • Deutsch
  • Abmessung: 19 cm
  • Gewicht: 385g
  • ISBN-13: 9783442469628
  • ISBN-10: 3442469627
  • Best.Nr.: 23821470
"'Bluttat' ist wieder einmal ein typischer Alex-Delaware-Krimi. Spannend ausgetüftelt bis zur letzten Seiteüberrascht er seine Leser mit immer neuen Wendungen." (AP)
Jonathan Kellerman ist ein bekannter und erfolgreicher amerikanischen Kriminalautor. Nach dem Studium tätig zunächst als Kinderpsychologe mit zahlreichen Fachveröffentlichungen, ebenso von Kinderbüchern. Ausgezeichnet u. a. mit dem »Edgar-Alan-Poe-Award«, Amerikas bedeutendstem Krimi-Preis. Der Autor lebt mit seiner Familie in L.A.

Leseprobe zu "Bluttat / Alex-Delaware Roman Bd.20"

Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in Bluttat / Alex-Delaware Roman Bd.20 zu blättern!



Leseprobe zu "Bluttat / Alex-Delaware Roman Bd.20"

PDF anzeigen

Leseprobe zu "Bluttat / Alex-Delaware Roman Bd.20"

An einem kühlen Samstag im Dezember, kurz nachdem die Lakers einen Halbzeitrückstand von sechzehn Punkten aufgeholt und New Jersey geschlagen hatten, wurde ich von einem Mörder angerufen.

Ich hatte mir seit dem College kein Basketballspiel mehr angesehen und wieder damit begonnen, weil ich meine Fertigkeiten im Freizeitbereich ausbauen wollte. Meine derzeitige Lebensgefährtin war zu Besuch bei ihrer Großmutter in Connecticut, meine frühere Lebensgefährtin lebte mit ihrem neuen Typ in Seattle - vorübergehend, behauptete sie -, und die Zahl meiner Fälle war zurückgegangen.

Drei Gutachten fürs Gericht in zwei Monaten: zwei Sorgerechtsstreitigkeiten, die eine relativ harmlos, die andere ein Albtraum, und eine Konsultation im Fall eines fünfzehn Jahre alten Mädchens, das bei einem Autounfall eine Hand verloren hatte. Jetzt waren alle Papiere eingereicht, und ich hatte eine oder zwei Wochen Nichtstun vor mir.

Ich hatte während des Spiels zwei Flaschen Bier geleert und war kurz davor, auf der Wohnzimmercouch einzunicken. Das unverkennbare Schrillen meines Geschäftsanschlusses weckte mich auf. Normalerweise lasse ich meinen Telefondienst drangehen. Warum ich den Hörer abhob, kann ich immer noch nicht sagen.

"Dr. Delaware?"

Ich erkannte seine Stimme nicht. Acht Jahre waren vergangen.

"Am Apparat. Wer ist da?" "Rand."

Jetzt erinnerte ich mich. Die gleiche undeutliche Stimme, jetzt im tieferen Bariton eines Mannes. Inzwischen wäre er ein Mann. Ein ziemlich eigenartiger Mann.

"Von wo rufen Sie an, Rand?"

"Ich bin draußen."

"Raus aus der C.Y.A.?"

"Ich, äh ... yeah, ich bin fertig."

Als wäre es ein Lehrgang gewesen. Vielleicht war es das auch. "Seit wann?" "Seit zwei Wochen."

Was sollte ich sagen? Herzlichen Glückwunsch? Gott helfe uns?

"Was haben Sie vor, Rand?" "Könnte ich, äh, mit Ihnen reden?" "Fangen Sie an."

"Äh, nicht so ... ' mehr so ... ' in echt reden."

"Persönlich."

"Yeah."

Die Wohnzimmerfenster waren dunkel. Achtzehn Uhr fünfundvierzig. "Worüber möchten Sie reden, Rand?" "Äh, es würde ... ich bin ziemlich ..." "Was haben Sie vor, Rand?" Keine Antwort.

"Hat es etwas mit Kristal zu tun?"

"Yeah." Seine Stimme brach und teilte das Wort in zwei Hälften.

"Von wo rufen Sie an?", fragte ich. "Nicht weit von Ihnen."

Meine Adresse stand nicht im Telefonbuch. Woher weißt du, wo ich wohne?

"Ich komme zu Ihnen, Rand", sagte ich. "Wo sind Sie?"

"Äh, ich glaube ... in Westwood." "In Westwood Village?"

"Ich glaube ... mal sehen ..." Ich hörte ein Klappern, als der Hörer fallen gelassen wurde. Hörer an einer Schnur, Verkehrsgeräusche im Hintergrund. Ein Münztelefon. Er war länger als eine Minute nicht am Apparat.

"Es heißt Westwood. Da ist dieses große ... äh, ein Einkaufszentrum. Mit dieser Brücke darüber."

Ein Einkaufszentrum. "Das Westside Pavilion?"

"Ich glaub schon."

Zwei Meilen südlich von Westwood Village. Eine bequeme Entfernung von meinem Haus im Glen. "Wo sind Sie in dem Einkaufszentrum?"

"Äh, ich bin nicht da drin. Ich kann's auf der anderen Straßenseite sehen. Da ist ein ... ich glaub, da steht Pizza. Zwei Z. yeah, Pizza."

Acht Jahre, und er konnte kaum lesen. So viel zum Thema Resozialisierung.

Es dauerte eine Weile, aber ich bekam eine ungefähre Ortsbeschreibung: Westwood Boulevard, direkt im Norden vom Pico, auf der Ostseite der Straße, ein grünweißrotes Schild in der Form eines Stiefels.

"Ich bin in fünfzehn bis zwanzig Minuten dort, Rand. Gibt es etwas, das Sie mir jetzt sagen möchten?"

"Äh, ich ... können wir uns in dem Pizzalokal treffen?"

"Haben Sie Hunger?"

"Ich hab gefrühstückt."

"Es ist Zeit zum Abendessen."

"Vermutlich."

"Also, in zwanzig Minuten." "Okay ... danke."

"Sind Sie sicher, dass Sie mir nichts sagen möchten, bevor wir uns sehen?"

"Was denn zum Beispiel?" "Egal was."

Weitere Verkehrsgeräusche. Die Zeit dehnte sich. "Rand?"

"Ich bin kein schlechter Mensch."

2

Was mit Kristal Malley passierte, war kein komplizierter Kriminalfall.

Am Tag nach Weihnachten begleitete die Zweijährige ihre Mutter zum Buy-Rite Plaza in Panorama City. Das Versprechen von einem MEGA-AUSVERKAUF!!! MIT RIESIGEN RABATTEN!!! hatte das schäbige, sich auf dem absteigenden Ast befindliche Einkaufszentrum mit Schnäppchenjägern gefüllt. Teenager in den Winterferien lungerten in der Nähe des Happy Taste Restaurant herum und versammelten sich zwischen den CD-Regalen von Flip Disc Music. Die mit Schwarzlicht beleuchtete Lärmkiste des Galaxy Video Emporium bebte vor Hormonen und Feindseligkeit. Die Luft roch nach karamellisiertem Popcorn, Senf und Körperausdünstungen. Eiskalte Luft fuhr durch die schlecht schließenden Türen der vor kurzem dichtgemachten Schlittschuhhalle.

Kristal Malley, ein aktives, launisches Kleinkind von fünfundzwanzig Monaten, schaffte es, sich der Aufmerksamkeit und dem Griff ihrer Mutter zu entziehen. Lara Malley behauptete, es wäre nur eine Frage von Sekunden gewesen; sie hätte sich abgewandt, um eine Bluse auf einem Grabbeltisch zu betasten, gefühlt, wie die Hand ihrer Tochter aus ihrer glitt, sich umgedreht, um sie wieder zu packen, und festgestellt, dass sie verschwunden war. Sie hätte sich mit den Ellbogen einen Weg durch die Käuferscharen gebahnt und nach Kristal gesucht, ihren Namen gerufen. Ihren Namen geschrien.

Der Sicherheitsdienst des Einkaufszentrums traf ein; zwei sechzig Jahre alte Männer ohne Polizeierfahrung. Als sie Lara Malley baten, sich zu beruhigen, damit sie eine Chance hatten zu erfahren, was passiert war, schrie sie nur noch lauter und schlug einem von ihnen gegen die Schulter. Die Sicherheitsleute bändigten sie und riefen bei der Polizei an.

Uniformierte Beamte des Reviers im Valley waren vierzehn Minuten später zur Stelle, und man begann, das Einkaufszentrum Laden für Laden zu durchsuchen. Jedes Geschäft wurde genau in Augenschein genommen. Alle Toiletten und Lagerräume wurden inspiziert. Ein Trupp von Eagle Scouts wurde zur Unterstützung herbeigerufen. Hundeführer ließen ihre Spürhunde von der Leine. Sie nahmen den Geruch des kleinen Mädchens in dem Laden wahr, wo ihre Mutter sie verloren hatte. Dann erschnüffelten sich die von tausenden anderer Düfte überwältigten Hunde ihren Weg bis zum Ausgang auf der Ostseite des Einkaufszentrums und quälten sich mühselig weiter.

Die Durchsuchung dauerte sechs Stunden. Polizisten sprachen mit jedem, der das Einkaufszentrum verließ. Niemand hatte Kristal gesehen. Es wurde Nacht. Buy-Rite Plaza schloss seine Pforten. Zwei Detectives aus dem Valley blieben zurück und sahen sich die Videobänder des Sicherheitsdienstes an.

Alle vier vom Wachdienst eingesetzten Kameras waren veraltet und nicht sonderlich gut in Schuss, und die Schwarzweißfilme waren verschwommen und unterbelichtet, minutenlang ohne erkennbares Bild.

Die Detectives konzentrierten sich auf den Zeitraum unmittelbar im Anschluss an Kristal Malleys gemeldetes Verschwinden. Selbst das war nicht einfach; die Digitalanzeige der Maschinen unterschied sich um zwischen drei und fünf Stunden von der tatsächlichen Zeit. Endlich hatte man die richtigen Bilder ausfindig gemacht. Und da war es.

Eine Totale einer winzigen Gestalt, die zwischen zwei Männern baumelte. Kristal Malley hatte eine Trainingshose getragen, und das tat die Gestalt auch. Kleine Beinchen traten um sich.

Drei Gestalten verließen das Einkaufszentrum auf der Ostseite. Mehr war nicht zu sehen; auf dem Parkplatz waren keine Überwachungskameras im Einsatz.

Das Videoband wurde mehrfach abgespielt, und die Detectives hielten nach Details Ausschau. Der größere Entführer trug ein T-Shirt in einer hellen Farbe, eine Jeans und helle Schuhe, vermutlich Sneakers. Kurze, dunkle Haare. Soweit die Detectives erkennen konnten, schien er kräftig gebaut zu sein.

Keine Gesichtszüge. Die hoch oben in einer Ecke angebrachte Kamera nahm hereinkommende Kunden von vorn auf, aber nur eine Rückenansicht von denen, die hinausgingen.Der zweite Mann war kleiner und dünner als sein Begleiter und hatte längere Haare, die blond zu sein schienen. Er trug ein dunkles T-Shirt, eine Jeans und Turnschuhe.

8 Marktplatz-Angebote für "Bluttat / Alex-Delaware Roman Bd.20" ab EUR 0,90

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
gebraucht; gut 0,90 2,20 PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) MODE ECKE ANDRES / AMTCPOWER Buchhandel 99,6% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,50 1,50 Banküberweisung Heidrun Schiersmann 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,00 1,50 Banküberweisung iome 97,4% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,49 0,00 Banküberweisung, PayPal buch-laetzig.de 100,0% ansehen
wie neu 2,50 1,15 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung Shopperin47 100,0% ansehen
Altersentspr.zu friedenstellend 3,00 1,00 Banküberweisung Online-Buecher- Antiquariat 100,0% ansehen
gebraucht; sehr gut 4,49 1,50 PayPal, Banküberweisung Sparbuecher 99,6% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 4,50 0,00 PayPal, Banküberweisung Rhein-Team Lörrach 99,7% ansehen
Mehr von