Blutstein - Theorin, Johan
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Johan Theorin 

Blutstein

Kriminalroman

Aus d. Schwed. v. Schöps, Kerstin
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Blutstein

Unwiderstehliche Atmosphäre und psychologische Hochspannung machten seine ersten Kriminalromane "Öland" und "Nebelsturm" zu internationalen Bestsellern. Jetzt legt Johan Theorin sein neues Buch vor, "Blutstein" ein Kriminalroman über die dunklen Mythen einer Insel und ein grausiges Familiengeheimnis.

Rot wie Blut schimmert die Gesteinsschicht im Steinbruch von Stenvik. Jeder auf Öland kennt die Legenden von den Bluttaten, die diesen Stein gefärbt haben sollen. Auch Per Mörner kennt sie, und dennoch beschließt er, mit seinen Töchtern im Frühjahr nach Stenvik zu ziehen. Nach einem gescheiterten Brandanschlag auf seinen Vater Jerry sieht Per sich gezwungen, auch ihn zu sich auf die Insel zu holen. Doch Per kann nicht verhindern, dass Jerry schon kurz darauf vor seinen Augen getötet wird. Der Vater schien seinen Mörder gekannt zu haben wer aber könnte ihn so gehasst haben, dass er das Risiko einging, ihn in aller Öffentlichkeit zu töten? Per Mörner lässt die Frage keine Ruhe. Und was er herausfindet, erschüttert ihn zutiefst


Produktinformation

  • Verlag: Piper
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 445 S.
  • Seitenzahl: 445
  • Deutsch
  • Abmessung: 209mm x 137mm x 40mm
  • Gewicht: 622g
  • ISBN-13: 9783492054188
  • ISBN-10: 3492054188
  • Best.Nr.: 29749322
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Merkwürdig: Das beschreibt den dritten Roman des Schweden Theorins wohl am besten. Mystisch ging es zwar schon im Vorgänger "Nebelsturm" zu, aber in "Blutstein" sind es nicht die Geister der Vergangenheit, die über die Insel Öland spuken, es sind Trolle und Elfen. Trotzdem spielt aber natürlich auch das Gestern wie in den Geschichten zuvor eine zentrale Rolle. Per Mörners Leben wird seit der Jugend von den Aktivitäten seines Vaters Jerry überschattet, der sich als Pornofilmproduzent einen Namen gemacht hat. Als Jerry einen Brandanschlag überlebt, nimmt Per ihn für einige Tage mit ins Sommerhaus. Doch der Angreifer lässt sich so leicht nicht abschütteln. Ein zweiter Erzählstrang kümmert sich um Hausfrau Vendela, die ein bisschen naiv und sehr, sehr unglücklich ihre verkorkste Kindheit auf Öland Revue passieren lässt - und an Elfen glaubt. Und das macht die Mischung aus Krimi und Drama leider ein bisschen nervig. Vendela taucht viel zu weit ab in ihren Irrglauben, als dass eine weit hergeholte, aber elegante (Fast-)Auflösung am Ende das rausreißen könnte. Ein bisschen weniger Vendela und dafür mehr Mörner hätte dem Hörbuch gut getan. (kab)

"Der schwedische Autor ist ein Meister der subtil unheimlichen Stimmung. Seine Figuren spiegeln das Bild der Insel: schroff, eigenwillig und ohne überflüssige Schnörkel. Blutstein ist nicht nur ein Krimi, sondern auch ein fesselnder Roman über Familie, Einsamkeit und das Altern." Buchjournal "Johan Theorins Thriller sind so kühl und düster, dass es einen unwillkürlich fröstelt." Hamburger Morgenpost "Johan Theorin lässt begegnen und trennt, beobachtet genau, drosselt das Tempo, um es bald wieder zu beschleunigen. Schade, dass der nächste schon der letzte Teil sein soll." Dresdner Neueste Nachrichten "Einfühlsam, fesselnd sowieso." Kurier am Sonntag "Die zerrissene Psyche der Figuren spiegelt sich in der Naturmystik der kargen Insel; innere Kämpfe verweben sich mit der Schlacht zwischen Trollen und Elfen. Das archaische Sujet kontrastiert Theorin mit präziser Sprache und einer treffenden Analyse der schwedischen Sexindustrie." Kieler Nachrichten "Blutige Mythen, abgründige Charaktere ein großer Autor." Sveriges Television "Schwedische Krimikunst vom Feinsten!" Svenska Dagbladet

"Man muss die ersten beiden Öland-Krimis von Johan Theorin ( 1963) nicht kennen, um sich mit den Leuten seiner neuen Geschichte anzufreunden. Erst recht, weil der kongeniale Erzähler Johannes Steck über eine wettergegerbte Stimme verfügt, die perfekt zum herben Klima der schwedischen Ostseeinsel passt." Magdeburger Volksstimme

"Man muss die ersten beiden Öland-Krimis von Johan Theorin (*1963) nicht kennen, um sich mit den Leuten seiner neuen Geschichte anzufreunden. Erst recht, weil der kongeniale Erzähler Johannes Steck über eine wettergegerbte Stimme verfügt, die perfekt zum herben Klima der schwedischen Ostseeinsel passt."

»Blutige Mythen, abgründige Charaktere – ein großer Autor.« Sveriges Television »Schwedische Krimikunst vom Feinsten!« Svenska Dagbladet
Johan Theorin, geb. 1963 in Göteborg, gehört zu den meistgelesenen Krimiautoren seines Landes. Die ersten drei Bände seines Öland-Quartetts, ausgezeichnet führten regelmäßig die schwedischen Bestsellerlisten an.

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Kundenbewertungen zu "Blutstein" von "Johan Theorin"

17 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.3 von 5 Sterne bei 17 Bewertungen **** sehr gut)
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Bewertung von melange aus Bonn am 13.04.2013 ***** ausgezeichnet
Mythen und Morde

Zum Inhalt:
Der Interviewer Per Mörner und die Schriftstellerin Vendela kämpfen mit ihrer Vergangenheit für eine Zukunft. Öland mit seinen Mythen verbindet beide mit verschiedenen Verbrechen innerhalb ihrer Familien.

Zum Cover:
Ein Mädchen - einerseits verloren in der Einsamkeit der Umgebung, andererseits ganz eins mit sich und der Natur. Dieses Cover spiegelt die Vendela in jungen Jahren wider.

Mein Eindruck:
Auch wenn dieses Buch als Krimi beworben wird und mehrere Morde und andere Verbrechen beinhaltet, überwiegt das Gefühl, an einer (bzw. mehreren) Familiengeschichte teilzuhaben. Besonderes Augenmerk legt der Autor auf die Beschreibung der Landschaft, ihrer Einsamkeit und Stille und den Einfluss, den diese Umgebung auf die Menschen hat. Interessant ist dabei zu sehen, wie diese Landschaft dazu verführen kann, Übersinnliches und Fantastisches zu sehen, ein Umstand, der in einer städtischen Umgebung direkt hinterfragt werden würde. Die Einbeziehung diverser (Neben-)Figuren mit Bezug zu Täter, Opfern, Familien und Umgebung und die Spielerei mit den Zeitebenen (ein Teil der Geschichte erzählt die Vergangenheit der Hauptpersonen) lassen keinerlei Langeweile aufkommen. Sie führen dazu, dass die diversen Rätsel - unter anderem die Morde - zwar schlüssig aber doch unerwartet gelöst werden.

Fazit:
Eine schöne Geschichte um Leben, Tod und den Zauber einer Landschaft

5 Sterne

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Bewertung von Joschne aus Sittensen am 03.01.2013 ***** ausgezeichnet
Dritter Teil der Öland-Krimis
Rot wie Blut schimmert die Gesteinsschicht im Steinbruch von Stenvik. Jeder auf Öland kennt die Legenden von den Bluttaten, die diesen Stein gefärbt haben sollen. Dennoch beschließt Per, mit seinen Töchtern im Frühjahr nach Stenvik zu ziehen. Nachdem sein Vater Jerry kurz darauf vor seinen Augen getötet wird, stellt Per Nachforschungen an. Und was er herausfindet, erschüttert ihn zutiefst . .
„Blutstein“ ist der dritte Teil der vielbeachteten und ausgezeichneten Öland-Krimis des Autors. Die karge Ostseelandschaft bildet wieder die grandiose Kulisse, vor der sich die Schicksale ihrer Bewohner in diesem mysteriösen Kriminalfall abspielen. Von Anfang an schlägt das Unheimliche dieser Geschichte, gespeist aus altem Aberglauben und familiärer Verstrickung, aus bedrohlichen Wetterphänomenen und mörderischen Gedanken den Hörer in Bann.
Johan Theorin, geboren 1963 in Göteborg, verbringt den Sommer seit seiner Kindheit auf Öland. Die mythische Landschaft der Insel regte ihn zu seinem großen internationalen Erfolg „Öland“, ausgezeichnet als bestes Krimidebüt des Jahres, an. Der zweite Teil der vierteiligen Öland-Reihe, „Nebelsturm“, wurde 2008 von der Schwedischen Krimiakademie mit dem Preis für den besten Kriminalroman des Jahres ausgezeichnet.
Johann Steck wurde 1966 in Würzburg geboren. Er ist gelernter Theatermaler und war Absolvent der Schauspielschule von Professor Krauss in Wien, an der er von 1988 bis 1991 studierte. Neben seiner Bühnenarbeit in Wien, Chemnitz, Würzburg und Darmstadt ist er auch im Fernsehen zu sehen. Außerdem arbeitet Johannes Steck als Radio-, Fernseh- und Synchronsprecher. Für den Hörverlag las er bereits „Ein gefährlicher Gegner“ von Agatha Christie und „Nebelsturm“ von Johan Theorin.
Johan Theorin: „Blutstein“, Laufzeit ca. 350 Minuten, 5 CDs, 21,95 Euro, ISBN 978-3-86717-649-1, Sprecher: Johannes Steck, Der Hörverlag

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Bewertung von Reggie aus Hamburg am 03.06.2012 ***** gut
Schon auf der ersten Seite geht es so hoch her, dass ich dachte, eher einen Thriller als Kriminalroman erwischt zu haben. Jemand wurde angezündet – am lebendigen Leibe. Doch die folgenden Seiten sind voll mit Familienleben in verschiedenster Weise. Sehr sanft wird der Leser an die Geschichte herangeführt. Die Sorge um Nillas Krankheit, die Verrücktheiten von Pers Vater. Die Tagebuchgeschichten von Gerlof‘s Frau. Die Elfen- und Trollgeschichten aus Vendelas Kindheit und ihre Ehe. Doch ich blieb am Ball, was auch nicht schwer war, denn der Autor schreibt flüssig, und hält sich nicht lange mit Beschreibungen auf, die die Geschichte langatmig werden lassen. Ein wenig nerven die Trolle und Elfen, da ich nicht an so etwas glaube und es für mich einfach unrealistisch ist. So recht einlassen konnte ich mich auf diese Szenen nicht. Da muss es doch logische Erklärungen für geben, oder meint der Autor das im Ernst? Die Kindheit von Vendela hingegen fasziniert und macht neugierig auf mehr. Meine Gier nach schlimmen Geschichten macht sich bemerkbar. Aber wie geht es mit dem Kriminalfall voran? Auf etwas unglaubwürdige Weise lässt die Polizei es trotz einzelner Ermahnungen zu, dass Per selbst ermittelt, was es mit der Vergangenheit seines Vaters auf sich hat. Auch nach dem Anschlag auf seinen Vater lässt er nicht davon ab weiter zu machen. Die Elfengeschichten nerven immer mehr und nun scheint noch ein öde Liebesgeschichte hinzuzukommen, ich warte darauf, dass endlich mehr passiert. Und tatsächlich lässt der Autor sich dann auch nicht mehr lange bitten, und löst die vielen Rätsel auf.
Auch wenn der Beginn und das Ende des Buches sehr aufregend sind und ich den Eindruck hatte, dass es heftig werden würde, heißt das nicht, dass ich mich während dessen gelangweilt habe. Irgendwie hat der Autor es geschafft, die Figuren und Informationen so zu platzieren, dass es nicht langweilig wird. Auch wenn die Elfen nerven, ist eine Atmosphäre vorhanden, die den Leser durch die Seiten zieht und die Stimmung nicht sinken lässt.
Der Roman unterhält auf sanfte Weise. Der Leser wird nicht mit unrealistischen Dingen ala Stephen King. konfrontiert. Die Fantasien von Vendela über Elfen und Trolle sind romantisch – auch wenn ich dafür nicht zu haben bin – und unterstützen viele Rätsel des Buches.
Zwei Stränge ziehen den roten Faden durch den Roman: die Kindheit und Familie von Vendela und die Gegenwart von Pers Familiengeschichte und deren aktueller Ereignisse.
Die Auflösung ist nicht unglaubwürdig, sondern hilft, den Glauben an den Ernst des Autors wieder zu finden. Allerdings ist der Auslöser alles Bösen nicht sehr originell. Das könnt Ihr aber selbst beurteilen. Die Themenwahl hat mir gut gefallen – nicht jeder hat Lust, sich mit dem Pornogeschäft und dessen Gefahren auseinander zu setzen. Und es eignet sich natürlich gut als Grundlage für einen Kriminalfall.

Es gibt zwar sogar zwei Familiengeheimnisse, und eines ist auch erschütternd. Aber von dunkler mythischer Insel kann hier nicht die Rede sein. Als psychologische Hochspannung kann ich nur die erste und die letzten Seiten bezeichnen. Es ist kein Roman, den ich nie wieder vergessen werde oder der vor Genialität nur so strotzt. Aber eine unterhaltsame Lektüre ist es allemal – wenn auch nicht finster genug - aber wenn man nach ein paar Seiten in Ruhe einschlafen kann, ist das ja nicht verkehrt.

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Bewertung von bookgirl am 29.02.2012 ***** ausgezeichnet
Der Krimi Blutstein von Johan Theorin hat mir sehr gut gefallen. Ich hatte zwar völlig andere Erwartungen, kann aber trotzdem sagen, dass ich das Buch jederzeit weiter empfehlen würde. Bei der Geschichte handelt es nicht um einen typischen Schweden-Krimi und schon mal gar nicht um einen Thriller, was ich nach dem Cover und dem Titel vermutet hatte. Das erste Kapitel ist sehr spannend, danach kommt die Geschichte allerdings eher gemächlich daher. Das eigentliche Verbrechen wird erst in der Mitte des Buches thematisiert. Als Leser weiß man die ganze Zeit, dass irgendwas "im Busch ist" und dass dieses etwas kein gutes Ende nimmt. Und das macht für mich die Spannung des Buches aus, weil man natürlich wissen möchte, wie die Geschichte ausgeht. Doch worum geht es? Der erste Teil des Buchs beschäftigt sich mehr mit den handelnden Personen, die alle gut beschrieben sind. Am meisten erfährt man über Vendela Larsson. Auch über Per Mörner und Gerlof Davidsson erfährt man Details aus ihrem Leben. Der zweite Teil befasst sich mit der eigentlichen Krimihandlung, dem Verbrechen und der Auflösung. Vorangetrieben werden die Untersuchungen von Per Mörner. Die Polizei agiert im Hintergrund. Das Buch ist flüssig und spannend geschrieben und ich konnte es zeitweise nicht aus der Hand legen.

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Bewertung von Caro1893 aus Stuttgart am 10.10.2011 ***** sehr gut
Eine idyllische Insel, eine geheimnisvolle Vergangenheit und ein Unbekannter der Rache übt.
Meine Meinung:
Mir hat "Blutstein" sehr gut gefallen. Es war mein erstes Buch von Theorin, obwohl das glaube ich schon seit drittes ist. Schon im Prolog gibt es einen Paukenschlag, man möchte unbedingt wissen wie es zu dieser Situation kam und wie diese ausgeht. Danach "plätschert" die Geschichte ein bisschen dahin, was mich eigentlich nicht sonderlich gestört hat, da man die ganze Zeit eine unterschwelllige Spannung spürt. Ich hatte das Gefühlt, dass man immer ein bisschen in Sicherheit gewiegt werden soll. Sobald man sich damit abgefunden hatte, dass gerade nicht so viel passiert, kommt der nächste Paukenschlag. "Blutstein" ist vielleicht auch kein Krimi im eigentlichen Sinn. Wer erwartet, dass hier die ganze Zeit Spannung herrscht, könnte vielleicht auch enttäuscht werden. Manchmal tritt die Krimihandlung, wie schon gesagt eben in den Hintergrund und man erfährt einiges aus dem Privatleben der Figuren. Mich hat das nicht gestört, so versteht man wenigstens, warum die Personen so sind wie sie sind und was sie dazu gemacht hat. Ich finde es schön, dass die Vergangenheit der Protagonisten beleuchtet wird, macht das doch die Figuren lebendiger und greifbarer. Auch, dass sie nicht immer Erfolg haben und auch bei ihnen mal etwas schief geht wirkt ehrlich und realistisch. Denn bei wem klappt schon alles?

Auch die Sagengestalten, die Elfen und die Trolle, fande ich sehr schön in die Geschichte eingebunden. Immer wieder gibt es eine Rückblende zu Vendelas Kindheit, in der sie scheinbar viele Begegnungen mit den Elfen hatte. Die Verknüpfungen der einzelnen Geschichten sind gut gelungen und verständlich. Der Schreibstil des Autors gefällt mir sehr gut, ich habe das Buch praktisch in einem Rutsch durchgelesen. Auch die etwas düstere Atmospähre von Öland fande ich sehr gelungen und passend.

Das Ende ist vielleicht ein kleines bisschen "too much", wenn man es mit dem Verlauf der Geschichte vergleicht. Ein bisschen weniger Feuer hätte genügt. Trotzdem finde ich das Ende sehr sch

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Bewertung von harakiri aus Ostalb am 26.07.2011 ***** ausgezeichnet
Die Sünden der Väter
gut gelungen ist der Einstieg in Johann Theorins neuestes Buch

Schon Nebelsturm hab ich geradezu verschlungen und habe nun gespannt auf sein neues Buch gewartet.

Wie gehabt ist die Atmosphäre wieder sehr düster, was der Spannung aber keinen Abbruch tut. Eigentlich sofort von der ersten Zeile an beginnt der Autor dem Leser den Atem zu nehmen und lässt ihm auch keine Verschnaufpause. Der Leser leidet förmlich mit Per mit, spürt das Streichholz näher kommen und hofft, dass er es schafft, seinen Peiniger zu bequatschen, ihn gehen zu lassen. Doch der spielt noch eine WEile mit den Nerven seiner Leser und beginnt erst mal ein neues Kapitel.

Auch in dem findet er genau die richtigen Worte um den Leser bei der Stange zu halten

Für mich ist Herr Theorin einer meiner besten Neuentdeckungen im vergangenen Jahr!!

So habe ich meinen Leseeindruck der ersten Seiten verfasst und ich wurde vom kompletten Buch ganz und gar nicht enttäuscht. Im Gegenteil! Der Autor versteht es den Leser mit kraftvoller Sprache und ausdrucksstarken Charakteren bis zum Ende zu fesseln. Ein paar eingestreute Mythen und Sagen runden den "Eintopf" schlussendlich ab.

Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen mag, das auch durch die viele wörtliche Rede leicht und schnell zu lesen ist.

Einzig gestört haben einige Übersetzungsfehler. So wurde zum Beispiel aus dem Porno-Studio ein Porno-Studium.

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Bewertung von Nijura am 25.02.2011 ***** sehr gut
Elfen und Trolle auf Öland

Diese Fabelwesen begleiteten Vendela Larsson bereits durch ihre Kindheit. Auch als sie nun erwachsen an ihren Heimatort zurückkehrt, glaubt sie noch immer an die Magie des Elfensteins. Doch diesmal werden nicht all ihre Wünsche wahr.

Per Mörner versucht seine Beziehung zu seinem Vater Jerry Morner genauer zu analysieren und dessen Vergangenheit zu ergründen. Da stirbt sein Vater. Er wurde überfahren, wer ist der Täter? Per hat einen Verdacht, doch das kann nicht sein, Bremer war schon Tage vorher tot, getötet durch einen Brandanschlag. Per plagt auch noch die Sorge um seine schwerkranke Tochter Nilla. Wie wird das alles ausgehen?

Die Geschichte wird ruhig erzählt, man fühlt richtig diese besondere Athmosphäre der Insel Öland. Mit Per bin ich nicht besonders warm geworden, da ich das Gefühl hatte, dass er seinen Kindern nicht nah genug ist.
Am Anfang dachte ich auch, was haben all diese einzelnen Geschichten der Bewohner hier zu suchen, doch am Ende führen alle Handlungsstränge schlüssig zusammen.

Insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen und ich kann sie jedem empfehlen, der nicht auf so viel Action und Blut steht.

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Bewertung von frischling aus HTK am 15.02.2011 ***** sehr gut
Bergtrolle mit Benzinkanistern
sind es, mit denen sich Per Mörner herumschlagen muss. In diesem Band des Öland-Quartetts von Johan Theorin setzt sich Mörner mit den Sünden seines Vaters Jerry auseinander. Welche diese sind, erfährt der Leser zunächst noch nicht. Nur dass eine Frau ihn mit Bezin übergießt und anzünden will, und das passenderweise in der Walpurgisnacht. Mörner ist geschieden, Vater von Zwillingen, seine Tochter ist krank, lange kennt niemand die Ursache. Erneut geht es auch um Gerlof und seine beiden Töchter, den man schon aus den Vorgängerbänden kennt. Er zieht nach Stenvik, da er Angst vor dem eigenen Tod bekommt. Obwohl es Frühling wird auf Öland vermittelt Theorin wieder eine eigentümliche, mystisch-angehauchte Atmosphäre und wirft viele Fragen auf. Was hat es mit dem Mythos der Blutsteine auf sich? Und war es wirklich eine gute Idee hierher zurückzukehren? Wieso glaubt Vendela an im Alvarat lebende Trolle? Theorin entfaltet erneut eine glaubwürdige und interessante Geschichte zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Wer allerdings auf „richtig harte“ Krimis steht, wird hier eher enttäuscht werden, denn die ersten 200 Seiten erwarten einen Familiengeschichte, die Vergangenheit der einzelnen Protagonisten und viele Naturbeschreibungen vor allem der Alvar, eines steppenartigen Kalkplateaus auf Öland, welches Dreh- und Angelpunkt des Geschehens ist und um das sich viele alte Mythen und Legenden ranken. „Blutstein“ ist mehr ein Roman als ein Krimi, dem es um Atmosphäre und echte Charaktere geht, die sich gemeinsam gegen die Natur verbünden müssen, um in dieser kargen Landschaft zu überleben. Theorin lässt eine spannende Mischung aus Stimmungsbildern und Naturgeschehnissen entstehen. Ein wichtiger Handlungsstrang ist das beharrliche Schweigen einiger Personen, was ihre Vergangenheit angeht. Dieser macht einen immer neugieriger auf die Lösung.
Mir hat gut gefallen, dass Theorin das Rätsel um Trolle und Blutsteine glaubwürdig auflöst und den Leser nicht allein mit Mythen abspeist. Die Lösung aller aufgeworfenen Fragen und Rätsel überzeugt und ist stimmig. Die Landschaft Ölands hat wieder einmal dazu beigetragen, Bilder und Stimmungen glaubwürdig rüberzubringen. Das Titelbild könnte Vendela darstellen, die schon als junges Mädchen von den Trollen eingenommen war.

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Bewertung von Krimihexe aus Hamm Westfalen am 11.02.2011 ***** sehr gut
Nebelsturm von Johan Theorin ist nach wie vor mein Favorit, aber Blutstein ist auch sehr gut gelungen.

Wie auch schon in den vorangegangen Büchern kommt wieder Gerlof vor, der 84jährige hat sich am Ende seines Lebens vorgenomnen vom Altenheim wieder zu seinem Haus in Öland zurückzukehren, was ihm auch gelingt. Um die Osterzeit befinden sich auch einige Nachbarn in ihren Sommerhäusern. Zum ersten Mal seit langer Zeit auch Per Mörner, der das Haus geerbt hat. er möchte mit seinen 13jährigen Zwilligen möglichst viel Zeit auf der Insel verbringen. Leider kann er seine Pläne so nicht in die Tat umsetzen, da seine Tochter Nilla sehr krank ist und sein Vater Jerry braucht nun nach einen Schlaganfall seine Hilfe. Weitere Nachbarn kommen auf die Insel, z.B. ein nettes Ehepaar hat zu einem Nachbarschaftsfest eingeladen, die Feier erreicht ihren peinlichen Höhepunkt, als Pers Vater Jerry eine Pornozeitschrift begleitet mit dem Wort "Bräute" auf den Tisch wirft, nachdem er zuvor gefragt wurde, was er denn in der Vergangenheit beruflich gemacht hat.

Nachdem Jerry vor den Augen seines Sohnes Per absichtlich von einem Auto überfahren wurde, beginnt dieser zu recherieren, mit wem sein Vater zusammengearbeitet hatte Er wollte nie mit den Geschäften seines Vaters etwas zu tun haben, daher sind ihm die Personen aus der Vergangenheit seines Vater auch nicht bekannt.

Wieder ein sehr guter Theorin, die Story ist spannend und rund und es geht wie auch in den vorigen Büchern von Theorin weniger um die Verbrechen, sondern um die Menschen, die detailliert dargestellt werden. Die Insel Öland hat mit der Einsamkeit und schönen Landschaft ihren ganz eigenen Charme. Ich hoffe, dass der Autor noch viele Bücher schreibt.

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Bewertung von anyways aus greifswald am 04.02.2011 ***** sehr gut
Vier Häuser stehen rund um den Steinbruch in Stenvik, einem kleinen Fischerdorf. Zwei alteHäuschen und zwei schöne neue Villen, die erst kürzlich bezugsfertig wurden.

Das alte Fischerdorf beherbergt, außer in den Sommermonaten, nur wenige Einheimische.

Gerlof, ein über 80 jähriger, ist einer von ihnen. Er ist im Frühjahr Hals über Kopf aus seinem Altersheim, in der bangen Erkenntnis den baldigen Tod zu erleiden, sollte er noch länger dort verweilen, in sein altes Haus am Steinbruch geflohen. Zur selben Zeit beziehen die Villenbesitzer Max und Vendela, er ein gefeierter Autor, sie seine Ehefrau und eigentliche Verfasserin seiner Bücher, ihr Heim ebenso wie das junge Ehepaar Kurdin mit Baby. Auch das letzte Häuschen bekommt im Frühjahr wieder Bewohner. Per Mörner, geschieden, zieht mit seinen 13 jährigen Zwillingen und seinem Vater, einem senilen alten Pornoproduzenten ein. Nach einem Schlaganfall ist es um dessen Gesundheit nicht gut bestellt Per kümmert sich ein wenig um ihn. Die Wege der neuen Steinbruchbewohner haben sich früher alle schon einmal gekreuzt und die daraus entstandenen Konflikte brechen jetzt, viele Jahre später ausgelöst durch das Nachbarschaftsfest von Vendela wieder aus, mit drastischen Folgen.





Johan Theorins Buch fasziniert mich auf besondere Weise, er verstrickt Elemente und Geschichten aus der Sagenwelt Skandinaviens geschickt mit mörderischer Spannung, gekonnten Szenewechseln und einem gut und glaubhaft dargestellten Sohn-Vater-Konflikt.

Der Aberglauben der Dorfbevölkerung und die weltoffene Abgeklärtheit der Sommergäste prallen aufeinander, das gibt dem Krimi zusätzlich Raum zu Entladungen. Denn was sonst könnte der Blutstein sein? Das Blut eines Trolls oder doch nur Eisenoxid in der Steinschicht?

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