Blinde Flecken / Schwarz ermittelt Bd.1 - Probst, Peter

Peter Probst 

Blinde Flecken / Schwarz ermittelt Bd.1

Schwarz ermittelt. Kriminalroman. Originalausgabe

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Blinde Flecken / Schwarz ermittelt Bd.1

Eine Amokfahrt mit tödlichen Folgen.

Ein Häftling, der sich in eine tickende Zeitbombe verwandelt.

Enthüllungen im rechtsradikalen Milieu.

Tim Burger sitzt wegen einer Amokfahrt mit tödlichen Folgen im Gefängnis. Jetzt verdichten sich die Hinweise darauf, dass seine Entlassung kurz bevorsteht - und dass er ein Attentat plant. Rechtsanwalt Loewi wendet sich an den Privatermittler Anton Schwarz, weil er glaubt, dass Burger Werkzeug eines rechtsradikalen Netzwerks ist und die Amokfahrt einen antisemitischen Hintergrund hatte. Höchste Eile ist geboten, denn in den Jahren der Haft hat Burger sich in eine tickende Zeitbombe verwandelt.


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 250 S.
  • Seitenzahl: 256
  • dtv Taschenbücher Bd.21195
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 121mm x 23mm
  • Gewicht: 250g
  • ISBN-13: 9783423211956
  • ISBN-10: 3423211954
  • Best.Nr.: 26360294
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.02.2010

Der rote Fleck auf der Windschutzscheibe
Peter Probsts Kriminalroman „Blinde Flecken” spielt im Münchner Neonazi-Milieu – mit erstaunlicher Nähe zur Realität
In München steht derzeit der mutmaßliche NS-Verbrecher John Demjanjuk vor Gericht. Bewiesen werden soll, dass der gebürtige Ukrainer im KZ Sobibor bei der Ermordung von etwa 30 000 Juden geholfen hat. Nun hat die Staatsanwaltschaft weitere Ermittlungen aufgenommen: Wie die FAZ Ende Januar berichtete, könnte Demjanjuk der Fahrer des Lastwagens gewesen sein, der im August 1947 in Ulm einen Juden totgefahren hat. Der Fahrer, sagen Zeugen, habe extra nochmal zurückgesetzt, um sicherzugehen, dass das Opfer tot ist.
Was das mit „Blinde Flecken” zu tun hat? Peter Probst hat in seinem neuen Buch eine ganze Reihe von Grausamkeiten, Merkwürdigkeiten und Überraschungen zusammengetragen, die auf den ersten Blick weit hergeholt wirken: perfide Verbrechen, geplante Straftaten, biographische Wechselbäder. Allerdings erweist sich immer wieder: Probst fabuliert nicht, er schreibt auf, was ist – oder doch sein könnte. Unter anderem diese Amokfahrt mit dem Auto: Ein junger Mann rast in eine Gruppe von …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Für Cathrin Kahlweit ist die Grenze zwischen literarischer und realer Welt genau der Ort, an dem dieser Kriminalroman spielt. Ein fiktiver Ermittler im schmutzigen Teil Münchens auf der Suche nach Hinweisen für rechtsextreme Amokfahrten, die an historische Verbrechen anknüpfen. Der von Peter Probst "genau recherchierte" braune Sumpf Münchens. Und immer auch das Spiel mit Momenten aus der Biografie des Autors. Ein "komplexer, anrührender Krimi", meint Kahlweit.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Probst zeichnet ein gruselig präzises, nicht sehr unwahrscheinliches Szenario vom (vorläufig aufhaltbaren) Aufstieg der modernisierten Rechten. [...] Eine großartige Basis ist gelegt für eine Serie, die doch sehr gefehlt hat auf der Krimilandkarte."
Max Hermann, Die Welt 27.02.2010

»Die Redaktion empfiehlt, den Autor Peter Probst nicht aus den Augen zu verlieren, denn wir erwarten weiterhin exzellente Kriminalromane, die aus den ewigen blutigen Handlungen deutlich hervorstechen.« Stephan Schwammel, eschborner-zeitung.de 12.08.2012

»Probst zeichnet ein gruselig präzises, nicht sehr unwahrscheinliches Szenario vom (vorläufig aufhaltbaren) Aufstieg der modernisierten Rechten. […] Eine großartige Basis ist gelegt für eine Serie, die doch sehr gefehlt hat auf der Krimilandkarte.«
Max Hermann, Die Welt 27.02.2010
Peter Probst, 1957 in München geboren, studierte Germanistik, Italienische Literatur und Katholische Theologie in seiner Heimatstadt und in Rom. Er war Regieassistent, Regisseur und Dozent an Filmakademien und schrieb seit 1982 etwa neunzig Drehbücher, vor allem für Fernsehspiele und Krimis wie den ‚Tatort'. Mit seiner Frau Amelie Fried hat er die Kinderkrimireihe ‚Taco und Kaninchen' verfasst und an ihrem Bestseller ‚Schuhhaus Pallas - Wie meine Familie sich gegen die Nazis wehrte' mitgearbeitet. Seit der Gründung des Vereins „Lichterkette“ engagiert er sich gegen Ausländerfeindlichkeit und für Integration. Peter Probst lebt mit seiner Familie im Süden von München.


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Kundenbewertungen zu "Blinde Flecken / Schwarz ermittelt Bd.1"

4 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.3 von 5 Sterne bei 4 Bewertungen **** gut)
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Bewertung von Obelix aus Lutetia am 18.05.2011 ***** schlecht
Wirklich einer der unerträglich-schlechtesten Krimis, die ich seit langem gelesen habe, ein klassisches Beispiel für den Spruch "gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht".

Holzschnittartig gezeichnete Figuren bevölkern den Roman, deren Protagonist (natürlich) ein Ex-Polizist ist, (natürlich) schwere Ehe- und sonstige Probleme hat, der (natürlich) ausgefallen wohnt, der (natürlich) genau die seltsamen Leute in seinem Freundeskreis hat, die gerade gebraucht werden, um den Fall voranzutreiben, und der (vorsicht Spoiler!) im Laufe der Ermittlungen gegen erzböse Neonazis von seiner Mutter erfährt, dass auch er jüdischer Abstammung ... was ihn natürlich noch mehr dazu motiviert, den braunen Sumpf, in dem München bzw. Pasing hier beinahe versinkt, trockenzulegen.

Ich gebe zu, dass ich das Buch vor allem auch unter dem Aspekt "Regionalkrimi" gekauft habe, aber auch hier wird kaum etwas von der Erwartung eingelöst, dass man bekannte und unbekannte Ecken von Pasing (=großer westl. Stadtteil von München, erst in den 30ern eingemeindet, noch sehr viel "eigen-städtisches", münchen-unabhängiges erhalten) kennenlernt. Da findet sich leider nichts, was über den Eindruck von einmal die Landsbergerstrasse runterfahren und bei Wikipedia nachlesen hinausgeht.

Fazit: Schwere Enttäuschung

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Bewertung von herdan aus München am 05.07.2010 ***** sehr gut
An diesem Krimi von Peter Probst finde ich vor allem die realistische Auseinandersetzung mit dieser aktuellen und wichtigen Thematik sehr gut gelungen. Während die Handlung eher simpel strukturiert ist, gefallen mir Figurenzeichnung, Sprache und Engagement des Romans sehr gut. Deshalb kann man ihn nur weiterempfehlen. Ich bin gespannt darauf, mehr von diesem Autor und seinem "Ermittler" Schwarz zu lesen.

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Bewertung von MinnieMay aus Dortmund am 10.05.2010 ***** sehr gut
Der erste Kriminalroman für Erwachsene von Peter Probst kann sich sehen lassen. Der Autor zeichnet ein realistisches Bild der deutschen Gesellschaft und schildert uns auf erschreckende Weise den Einfluss der rechten Szene in allen Bereichen des Lebens. Die Charaktere sind authentisch. Sie haben Stärken und Schwächen, werden nicht glorifiziert und sind somit umso sympathischer. Die Texte sind eingängig und die Handlung ist gut konstruiert. Das Buch besticht durch viel Dialog und Monolog der Protagonisten, was wir sicher der Erfahrung des Autors im schreiben von Drehbüchern verdanken. Die Handlung ist zwar recht gut durchschaubar, so dass am Ende nicht unbedingt allzu große Überraschungen zu erwarten sind, doch dieses Buch besticht durch seine Sprache und Charaktere und ist in jedem Fall lesenswert.

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Bewertung von Silke Schröder, hallo-buch.de aus Hannover am 22.01.2010 ***** sehr gut
Die Vernetzung rechtsradikaler Gruppen, der schwierige Ausstieg aus der Szene, die Rekrutierung neuer Anhänger durch Nachhilfeangebote, fremdenfeindliche Anschläge und die oft diffuse Rolle des Verfassungsschutzes mit seinen V-Leuten - das sind die hochaktuellen Themen, mit denen sich Peter Probst in „Blinde Flecken“ auseinandersetzt. Gerade in einer Zeit, in der rechtes Gedankengut immer öfter auf fruchtbaren Boden fällt, in der „No Go-Areas“ für Ausländer zur Normalität geworden sind und nationalistische Parteien in immer mehr Parlamente einziehen, sind Krimis zu diesen Themen wichtig.

„Blinde Flecken“ ist ein handwerklich solide gearbeiteter Krimi, der sich sehr engagiert mit dem schmutzigen rechten Rand unserer Gesellschaft auseinandersetzt.

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