Biologie für die Seele - Holsboer, Florian

Florian Holsboer 

Biologie für die Seele

Mein Weg zur personalisierten Medizin

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Biologie für die Seele

»Jeder Mensch ist ein Individuum - und jeder Mensch bekommt deshalb auch seine ganz eigenen Krankheiten. Warum das so ist, erklärt der Depressionsforscher Florian Holsboer.« -- Die Welt

Florian Holsboer, Deutschlands bekanntester Psychiater, berichtet über seinen Weg zur Erforschung der Depression und sein Leben als Wissenschaftler. Anschaulich und allgemeinverständlich erklärt er seinen revolutionären Ansatz der Behandlung seelischer Leiden. Sein Buch ist eine brillante Mischung aus medizinischem Grundlagenwerk, Autobiographie und Streitschrift für eine biologisch fundierte und gerade deshalb humane Seelenheilkunde. Die heute noch vorherrschende Reparaturmedizin wird schon bald einer Behandlung nach Maß weichen. Neue Medikamente werden entwickelt, die auf die individuellen Erfordernisse des Einzelnen abgestimmt sind. Die neue, personalisierte Medizin will verhindern, daß wir überhaupt erkranken, oder so komplexe seelische Erkrankungen wie eine Depression rasch und effizient heilen. Wir leben immer länger, und das verdanken wir nicht zuletzt den Fortschritten der Medizin. Doch wir wollen und sollen auch länger gesund bleiben - Florian Holsboers Buch zeigt, wie eine Medizin aussehen muß, die diese Vision zur Realität werden lässt


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 304 S. m. 18 Abb. 191 mm
  • Seitenzahl: 304
  • dtv Taschenbücher Bd.34637
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 125mm x 20mm
  • Gewicht: 258g
  • ISBN-13: 9783423346375
  • ISBN-10: 342334637X
  • Best.Nr.: 29747651
"Jeder Mensch ist ein Individuum – und jeder Mensch bekommt deshalb auch seine ganz eigenen Krankheiten. Warum das so ist, erklärt der Depressionsforscher Florian Holsboer." (Die Welt)

»Dem Psychologen [Florian Holsboer] gelingt es nicht nur, ein in jeder Hinsicht komplexes Krankheitsbild für jedermann leicht verständlich darzustellen. "Biologie für die Seele" wird zudem jedem Betroffenen wertvolle Hilfe leisten und so manchen Skeptiker von den Vorteilen der personalisierten Behandlung überzeugen. Ein Buch, das sich für mehr Akzeptanz eines umstrittenen Krankheitsbildes einsetzt und von dem jeder mit Interesse für seine Thematik nur profitieren kann.« literaturmarkt.info 9. Mai 2011

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.03.2009

Prof. Holsboers Sprechstunde

2004 berichtete der Psychiatrieprofessor Florian Holsboer in einer Talkshow, sein Team habe ein menschliches Gen entdeckt, das Depressionen auslöst. So könne ein "völlig neuer Wirkstoffmechanismus" entwickelt und die Forschung hochwirksamer Medikamente vorangetrieben werden. In etwa fünf Jahren, so Holsboer damals, stünden dann hoffentlich hocheffiziente Wirkstoffe im Kampf gegen Depressionen zur Verfügung. Nun, die fünf Jahre sind verflossen, und die angekündigten, mittels Gendiagnostik entwickelten Antidepressiva befinden sich immer noch mehr oder weniger im Versuchsstadium, wie man Holsboers neuem Buch entnehmen kann ("Biologie für die Seele". Mein Weg zur personalisierten Medizin. C. H. Beck, München 2009, 304 S., geb., 19,90 [Euro]).

Doch helfen offenbar nicht nur Psychopharmaka mit oft schweren Nebenwirkungen gegen die Depression, sondern auch die Behandlung mit Placebos. So ergab eine aktuelle Übersichtsarbeit eine signifikante Besserung der depressiven Symptomatik unter Placebogabe von 67 Prozent. Holsboer hält es für falsch, aus solchen Studien den naheliegenden Schluss zu ziehen, Antidepressiva eher mit …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Die autobiografischen Momente dieses Buches möchte Robert Jütte lieber beiseite lassen. Besonders gut, lässt er uns wissen, ist das nämlich erstens nicht geschrieben, und tut wohl zweitens auch nicht viel zur Sache. Was den sachdienlichen Teil betrifft, hat Jütte allerdings auch einiges auszusetzen. Die Laientauglichkeit von Florian Holsboers Ausführungen zu den hormonellen und genetischen Ursachen der Depression, weiß er zwar zu schätzen. Zur Problematik der Placebogabe bei indizierter Depression hätte er sich allerdings mehr Informationen neurophysiologischer Art gewünscht. Über das "gespaltene Verhältnis" des Autors, einer der führenden deutschen Psychiater immerhin, zu den ethischen Gesichtspunkten gendiagnostisch gestützter Depressionstherapien reibt sich Jütte außerdem verwundert die Augen. Arbeit für Ethikkommissionen, gerade auch im Bereich placebokontrollierter Studien, gibt es nach Jüttes Meinung genug.

© Perlentaucher Medien GmbH
Prof. Dr. Dr. Florian Holsboer, Chemiker und Arzt, ist seit 1989 Direktor des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München. Für seine spektakuläre Forschung erhielt Holsboer zahlreiche internationale Auszeichnungen.

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