Betrügen lernen - Bartens, Werner

Werner Bartens 

Betrügen lernen

Roman

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Betrügen lernen

Bartens schreibt mit der ironischen Leichtigkeit eines geborenen Erzählers und der profunden Menschenkenntnis eines Mediziners

Alex ist Verhaltensforscher und beschäftigt sich mit dem Paarungsverhalten von Primaten. Seine Frau Clara ist Urologin und sieht berufsbedingt eindeutig zu viele nackte Männer. Er hat noch viel Liebe zu geben und sucht schüchtern ihre erogenen Zonen. Sie ist genervt von seinen Verführungsversuchen und Vorschlägen zur gemeinschaftlichen Beischlafplanung. Irgendwie lieben sie sich nach langen Ehejahren noch immer. Als seine roten Markierungen im Kalender immer spärlicher werden, entschließt er sich probeweise und um sich selbst zu beweisen, dass er's noch kann, seine Frau zu betrügen. Kongresse und Vortragsreisen scheinen genug Gelegenheit dazu zu bieten. Doch die eigenen Fantasien in die Tat umzusetzen erweist sich für Alex als sehr viel schwieriger als gedacht.
Mit der ironischen Leichtigkeit eines geborenen Erzählers und der profunden Menschenkenntnis eines Mediziners erzählt Werner Bartens vom Einschlafen des Begehrens und dem Wiederentfachen der Glut, für das man allerdings wissen muss, wie man das Streichholz zu halten hat.


Produktinformation

  • Verlag: (Blessing)
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012
  • Seitenzahl: 224
  • Deutsch
  • Abmessung: 206mm x 135mm x 25mm
  • Gewicht: 340g
  • ISBN-13: 9783896674654
  • ISBN-10: 389667465X
  • Best.Nr.: 34503158
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 03.03.2012

Betrügen lernen
Von SZ-Autoren: Werner Bartens
über Lust und Leid in der Ehe
Außer dem Gehalt ist kaum ein Thema in Deutschland so tabu wie Sex in der Ehe. Werner Bartens, Arzt und Leitender Redakteur im Ressort Wissen der SZ, hat einen Liebesroman über Lust und Leid in chronischen Paarbeziehungen geschrieben. In „Betrügen lernen“ geht es um Alex, einen Verhaltensforscher, der sich mit dem Paarungsverhalten von Primaten beschäftigt. Seine Frau Clara ist Urologin und sieht berufsbedingt zu viele nackte Männer. Er hat noch viel Liebe zu geben und sucht schüchtern ihre erogenen Zonen. Sie ist genervt von seinen Verführungsversuchen und Vorschlägen zur gemeinschaftlichen Beischlafplanung. Irgendwie lieben sie sich nach fast zehn Ehejahren noch immer. Als seine roten Markierungen im Kalender immer spärlicher werden, entschließt Alex sich probeweise und um sich selbst zu beweisen, dass er’s noch kann, seine Frau zu betrügen. Vortragsreisen scheinen genug Gelegenheit zu bieten. Doch die eigenen Phantasien in die Tat umzusetzen, erweist sich für Alex als sehr viel schwieriger als gedacht. Bartens erzählt in seinem ersten Roman vom Einschlafen des …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 23.03.2012

Mach dich zum Affen
Die große Schaumsause: Werner Bartens hat den plattesten Ehe-Roman seit langem geschrieben

Auf ihr Musen, zu den Waffen! Genug ist genug. Wir haben uns zwar längst daran gewöhnt, dass selbst der Scharlatane magisch anziehende Status "Heilpraktiker" dank Zulassungsverfahren besser geschützt ist als das Gütesiegel "Roman", welches jedem Prosamurks völlig straffrei aufgeklebt werden darf. Von besonderer Missachtung der Erzählkunst zeugt es allerdings, wenn erfolgreiche Vertreter ganz anderer Professionen - in diesem Fall ein prominenter Wissenschaftsjournalist, der schon einige Bestseller wie das "Ärztehasserbuch" produziert hat - glauben, etwas so Einfaches wie einen Roman doch mit links schreiben zu können, auch wenn sie es offensichtlich nicht können. Plumper kann kein Stil, hölzerner keine Figur und klischeehafter keine Handlung sein als in Werner Bartens' Eheratgeber in Romanform. Erschwerend hinzu kommt die Einfallslosigkeit des Leitmotivs: warum Männer nicht auf Sex verzichten wollen, aber Frauen vorher einschlafen.

Als Studienobjekt dient Bartens die auf Routinen reduzierte Ehe von Clara und Alex. Clara lebt …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Oliver Jungen geht den ersten Roman von Werner Bartens ohne Bandagen an. Er macht sehr deutlich, dass ihn "Betrügen lernen" gelangweilt hat. Bartens erzähle in seinem Roman von der Ehe zwischen dem Primatenforscher Alex und der Urologin Clara, fasst der Rezensent zusammen. Alex hätte gerne öfter Sex, Clara wolle sich lieber um ihre Beziehung kümmern. Während Alex' Suche nach anderen Frauen daran scheitere, dass er sich dabei auf sein Wissen über das Balzverhalten von Affen verlasse, beginne Clara eine Affäre mit dem Heilpraktiker Raffael Steinberg, der Sexseminare anbietet. Jungen kommt das Buch vor wie ein verkleidetes Sachbuch, allerdings konnte er aus den zusammengetragenen Klischees nichts über das Betrügen lernen.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Werner Bartens hat einen grandiosen Roman über den Ist-Zustand einer Ehe ... geschrieben, der natürlich (hoffentlich) überspitzt und gerade deshalb urkomisch und dabei so aufrichtig wahr ist. ... Einfach großartig, wie gemein und trotzdem teilnahmsvoll er Männern und Frauen auf den Zahn fühlt, wie perfide und präzise er herausarbeitet, woran es in dieser Beziehung hakt, die exemplarisch für viele andere steht!"
Werner Bartens, geboren 1966, studierte in Freiburg, Montpellier und Washington, D. C., Geschichte, Germanistik und Medizin und promovierte über den Einfluss der Gene auf den vorzeitigen Herzinfarkt. Von 1992 bis 1996 arbeitete er als Arzt sowie in der Forschung an den National Institutes of Health in Bethesda (USA) und am Max-Planck-Institut für Immunbiologie in Freiburg.
Bartens veröffentlichte mehrere Bücher. Er ist seit 1997 als Wissenschaftsjournalist tätig und schreibt für verschiedene Zeitungen.

Leseprobe zu "Betrügen lernen" von Werner Bartens

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