Im "Bericht des Pilgers" schildert Ignatius von Loyola
(1491-1556) die äußerlich und innerlich bewegteste Zeit seines
Lebens: Kriegsverletzung und Krankenlager, Bekehrung und neue
geistliche Erfahrung, Pilgerfahrt nach Rom und ins Heilige Land,
Beginn seines Studiums, mehrere Inquisitionsprozesse und
wochenlange Untersuchungshaften, die Jahre an der Priester
Universität, wo er Gefährten findet, mit denen er später in Rom den
Jesuitenorden gründen wird. In schlichter, genauer und
anschaulicher Sprache läßt Ignatius die Leserinnen und Leser daran
teilnehmen, wie er sich auf diesem Weg von Gott geleitet
erfuhr.
Der Bericht ist eine der Hauptquellen zur Entstehung des Buches der
"Geistlichen Übungen" und seiner Regeln zur
"Unterscheidung der Geister".
Der von Peter Knauer SJ übersetzten und ausführlich kommentierten
Ausgabe sind Auszüge aus dem Tagebuch des Zürcher Glockengießers
Peter Füessli beigegeben, der bei der Wallfahrt des Ignatius nach
Jerusalem zur gleichen Pilgergruppe gehörte.