Benjamins Begriffe, 2 Bde. - Benjamin, Walter

Walter Benjamin 

Benjamins Begriffe, 2 Bde.

Hrsg. v. Michael Opitz u. Erdmut Wizisla
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Benjamins Begriffe, 2 Bde.

Das vorliegende "Lexikon" macht es sich zur Aufgabe, die Entfaltung der im Zentrum des Benjaminschen Denkens stehenden Begriffe zur Darstellung zu bringen. Für Benjamin bilden Begriffe wie Allegorie, Aura, Eros, Erwachen, Passage, Revolution, Zitat Konzentrationspunkte, die einzelne Stränge des Gesamtwerks gleichsam unterirdisch miteinander verknüpfen.

Der eigentümliche Gebrauch, den Walter Benjamin von seinem Vokabular machte, stellt für alle, die sich in das komplizierte Denkgebäude einarbeiten, eine enorme Herausforderung dar. Benjamins Begriffe unterliegen einem diffizilen Bedeutungswandel, und sie entziehen sich dem definitorischen Zugriff. Der Sammelband macht es sich zur Aufgabe, die Entfaltung der im Zentrum des Benjaminschen Denkens stehenden Begriffe zur Darstellung zu bringen. Für Benjamin bilden Begriffe wie Allegorie, Aura, Eros, Erwachen, Passage, Revolution oder Zitat Konzentrationspunkte, die einzelne Stränge des Gesamtwerkes beinahe unterirdisch miteinander verknüpfen. Das Buch ist Einführung und Arbeitsmittel und setzt neue Akzente innerhalb der unüberschaubar werdenden Sekundärliteratur.


Produktinformation

  • Verlag: Suhrkamp
  • 2011
  • 3. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 852 S.
  • Seitenzahl: 500
  • Edition Suhrkamp Nr.2048
  • Deutsch
  • Abmessung: 181mm x 111mm x 53mm
  • Gewicht: 663g
  • ISBN-13: 9783518120484
  • ISBN-10: 3518120484
  • Best.Nr.: 07083206
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.08.2000

Ein Demokrat war er nie
Über die Schwierigkeit, eine Leitfigur auf den Begriff zu bringen: Walter Benjamins Interpreten steuern in einem neuen Lexikon um die biographischen Klippen herum

Walter Benjamin hat uns ein Vorbild dafür geliefert, wie man eine produktive Selbstorientierung in der Kultur der Gegenwart auf philosophische Bildung, wissenschaftliche Forschung, ästhetische Sensibilität, zeitgeschichtliches Bewußtsein, Kenntnis der literarischen Überlieferung, politisches Urteil und biographische Selbstreflexion gründen kann. Wollte man heute diesem Vorbild folgen, dann müßte man sich von den Kurzschlüssen der Anverwandlung freimachen, mit denen Benjamin Selbstorientierung und Erkenntnis in eins setzte. Die heutige Kulturkritik, die sich auf Benjamin beruft, nimmt indes die Aporien, in die ihn seine überstürzte Theoriebildung geraten ließ, als unvermeidliche Paradoxien historischen Denkens hin. Ist sie doch selbst an die Rhetorik selbstgewisser Begriffsprägungen ohne Prüfung der Ergebnisse gewöhnt.

Bei einem Autor, der, zumindest in der letzten Phase seiner Arbeit, philosophisches Denken an historischen Gegenständen bewähren …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Ralph Hammerthaler charakterisiert die beiden Bände, die es unternehmen Benjamins Begriffe zu analysieren, als "Expeditionen statt Definitionen" und findet, dass sie damit dem Denken Benjamins durchaus gerecht werden. Er lobt, dass die Autoren "das ganze Spektrum" an Begriffen abdecken und selbst fehlende Stichwörter wie die Melancholie in anderen Begriffsuntersuchungen "durchschimmern". Nur ausnahmsweise findet Hammerthaler "autistisch geschraubte Sätze", wie z. B. bei den Ausführungen Josef Fürnkäs` zur Aura, einem Schlüsselbegriff Benjamins. Insgesamt aber überwiegt der positive Eindruck, und er preist die Autoren für ihre Bereitschaft, sich auf "Benjamins eigenes Abenteuer" einzulassen, indem sie das Schwebende und schwer fassbare seiner Begriffe herausarbeiten.

© Perlentaucher Medien GmbH
Michael Opitz, 1953 in Berlin geboren. Literaturwissenschaftler und Publizist, Dozent am IES-Berlin.
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