Bekenntnisse eines Säuglings - Schlenz, Kester

Kester Schlenz 

Bekenntnisse eines Säuglings

Illustr. v. Rattelschneck
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Bekenntnisse eines Säuglings

HIER KOMMT RUDI - UND KRIEGT JEDE MENGE AUFMERKSAMKEIT
Endlich erfahren wir, was wirklich vorgeht in Baby-Köpfen, dem Säugling Rudi sei Dank: Er lüftet das Geheimnis. Kester Schlenz reicht die schonungslosen Bekenntnisse des überaus sprachbegabten Jungautors an uns weiter. Rudi berichtet von der Geburt bis zum ersten Geburtstag: Wie er vom Wickeltisch fällt, den kalten Entzug beim Abstillen durchmacht, sich beim Füttern total einsaut und beim Laufen-Lernen immer wieder auf die Nase fällt. Nichts wird ausgelassen - ob Schnuller-Sucht, Blasenschwäche, Busen-Fetischismus, die Lust an vollen Windeln oder das Tabu-Thema "Gewalt in der Krabbelgruppe". Ein überaus amüsantes Buch, bei dessen Lektüre dem Leser so einiges klar wird.
Das ideale Geschenkbuch für alle, die selbst mal ein Säugling waren.


Produktinformation

  • Verlag: Mosaik
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 143 S. m. Cartoons.
  • Seitenzahl: 144
  • Mosaik bei Goldmann
  • Deutsch
  • Abmessung: 183mm x 121mm x 18mm
  • Gewicht: 182g
  • ISBN-13: 9783442391004
  • ISBN-10: 3442391008
  • Best.Nr.: 20761838
"Ein Muss für alle Eltern, weil allein schon die Illustrationen von Rattelschneck riesig Spaß machen." Thüringische Landeszeitung

"Ein Muss für alle Eltern, weil allein schon die Illustrationen von Rattelschneck riesig Spaß machen."

"Ein Muss für alle Eltern, weil allein schon die Illustrationen von Rattelschneck riesig Spaß machen."
Kester Schlenz, geboren 1958, ist Autor zahlreicher erfolgreicher Väter- und Kinderbücher. Er studierte Sprachwissenschaften und Psychologie und arbeitet als Kultur-Ressortleiter beim "Stern". Schlenz ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Leseprobe zu "Bekenntnisse eines Säuglings" von Kester Schlenz

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Leseprobe zu "Bekenntnisse eines Säuglings" von Kester Schlenz

Horror-Pumpe (S. 68-69)

Ich weiß jetzt, warum Leute später Horror- oder Science-Fiction-Filme drehen. Wahrscheinlich hat einer wie Stephen Spielberg etwas Ähnliches in frühester Kindheit erlebt wie ich und das dann später künstlerisch verarbeitet. Ich meine diese Sache damals, als sie Mama an dieses Gerät angeschlossen haben. Wie in »Matrix«. Mami musste ihren Busen frei machen, und da kam dann so eine Glocke drauf, und dann waren da Schläuche und Kabel dran. Man hörte pumpende Geräusche, und die Milch aus der Brust lief durch die Glocke und die Schläuche in eine Flasche. Es war grauenhaft. Sie stahlen meine Milch.

Sie saugten meine Mutter aus. Sie wollten mich fertigmachen. Und dann waren Mama und Papa abends weg, und eine fremde, junge Frau von einem anderen Planeten gab mir die Milch aus eben dieser Flasche. Sie wollten mich damit sicher nur ruhig stellen und mich mit fremden Einzellern infizieren. Aber der Hunger war stärker. Ich trank vom Schierlingsbecher, und am nächsten Morgen taten meine Eltern, als ob nichts gewesen wäre. Die perfekte Verschwörung!

Das Zeigefinger-Mysterium

Schon früh in meinem ereignisreichen Leben wunderte ich mich über eine offensichtlich zwanghafte Handlung beider Elternteile.

Manchmal, wenn ich meinen Teddy aus dem Bett warf oder sonst irgendetwas machte, was Ihnen nicht gefiel – also dann machten sie auf einmal große Augen, lächelten, hoben den Zeigefinger und wedelten damit vor meinem Gesicht herum. Dazu riefen sie eine Art Mantra. Das klang so: »Dududu!« Was zum Teufel sollte das? Sollte ich mich mit ihrem Zeigefinger identifizieren? Erwarteten Sie ein Lob für eine eventuelle Maniküre? Sollte ich einen Popel bestaunen? Wollten Sie überprüfen, ob meine Pupillen dem vorbeihuschenden Finger folgten? Und warum wiederholten sie andauernd »Dududu«? Mir war schon klar, dass ich da vor ihnen in meinem Bettchen lag. Das musste nicht andauernd in dreifacher Ausfertigung wiederholt werden. Manchmal waren mir meine Alten echt ein Rätsel.

Gneis

Neulich waren wir beim Kinderarzt. Andere Kinder sollen ja Angst vor diesen wichtigen Menschen haben. Aber nicht euer Rudi. Kein Problem mit Impfen und all diesem Zeugs. Verstopfung fand ich viel schlimmer. Einmal ärgerte ich mich allerdings ziemlich beim Kinderarzt. Das war, als er zwischen meinen Haaren herumfuhrwerkte, dann an meiner Kopfhaut kratzte, meine Mutter ansah und mit lauter Stimme sagte: »Ihr Sohn hat Gneis.« Meine Mutter stutzte. »Er hat was?«, fragte sie zu Recht. »Gneis«, antworte der Doc ungerührt noch einmal, hub dann aber zu einer Erklärung an. Dies seien verhärtete Hautschuppen, die eine Art festen Belag auf der Kopfhaut bildeten. Ich hätte kotzen können.

Verhärtete Hautschuppen! Belag! Ich war ein süßes Baby von gerade vier Monaten und dann so was. Gneis! Wie das schon klang! Voll eklig. Wie eine Tropenkrankheit, die man sich in unsauberen Hotels einfängt. Ich sah schon den Text in Mamas Tagebuch vor mir: »Heute haben wir erfahren, dass Rudi Gneis hat. Wir müssen jetzt alle sehr tapfer ein.« Aber stattdessen fragte sie den Doc ganz nüchtern: »Und was kann man da machen?«

Kundenbewertungen zu "Bekenntnisse eines Säuglings" von "Kester Schlenz"

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Bewertung von Braun aus Wörth am 23.07.2008 ***** ausgezeichnet
Unser Baby ist 7 Wochen alt- bei den Parallelen zu Rudi´s Beschreibungen haben mein Mann und ich Tränen gelacht!!! Nur zu gerne lese ich unserem Besuch daraus vor, damit auch "Nicht-Eltern" unseren Filius besser verstehen. Ein Prima Geschenk für frisch gebackene Eltern, Großeltern oder Hebammen...

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