Bekenntnisse eines jungen Schriftstellers - Eco, Umberto

Umberto Eco 

Bekenntnisse eines jungen Schriftstellers

Richard Ellmann Lectures in Modern Literature (Vorlesungen)

Übersetzung: Kroeber, Burkhart
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Bekenntnisse eines jungen Schriftstellers

Sein erster Roman "Der Name der Rose" wurde ein Welterfolg. Jetzt, vor seinem achtzigsten Geburtstag, blickt Umberto Eco zurück auf seine Karriere als Theoretiker und Romancier. Warum sind wir zu Tränen gerührt vom Unglück einer Figur? In welchem Sinne "existieren" Anna Karenina, Gregor Samsa und Leopold Bloom? Auf seiner Reise zu den eigenen kreativen Methoden erzählt Eco, wie er seine Romane geschrieben hat: Am Anfang stehen Szenen und Bilder, dann eine Epoche, ein Ort, eine Stimme. Zugleich Mittelalterforscher, Philosoph und Experte für moderne Literatur, beeindruckt Eco vor allem, wenn er sich den Wurzeln der Geschichte zuwendet. Der "junge Schriftsteller" ist heute ein Meister, der über die Kunst des Romans und die Kraft der Worte aus langer Erfahrung spricht.


Produktinformation

  • Verlag: Hanser
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 204 S.
  • Seitenzahl: 208
  • Best.Nr. des Verlages: 505/23762
  • Deutsch
  • Abmessung: 440mm x 360mm x 23mm
  • Gewicht: 336g
  • ISBN-13: 9783446237629
  • ISBN-10: 3446237623
  • Best.Nr.: 33336004
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 05.01.2012

Der Zeichenmeister aus Alessandria

Er hat das historische Erzählen über sich selbst aufgeklärt: Zu seinem achtzigsten Geburtstag erinnert sich der große Umberto Eco an seine Anfänge.

Fangen wir ganz von vorn an. Da wächst ein Junge, ein Buchhaltersohn, in dem norditalienischen Provinzstädtchen Alessandria auf, erlebt die Partisanenkämpfe und das Ende des Zweiten Weltkriegs, liest Abenteuer- und Detektivromane, schreibt Gedichte, wird Mitglied der Katholischen Jugend, studiert Philosophie und Literaturgeschichte und promoviert über die Ästhetik des Scholastikers Thomas von Aquin. Was will der junge Mann wohl werden, Schriftsteller, Literaturprofessor? Nein, er nimmt an einem concorso pubblico, einem Job-Wettbewerb des italienischen Fernsehens, teil und gewinnt eine Stelle als Kulturredakteur. Nach fünf Jahren, um einige mediale Erfahrungen reicher, steigt er aus und geht als Lektor zu einem großen Verlag. Beginnt er jetzt etwa zu schreiben? Keineswegs; er publiziert Kolumnen, Kommentare und eine moderne Kunsttheorie: "Das offene Kunstwerk".

In den folgenden Jahren zieht der Mann aus Alessandria als freier Professor für Ästhetik und …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Andreas Kilb würdigt zu seinem heutigen achtzigsten Geburtstag den italienischen Semiotik-Professor, Literaturwissenschaftler und Bestsellerautor Umberto Eco in einer großen Hommage. In seiner Rekapitulation durch dessen Werdegang orientiert sich der Rezensent an seiner vor drei Jahren in Georgia gehaltenen Vorlesungsreihe, die nun in deutscher Übersetzung vorliegt. Denn hier kann man nachlesen, was Ecos Literaturschaffen antreibt: zum einen Erinnerungen und Lektüreerfahrungen aus der Kindheit, zum anderen sein während seiner verschlungenen beruflichen Entwicklung angehäuftes "immenses Wissen der Welt", das sich in seinen so erfolgreichen Werken niederschlägt, erfahren wir. Deshalb sei der Autor so erfolgreich und ihm gebühre zudem das Verdienst, den historischen Roman aus den literarischen Niederungen hervorgeholt und zu neuer Blüte verholfen zu haben, so Kilb emphatisch.

© Perlentaucher Medien GmbH
Umberto Eco, geboren 1932 in Alessandria, lebt heute in Mailand. Er studierte Pädagogik und Philosophie und promovierte 1954 an der Universität Turin. Anschließend arbeitete er beim Italienischen Fernsehen und war als freier Dozent für Ästhetik und visuelle Kommunikation in Turin, Mailand und Florenz tätig. Seit 1971 unterrichtet er Semiotik in Bologna. Eco erhielt neben zahlreichen Auszeichnungen den "Premio Strega" (1981) und wurde 1988 zum Ehrendoktor der Pariser Sorbonne ernannt.
Er verfasste zahlreiche Schriften zur Theorie und Praxis der Zeichen, der Literatur, der Kunst und nicht zuletzt der Ästhetik des Mittelalters. Seine Romane "Der Name der Rose" und "Das Foucaultsche Pendel" sind Welterfolge geworden.
2011 wurde Umberto Eco mit dem "Premio Pavese" ausgezeichnet.

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