Batmans Schönheit - Steinfest, Heinrich

Heinrich Steinfest 

Batmans Schönheit

Chengs letzter Fall. Originalausgabe

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Batmans Schönheit

Markus Cheng hat das Detektivgeschäft aufgegeben. Und zwar wirklich. Er ist jetzt im Familiengeschäft, lebt zufrieden mit Frau und Stieftochter. Als die fünfzehnjährige Lena ein Haustier will, überrascht Cheng sie mit einer Packung Krebse. Genauer gesagt, Urzeitkrebse, die es als »Mitbring-Experiment« zu kaufen gibt. Ein kleiner, zylindrischer Behälter, abgekochtes Leitungswasser, Meersalz - und hinein mit den Salzkrebs-Eiern. Bald darauf zucken Larven durchs Wasser und verwandeln sich in helle, durchscheinende Krebstiere. Allerdings sind ein paar Wochen später alle tot - bis auf einen, den Cheng in alter Verbundenheit Batman tauft und dessen Langlebigkeit mysteriöse Ausmaße annimmt. Doch auch bei den Menschen wird gestorben. Wiener Schauspieler, die man mit einer norwegischen Briefmarke auf der Zunge tot auffindet. Ein Fall, um den der Krebszüchter Cheng sich in keiner Weise zu kümmern gedenkt. Leider aber kümmert sich der Fall sehr bald um ihn. Am Ende wird Cheng begreifen, daß er nicht der ist, der er zu sein meint.


Produktinformation

  • Verlag: Piper
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 269 S.
  • Seitenzahl: 269
  • Serie Piper Bd.5764
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 120mm x 20mm
  • Gewicht: 262g
  • ISBN-13: 9783492257640
  • ISBN-10: 349225764X
  • Best.Nr.: 26251403

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Silvia Staude liest Heinrich Steinfests Roman "Batmans Schönheit" weniger der Handlung wegen: Wie in allen anderen Steinfest-Krimis sei die nämlich auch wieder reichlich verworren und surreal. Detektiv Chengs letzter Fall - er soll einem Künstler namens Red helfen, der glaubt, nächstes Opfer seines früheren Chefs zu werden - wird denn auch begleitet von Salzkrebschen mit Superkraft und unglaublich dünnen Buchhandlungsbesitzern. Aber zusammen mit Steinfests Beobachtungsgabe, seinen "messerscharfen Formulierungen" und einer "hinreißenden Ironie" mache das Ganze doch sehr viel Spaß, findet die Rezensentin.

© Perlentaucher Medien GmbH

kulturnews - RezensionBesprechung
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(c) bunkverlag
Heinrich Steinfests Lektorin schwört: Was der Ex-Wiener und Wahl-Stuttgarter abliefert, ist perfekt. Nicht mal Tippfehler seien da drin. Und dann schreibt der Autor, der für fast jedes seiner Bücher den deutschen Krimipreis einheimste, auch noch ein Buch pro Jahr. Da muss man einfach zu dem Schluss kommen: Steinfest ist nicht von dieser Welt - seine Geschichten sind es schließlich auch irgendwie nicht. Was mit skurrilen, aber realen Morden beginnt, verlässt schnell die Ebene des Krimis und wird surreal, philosophisch-hintersinnig, gar mystisch. In "Gewitter über Pluto" waren es Außerirdische. Welche überirdischen Wesen in "Batmans Schönheit" hinter den Rätseln stecken, soll hier nicht verraten werden, nur soviel: Losgetreten wird der Fall, für den der einarmige Detektiv Cheng eher unfreiwillig noch mal aus dem Ruhestand zurückkehrt, von einer Mordserie an Wiener Schauspielern, bei denen die Opfer mit einer höchst seltenen Briefmarke quasi frankiert wurden. Typisch für Steinfest ist das kleine Manko, dass man lose Fäden und auch sonst einige Wendungen hinnehmen muss, die einen ratlos hinterlassen. Die Hörbuchversion trumpft aber, wie es auch schon Tradition für Steinfest ist, mit dem kongenialen Dietmar Mues auf, der die Höhenflüge des Autors mit seiner Stimme fantastisch zu erden weiß. Diesem Dreamteam sieht man dann sogar ein paar logische Löcher nach. (kab)

"Kryptosurrealistisches Mentaltraining." Die Welt "Sag einer, was er will: Heinrich Steinfest ist einer der großen deutschsprachigen Schriftsteller." Hamburger Abendblatt "Es sind auch die Petitessen, die Steinfests Krimis schlichtweg gut lesbar machen, um ein Lieblingswort des Autors zu zitieren." Neue Zürcher Zeitung "Die deutsche Kritik zeigt sich begeistert, und unsere Rezensentin ist es auch." Hessischer Rundfunk "Seit einiger Zeit verhalten sich Steinfest Krimis zur Kriminalliteratur wie die Amtskirche zur realen Erscheinung eines Engels mitten im 21. Jahrhundert. Steinfest traut sich mehr und mehr, in die scheinbar ganz und gar profane Welt des Kriminalromans phantastische Elemente einzubauen. ( ) Denn Steinfest erzählt all diese Absonderlichkeiten mit der Akkuratesse des kalten Krimiautors. ( ) Heinrich Steinfest spielt in diesem Roman den kleinen Erzählgott. Er zaubert wunderbar abstruse Handlungsstränge auf die Seiten, bloß um sie plötzlich abbrechen und den Roman in einer langen Rückblende auslaufen zu lassen, die selbst wieder fulminant und mit Anklängen an den heiligen Edgar Allen Poe erzählt wird, dann aber nicht wirklich mit dem Restkrimi in Übereinstimmung zu bringen ist. Selten so gestaunt. All das ist nicht etwa Achtlosigkeit, sondern DIE furiose Demonstration eines Erzählens, die sich alles leisten kann und sich auch alles leistet. ( ) Wenn Gott erzählen könnte, dann könnte er vielleicht Heinrich Steinfest heißen." Bayern 2 "Batmans Schönheit bereitet großen Lesespaß. Dafür sorgen schräge Typen und noch schrägere Sprachbilder, Steinfests humorig-hintergründiger Ton und seine wunderbaren Ausflüge ins Alltagsphilosophische, in denen zum Beispiel die Bösartigkeit von Designermöbeln erörtert wird." Brigitte "Dieser literarische Krimi hält, was der Name verspricht: Er ist außergewöhnlich und spannend gleichermaßen. Steinfest gelingt wieder einmal eine überraschende Geschichte." Bücher

»Kryptosurrealistisches Mentaltraining.« Die Welt »Sag einer, was er will: Heinrich Steinfest ist einer der großen deutschsprachigen Schriftsteller.« Hamburger Abendblatt »Es sind auch die Petitessen, die Steinfests Krimis schlichtweg gut lesbar machen, um ein Lieblingswort des Autors zu zitieren.« Neue Zürcher Zeitung »Die deutsche Kritik zeigt sich begeistert, und unsere Rezensentin ist es auch.« Hessischer Rundfunk »Seit einiger Zeit verhalten sich Steinfest Krimis zur Kriminalliteratur wie die Amtskirche zur realen Erscheinung eines Engels mitten im 21. Jahrhundert. Steinfest traut sich mehr und mehr, in die scheinbar ganz und gar profane Welt des Kriminalromans phantastische Elemente einzubauen. (...) Denn Steinfest erzählt all diese Absonderlichkeiten mit der Akkuratesse des kalten Krimiautors. (...) Heinrich Steinfest spielt in diesem Roman den kleinen Erzählgott. Er zaubert wunderbar abstruse Handlungsstränge auf die Seiten, bloß um sie plötzlich abbrechen und den Roman in einer langen Rückblende auslaufen zu lassen, die selbst wieder fulminant und mit Anklängen an den heiligen Edgar Allen Poe erzählt wird, dann aber nicht wirklich mit dem Restkrimi in Übereinstimmung zu bringen ist. Selten so gestaunt. All das ist nicht etwa Achtlosigkeit, sondern DIE furiose Demonstration eines Erzählens, die sich alles leisten kann und sich auch alles leistet. (...) Wenn Gott erzählen könnte, dann könnte er vielleicht Heinrich Steinfest heißen.« Bayern 2 »Batmans Schönheit bereitet großen Lesespaß. Dafür sorgen schräge Typen und noch schrägere Sprachbilder, Steinfests humorig-hintergründiger Ton und seine wunderbaren Ausflüge ins Alltagsphilosophische, in denen zum Beispiel die Bösartigkeit von Designermöbeln erörtert wird.« Brigitte »Dieser literarische Krimi hält, was der Name verspricht: Er ist außergewöhnlich und spannend gleichermaßen. Steinfest gelingt wieder einmal eine überraschende Geschichte.« Bücher
Heinrich Steinfest, geb. 1961. Albury, Wien, Stuttgart das sind die Lebensstationen des erklärten Nesthockers und preisgekrönten Kriminalautors, welcher den einarmigen Detektiv Cheng erfand. Er wurde mehrfach mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet, erhielt den Stuttgarter Krimipreis 2009 und den Heimito-von-Doderer-Preis.

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