Ehrenbürger von Bremerhaven, Helmut Schmidt, Adolf Butenandt, Hermann Henrich Meier, Wilhelm Kaisen, Otto von Bismarck als Ehrenbürger, Heinrich von Stephan, Liste der Ehrenbürger von Bremerhaven, Karl H
Quelle: Wikipedia. Seiten: 41. Kapitel: Ehrenbürger von
Bremerhaven, Helmut Schmidt, Adolf Butenandt, Hermann Henrich
Meier, Wilhelm Kaisen, Otto von Bismarck als Ehrenbürger, Heinrich
von Stephan, Liste der Ehrenbürger von Bremerhaven, Karl Heinrich
von Boetticher, Gerhard van Heukelum, Karl Ehlerding, Georg
Seebeck, Jeanette-Schocken-Preis. Auszug: Carl Wilhelm Kaisen ( 22.
Mai 1887 in Hamburg; 19. Dezember 1979 in Bremen) war ein deutscher
Politiker der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD). Von
1920 bis 1928 sowie 1933 war er Mitglied der Bremischen
Bürgerschaft. Zwischen 1928 und 1933 bekleidete er das Amt des
Senators für Wohlfahrtswesen in Bremen. Die Zeit des
Nationalsozialismus in Bremen verbrachte er mit seiner Familie als
Landwirt im heutigen Bremer Stadtteil Borgfeld, damals noch eine
ländliche Gemeinde. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs beriefen
ihn die Vertreter der amerikanischen Besatzungsmacht erneut in den
Senat. Sie beförderten ihn kurz darauf zu dessen Präsidenten und
damit zum Bremer Bürgermeister. Kaisen prägte den politischen und
wirtschaftlichen Wiederaufbau der Hansestadt bis zu seinem
Ausscheiden aus dem Senat im Jahr 1965 entscheidend. Er plädierte
für die Westintegration der Bundesrepublik Deutschland und die
europäische Einigung. Innerhalb der SPD vertrat er damit öffentlich
Positionen, die bis Ende der 1950er Jahre deutlich von der
ablehnenden Haltung des SPD-Parteivorstands abwichen. Kaisen gilt
in Bremen als Symbol des Wiederaufbaus nach 1945. Wilhelm Kaisen
Wilhelm Kaisen (links) mit Eltern und Geschwistern um 1900Wilhelm
Kaisen wurde in Hamburg-Eppendorf als zweites von fünf Kindern
geboren. Sein Vater Henrik (Hinrich) war gelernter Maurer,
arbeitete später jedoch als Fabrikarbeiter. Seine Mutter Minna,
geborene Janzen, war als Tochter eines Gutsverwalters im Kreis
Pinneberg geboren worden und lebte wie ihr Ehemann schon einige
Jahre in Hamburg. Die Familie zog vor der Choleraepidemie von 1892
aus dem Arbeiterquartier Eppendorf in das noch ländlich geprägte
Hamburg-Alsterdorf. Weil der Vater als Bauarbeiter insbesondere im
Winter häufig arbeitslos war, trugen Ehefrau und Kinder zum
Familieneinkommen bei. Zu den wichtigsten Kindheitserinnerungen
Kaisens gehörte die Wertschätzung von Arbeit, die den
Lebensunterhalt sicherstellte. Zugleich schätzte er den familiären
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