Ausgrenzung, Vertreibung, Völkermord - Benz, Wolfgang

Wolfgang Benz 

Ausgrenzung, Vertreibung, Völkermord

Genozid im 20. Jahrhundert

Broschiertes Buch
 
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Ausgrenzung, Vertreibung, Völkermord

"Das 20. Jahrhundert war ohne Zweifel das mörderischste von allen, über die wir Aufzeichnungen besitzen." Eric Hobsbawm

Die Geschichte des 20. Jahrhunderts ist von Extremen geprägt, von gezieltem Massenmord und massenhafter Vertreibung, wie sie bis dahin in der Geschichte nicht vorgekommen waren. Wolfgang Benz untersucht die ideologischen Grundlagen von Rassenhass, Völkerfeindschaft und insbesondere Antisemitismus und beleuchtet Entwicklung und Folgen von "Ethnischer Säuberung" und Vernichtungskrieg.
Die brutale Niederschlagung des "Herero-Aufstandes" 1904-1908/09, der Mord an den Armeniern 1920/21, der Genozid an Sinti und Roma sowie der Holocaust bilden die Schwerpunkte. Der Heimatverlust vieler Millionen wird an der erzwungenen Emigration europäischer Juden und an Flucht und Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg dargestellt. Den Abschluss bilden die "ethnischen Säuberungen" auf dem Balkan in den neunziger Jahren.


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 189 S.
  • Seitenzahl: 189
  • dtv Taschenbücher Bd.34370
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 125mm x 12mm
  • Gewicht: 174g
  • ISBN-13: 9783423343701
  • ISBN-10: 3423343702
  • Best.Nr.: 20837693

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Überzeugend findet Robert Stockhammer diesen Band mit Aufsätzen zum Thema Genozid, den Wolgang Benz vorgelegt hat. Das Buch verdeutlicht für ihn, dass vergleichende Genozid-Forschung nicht auf eine Relativierung des Holocaust hinauslaufen muss. Manche der gewaltsamen Ereignisse des 20. Jahrhunderts sehe Benz im Rahmen der klassischen Definition des Genozids durch eine UN-Resolution von 1948, andere diskutiere er als Grenzfälle. Dabei unterstreicht Stockhammer, dass Benz ausdrücklich keine Typologie der Genozide entwickelt. Einen wichtigen Akzent der Aufsätze sieht er zudem in Benz' Beschäftigung mit der Rezeptionsgeschichte von Völkermorden.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Kaum mag man glauben, dass all das Schreckliche, das Benz in seinem Werk verzeichnet, sich im Zeitraum von bloß 100 Jahren zugetragen hat, doch es ist nichts als nackte Realität. Ist der Mensch fähig, aus der Geschichte zu lernen? Der Autor zieht am Ende seines Buches das pssimistische Resümee: Die historische Bilanz des 20. Jahrhunderts, das revolutionären technischen Fortschritt gebracht hat, ist verheerend, wenn man nach ethischen und humanitären Fortschritten sucht, die dem Völkermord an den Juden als Jahrhundertverbrechen hätten folgen müssen. ... Die Lektüre des Büchleins lohnt sich ganz gewiss. Es ist klar geschrieben, vom Bemühen um historische Exaktheit gekennzeichnet und gerade deswegen auch darauf angelegt, keinen genozidalen Vorgang zu übersehen oder aus irgendwelchen Vorurteilen oder Verschiedenheiten heraus wegzuinterpretieren."<br />Die Tagespost 17.11.2007 <br />
Wolfgang Benz, Jahrgang 1941, ist Mitgründer und Mitherausgeber der Dachauer Hefte und war von 1969 bis 1990 Mitarbeiter des Instituts für Zeitgeschichte in München. Seit 1990 arbeitet er als Professor an der Technischen Universität Berlin und ist Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung. Wolfgang Benz erhielt 1992 den Geschwister-Scholl-Preis.

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