Geboren wurde Andras Eschbach 1959 in Ulm. Nach 25 Jahren in Stuttgart lebt er seit 2003 mit seiner Frau in der Bretagne. Eine typische Schriftstellerkarriere hat er nicht gerade durchlaufen, auch wenn er schon früh, im 12. Lebensjahr, mit dem Schreiben begonnen hat. Die Stationen seines Lebens:
- Studium der Luft- und Raumfahrttechnik
- Arbeit als Softwareentwickler sowie als Geschäftsführer einer EDV-Beratungsfirma
- Stipendiat der Arno-Schmidt-Stiftung
- 1995 erscheint sein erster Roman "Die Haarteppichknüpfer", es folgen u.a. "Das Jesus Video" und "Eine Billion Dollar".
Exklusiv für buecher.de hat Andreas Eschbach unseren Fragebogen
"22 Fragen an ..." beantwortet.
Das Schönste am Schreiben ist, dass...
... ich für das Ergebnis allein die Verantwortung trage. Und zwar sowohl für das, was gelungen ist, wie auch für das, was misslungen ist.
Gute Einfälle habe ich...
... oft dann, wenn ich es am wenigsten erwarte. Deswegen achte ich darauf, stets etwas zum Notieren bei mir zu haben.
Wenn ich mal nicht weiterkomme...
... dann mache ich mir deswegen keine Sorgen. Bis jetzt ist mir jedes Mal etwas eingefallen.
Ein Text, den ich auswendig kenne...
... darf nicht länger sein als ein Passwort. Alles, was länger ist, verändert sich in meinem Gedächtnis fortwährend.
Ich möchte gerne schreiben...
... bis zum letzten Tag meines Lebens.
Ich lese niemals Bücher von...
... Autoren, denen nichts anderes einfällt, als über hyperintelligente psychopathische Serienkiller zu schreiben: Das sind keine Bücher, das ist Seelenverschmutzung!
Bei "Kindheit" denke ich an...
... Wiesen, Wälder und Freunde, mit denen man auf Abenteuersuche ging.
Meine Eltern ...
... haben sich oft viel zu viele Sorgen gemacht.
Geld ...
... ist nicht das Ziel des Lebens, aber es hilft einem, es so zu leben, wie man möchte.
Im Urlaub...
... kann man tun, was man will: Nach dieser Definition habe ich praktisch immer Urlaub.
Meine größte Stärke ...
... ist ganz sicher nicht die Buchhaltung.
Ich habe Angst davor...
... zu verraten, wovor ich Angst habe.
In meinem Lieblingstraum...
... herrscht Frieden auf Erden, ohne das die Menschen sich deswegen langweilen.
Gott...
... muss einen seltsamen Humor haben.
Ich würde nicht antworten, wenn Sie wissen wollten...
... worauf ich nicht antworten würde.
Wäre ich Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika...
... käme ich nicht mehr zum Schreiben. Nein, da wäre ich entschieden fehl am Platz.
Meine größte politische Sorge...
... ist, dass die Europäische Union wieder zerfallen könnte.
Könnte ich durch die Zeit reisen...
... würde ich jede Menge Unsinn anstellen.
In 50 Jahren wird die Menschheit...
... auch nicht besser sein als heute.
In zehn Jahren werde ich...
... hoffentlich immer noch Leser finden.
Nur wenige Schriftsteller haben wohl einen ähnlichen beruflichen Hintergrund wie Sie: Sie studierten Luft- und Raumfahrttechnik und haben danach als Softwareentwickler gearbeitet. Wann haben Sie sich entschieden, das Schreiben zu Ihrem Beruf zu machen?
Nur noch zu schreiben und davon leben zu können, war von jeher mein Traum. Ich habe nur deswegen studiert und anderes gearbeitet, weil mir jeder gesagt hat, vom Schreiben könne man nicht leben. Letztendlich war das nur ein Umweg.
Entwickeln sich Ihre Geschichten erst langsam während der Arbeit an einem Buch, oder haben Sie von Beginn an die Grundzüge des Plots im Kopf?
Ich beginne immer mit zumindest einer groben Vorstellung davon, wie die Geschichte laufen soll. Und ich lasse mich dann überraschen, wie sie sich während des Schreibens verändert.






















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