Das Bistum Würzburg hatte wie die katholische Kirche insgesamt das
NS-Regime innerlich gefestigt überstanden. Der Amtsantritt des
jungen Julius Döpfner 1948 verstärkte noch den Eifer, über den
äußeren Wiederaufbau hinaus einer orientierungslosen Gesellschaft
den Glauben zurückzubringen.
Doch diese Aufbruchstimmung konnte immer weniger die Probleme
verbergen, die sich im Umgang mit einer veränderten Gesellschaft
zeigten. Dies betraf den innerkirchlichen Bereich ebenso wie den
öffentlichen, zum Beispiel in der Diskussion um
konfessionsverschiedene Ehen oder um Moralfragen.
Das Buch will den gegenwärtigen Wissensstand über die wesentlichen
Ereignisse und Entwicklungen im Bistum Würzburg vor dem Zweiten
Vatikanischen Konzil zusammenfassen, die Forschungs- und
Quellensituation reflektieren und damit die weitere Diskussion über
dieses Thema anregen.
Prof. Dr. Johannes Merz stammt selbst aus Hammelburg. Seit 2003 leitet er Archiv und Bibliothek des Bistums Würzburg und ist daneben ehrenamtlich als Professor für mittelalterliche und neuzeitliche Geschichte an der Universität München tätig.
Ein Marktplatz-Angebot für "Aufbrüche und Kontroversen" für EUR 11,00