Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, 7 Bde. - Proust, Marcel

Marcel Proust 

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, 7 Bde.

Unterwegs zu Swann; Im Schatten junger Mädchenblüte; Guermantes; Sodom und Gomorrha; Die Gefangene; Die Flüchtige; Die wiedergefundene Zeit

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Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, 7 Bde.

Es ist das monumentalste Romanwerk des 20. Jahrhunderts und längst ein Mythos der Moderne: Marcel Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Ein literarisches Universum, Spiegel der Welt und der Literatur. Luzius Kellers Revision der Übersetzung von Eva Rechel-Mertens und sein Kommentar öffnen zum ersten Mal den Weg zu Proust so, wie sein Rang es verlangt.
Die einmalige Sonderausgabe der Recherche in der Textfassung der Frankfurter Ausgabe umfaßt sieben Bände und über 5000 Seiten und bietet erneut eine kostbare Möglichkeit: die des unschätzbaren Glücks, Marcel Proust zu lesen. Wer sie nicht ergreift, dem ist nicht zu helfen. Jochen Schimmang
Band 1: Unterwegs zu Swann
Band 2: Im Schatten junger Mädchenblüte
Band 3: Guermantes
Band 4: Sodom und Gomorrha
Band 5: Die Gefangene
Band 6: Die Flüchtige
Band 7: Die wiedergefundene Zeit


Produktinformation

  • Verlag: Suhrkamp
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 5280 S.
  • Seitenzahl: 5280
  • Deutsch
  • Abmessung: 186mm x 187mm x 109mm
  • Gewicht: 2802g
  • ISBN-13: 9783518421017
  • ISBN-10: 3518421018
  • Best.Nr.: 25550350
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 24.08.2010

Ewigkeitswert für einen Augenblick
Das Hörbuch: Es ist vollbracht – Peter Matic hat Marcel Prousts „Die wiedergefundene Zeit“ eingelesen
Weil alles seine Zeit hat, kommt nun auch diese an ihr Ende. Nach 9380 Minuten, festgehalten auf 128 CDs, nach 156 Stunden und 20 Minuten also oder sechseinhalb ununterbrochenen Tagen, mündet die erste komplette Lesung der „Recherche du temps perdu“ in das Wort, mit dem alles begann, das Wort namens Zeit. Diese und der Weltkrieg, der Erzähler und der Baron von Charlus sind die vier Hauptdarsteller des letzten, ausreichend monumentalen Teils „Die wiedergefundene Zeit“. Peter Matic liest ihn mit derselben noblen Geschmeidigkeit, derselben zurückhaltenden, leicht austriakisch eingefärbten Akkuratesse, die bereits während der 137 Stunden zuvor die „Landschaften unseres Lebens“ und deren innere Geographie plastisch auferstehen ließen.
Wie bannt man das Ich, wie fasst man die Zeit? Marcel Proust schichtet das Thema der „Recherche“ hier neu ineinander, greift sämtliche Themen und Tonlagen noch einmal auf, um sie in einem letzten Entschluss aufzuheben. Der bisher nicht durch sein Agieren, sondern sein …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.12.2001

Er schrieb nicht für die Philologen
"Die Flüchtige": Was an der neuen Proust-Ausgabe preisenswert ist - und was das Glück des Lesers stört / Von Paul Ingendaay

Wenn der Leser "Die Flüchtige" aufschlägt, liegen innerhalb dieser schön gemachten, zu 97 bis 98 Prozent gelungenen Ausgabe der "Recherche" fünf Bände hinter ihm, von denen es der dickste, Band drei ("Guermantes"), auf 835 Seiten Text bringt, einschließlich Kommentarteil sogar auf 999 Seiten. Zusammen ergeben die fünf Bände etwa 3600 Seiten puren Proust, und nun kommen also mit dem sechsten Band 425 weitere Seiten hinzu. Zuviel das alles, um sich bei der Vorgeschichte aufzuhalten.

"Die Flüchtige" (La Fugitive) setzt ein mit den Zeilen: ",Mademoiselle Albertine ist fort!' Um wieviel psychologischer als die Psychologie ist doch das Leiden!" Es gibt einige sehr schöne Anfänge in den sieben Binnenromanen oder Romanabteilungen der "Suche nach der verlorenen Zeit", fast immer sind es ruhige, poetische, von Stimmungen und Tageszeiten beseelte; dieser ist von allen der schnellste und sehnigste. Er ruft sein Programm, die Leidensanalyse, sofort in die Welt. Diese Unmittelbarkeit, als …

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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Die nun vollständig vorliegende Frankfurter Ausgabe des Proustschen Meisterwerkes war ganz sicher kein risikoloses Unterfangen, meint der Rezensent Karlheinz Stierle, denn hierbei handelt es sich nicht um eine Neuübersetzung, sondern um eine vom Romanisten Luzius Keller revidierte Fassung der Erstübersetzung von Eva Rechel-Mertens. Doch obwohl die Temperamente der beiden Übersetzer nach Meinung des Rezensenten "unterschiedlicher nicht sein könnten", ist das Ergebnis herausragend. Keller sei es gelungen, Prousts "intellektuelle Konzision" zu erfassen. Er stelle in "unerbittlicher Genauigkeit" die von Rechel-Mertens etwas verwischte "semantische und syntaktische Bestimmtheit, aber auch die Prägnanz des Tempusreliefs" wieder her, mit einer "Lakonik", die fast scheine, Proust übertreffen zu wollen. Anhand von einigen Beispielen erläutert der Rezensent das Kellersche Vorgehen, unter anderem die Übersetzung von "La Fugitive" als "Die Flüchtige", die den auch zeitlichen Bezügen gerechter werde als Rechel-Mertens' "Die Entflohene". Auch den Einfluss des Husserlschen Denkens auf Prousts Werk habe Keller spürbarer gemacht. Allerdings bemängelt Stierle die etwas zu positivistisch und phänomenologisch geprägten Kommentare, die dem Leser gerade in kulturspezifischen Fragen nicht wirklich weiter helfen. Doch "seien wir nicht undankbar", schließt der Rezensent. Diese Übersetzung, dessen ist er sich sicher, wird "für lange Zeit maßgeblich bleiben".

© Perlentaucher Medien GmbH

Ein Jahrhundertroman „Das Leben ist zu kurz und Proust zu lang“, schrieb Anatole France 1913 bei der Veröffentlichung des ersten Bandes von Auf der Suche nach der verlorenen Zeit – zu einem Zeitpunkt also, als die restlichen sechs Bände noch gar nicht erschienen waren. Niemand, nicht einmal der Autor selbst, ahnte damals, was die quälend lange Suche nach dem Sinn und Wesen der Kunst letzten Endes hervorbringen würde. Nämlich ein literarisches Universum, das nahezu alle philosophischen und psychologischen Fragen seiner Zeit behandelte oder vorwegnahm. Im Roman geht es um die Subjektivität der Wirklichkeitserfahrung, die Macht des Unbewussten, um Liebe, Eifersucht, Krankheit, Krieg, Homosexualität, Päderastie, Vergänglichkeit und Tod – oder auch nur um die kreative Potenz eines Sandtörtchens. Kaum ein anderer Autor hat mit solcher Besessenheit und Detailtreue sämtliche Winkel der menschlichen Existenz ausgeleuchtet. Das führt zu Längen, bei denen einem schon mal die Luft ausgehen kann. Doch ein Versuch, in Prousts Universum einzutauchen, lohnt sich – und ist garantiert keine verlorene Zeit.
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Marcel Proust, geb. am 10. Juli 1871 in Auteuil, starb am 18. November 1922 in Paris. Sein siebenbändiges Romanwerk 'Auf der Suche nach der verlorenen Zeit' ist zu einem Mythos der Moderne geworden. Eine Asthmaerkrankung beeinträchtigte schon früh Prousts Gesundheit. Noch während des Studiums und einer kurzen Tätigkeit an der Bibliothek Mazarine widmete er sich seinen schriftstellerischen Arbeiten und einem nur vermeintlich müßigen Salonleben. Es erschienen Beiträge für Zeitschriften und die Übersetzungen zweier Bücher von John Ruskin. Nach dem Tod der über alles geliebten Mutter 1905, der ihn in eine tiefe Krise stürzte, machte Proust die Arbeit an seinem Roman zum einzigen Inhalt seiner Existenz. Sein hermetisch abgeschlossenes, mit Korkplatten ausgelegtes Arbeits- und Schlafzimmer ist legendär. 'In Swanns Welt', der erste Band von Prousts opus magnum, erschien 1913 auf Kosten des Autors im Verlag Grasset. Für den zweiten Band 'Im Schatten junger Mädchenblüte' wurde Proust 1919

Inhaltsangabe

Band 1: Unterwegs zu Swann (Du côté de chez Swann)
Band 2: Im Schatten junger Mädchenblüte (À l'ombre des jeunes filles en fleurs)
Band 3: Guermantes (Le côté de Guermantes)
Band 4: Sodom und Gomorrha (Sodome et Gomorrhe)
Band 5: Die Gefangene (La Prisonnière)
Band 6: Die Flüchtige (La Fugitive)
Band 7: Die wiedergefundene Zeit (Le Temps retrouvé)

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