Eine ungewöhnliche Route quer durch Asien führt den irischen
Schriftsteller über das Schwarze Meer und durch die Wüsten
Zenralasiens bis in die Abgeschiedenheit der Mongolei zu
Yakzüchtern, Adlerjägern, Schamanen und wagemutigen Reitern. Eine
abenteuerliche Reise unter Nomaden in einem Land zwischen
Mittelalter und Moderne.
Im 13. Jahrhundert beherrschten die Mongolen den größten Teil
Asiens. Was ist von ihnen geblieben?, fragt sich Stanley Stewart.
Wie leben die Nachfahren Dschingis Khans heute? Wie konnte ein so
mächtiges Volk derart verschwinden? Er macht sich von Istanbul auf,
das einstige Großreich zu durchmessen, zunächst mit Schiff und Zug,
dann, als er die Mongolei erreicht hat, mit dem Pferd. 1600
Kilometer reitet Stewart durch die Weiten des Landes, "das
aussieht wie ein Rohentwurf Gottes: Gras, Gestein, Wasser und
Wind", bis zu Dschingis Khans Geburtsort Dadal im Osten.
Dschingis Khan lebte von ca. 1162-1277. Als Führer eines kleinen
Stammes im Nordosten der heutigen Mongolei gelang es ihm, die
untereinander verfeindeten mongolischen Stämme zu einen und zum
Großkhan aller Mongolen aufzusteigen. Mittels ausgedehnter Feldzüge
und überlegener Kriegsführung errichteten er und seine Nachfahren
für Jahrhunderte ein Weltreich, welches 1240 sogar bis Mitteleuropa
reichte. Das mongolische Reich gilt als das grösste
zusammenhängende Reich, das jemals existiert hat.