"Wenn es etwas gibt, das ich mit meinen Büchern will, dann ist
es, Erwachsene und Kinder einander näherzubringen." Astrid
Lindgren. Das einzige, was ich hier auf Erden zustande gebracht
habe, sind eine Menge Einfälle", so kommentiert Astrid
Lindgren in ihrem Buch "Das entschwundene Land" das
Mysterium der Inspiration, nüchtern und bescheiden zugleich.Wer nun
ist diese Frau, die relativ spät, mit siebenunddreißig Jahren, ihr
erstes Buch veröffentlichte, um dann in atemberaubend kurzer Zeit
zu einem Fixstern der Kinderliteratur zu werden? "Zweifelsohne
ist sie ein Wildfang, verwandt mit ihrer eigenen 'Ronja
Räubertochter' ", heißt es in der Einleitung zu diesem
Buch. "Wie Ronja ist sie wagemütig, sie balanciert am Rand des
Textabgrunds, bloß um dann mit einem Scherz mit den Achseln zu
zucken. Im nächsten Augenblick finden wir sie am Lagerfeuer, dem
magischen und phantasieanregenden..." Was ist das Geheimnis an
Astrid Lindgrens Werk, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen
gefangennimmt? Vivi Edström, schwedische
Literaturwissenschaftlerin, ist dieser Frage nachgegangen, indem
sie die Hauptwerke Astrid Lindgrens erstmalig im Zusammenhang
betrachtet. Dabei spannt sie einen Bogen, der von "Pippi
Langstrumpf" bis zu "Ronja Räubertochter" reicht.