Apokryphon des Johannes, Die Sophia Jesu Christi, Vom Ursprung der Welt, Das Wesen der Archonten, Der Traktat in drei Te
Der zweite Band der Texte aus Nag Hammadi gibt ein Bild der
Erfahrungen, die der Mensch über seine Herkunft aus der Welt des
Geistes und seine Verbannung in die Welt der Erscheinungen machen
kann.
Angaben zu den vier Bänden:
Die Textfunde von Nag Hammadi
Die Nag-Hammadi-Bibliothek ist der bedeutendste frühchristliche
Schriftenfund.
Niemand hätte ahnen können, dass der unscheinbare Ort Nag Hammadi,
am Nil gelegen, eines der aufregendsten Zeugnisse der frühen
Christenheit im Staub seiner Erde bald zwei Jahrtausende vor der
Vernichtung bewahrt hat.
Als im Jahr 1945 ein ägyptischer Bauern die Schriftrollen zufällig
zu Tage förderte, öffnete sich für uns heutige Menschen eine Welt
von ungeheurer Weite und Bedeutung.
In den Nag Hammadi-Texten begegnen sich die hermetische Tradition,
die frühchristliche Gnosis und ein allen Dualismus überwindendes
Menschentum. Diese Texte sind immer jung, nicht dem Verfall durch
den Wandel der Zeiten unterworfen, daher auch in höchstem Maße
modern und zukunftsweisend.
Den Lesern steht mit den vorliegenden vier Bänden die gesamte
Nag-Hammadi-Bibliothek in einer gut lesbaren, allgemein
verständlichen und ausführlich kommentierten deutschen Fassung zur
Verfügung. (Text aus: Verlagsprospekt, Dingfelder Verlag)
Zu den Kommentaren:
Die Kommentare wollen, das ist das vorrangige Ziel dieser Ausgabe,
dem Leser Erfahrungen zugänglich machen, die nicht nur in längst
vergangenen Zeiten, sondern auch in der Gegenwart möglich sind. Die
Texte sollen unmittelbar von Mensch zu Mensch sprechen können. Die
Kommentare können freilich immer nur Hinweise auf Wege des
Verständnisses, nur gewisse Leitlinien geben und nicht jede
Einzelheit erklären. Vertieft sich der Leser aber mehr und mehr in
die geistigen Wirklichkeiten dieser Schriften, so werden sich
allmählich auch rätselhaft gebliebene Passagen und Einzelheiten
seinem Bewusstsein aufschließen.
Aber er muss viel Geduld haben.
Denn immer ist zu bedenken: Die Menschen, die diese Texte
niederschrieben, lebten offenbar ganz selbstverständlich in den
geistigen Bereichen, von denen sie berichten. Für sie waren es
Wirklichkeiten, wie für uns die sichtbare Welt Wirklichkeit ist.
Sie bewegten sich in den geistigen "Räumen" wie wir in
unserer sichtbaren Welt, und die Gesetze der geistigen Welt waren
ihnen vertraut wie uns unsere Naturgesetze.
Wir jedoch müssen aus unserer Welt der Vorstellungen in jene andere
Welt wie in eine dunstige Ferne blicken und brauchen uns nicht zu
wundern, wenn wir zunächst nur unklare Umrisse erkennen und wenn
diese Schriften wirklich "apokryph", d. h. verborgen für
uns sind, in einem anderen als dem gebräuchlichen Sinn des Wortes
(apokryph = außerkanonisch). Aber eben zu einem klareren Erkennen
der geistigen Welt möchten unsere Texte behilflich sein, indem sie
uns durch Gleichnisse und Bilder aus der Welt der Erscheinungen
Hinweise auf das Unvergängliche geben. Vielleicht gelingt es ihnen
sogar auch, ein neues Bewusstsein zu "zeugen", das
unvergänglich ist und das Unvergängliche unmittelbar erkennt, so
dass sie dann auch selbst aus der "Verborgenheit" ins
"Offenbare" treten. (Aus der Einleitung: S.22f., Bd.1)
Konrad Dietzfelbinger, geboren 1940, Diplomsoziologe und promovierter Germanist, arbeitete 1980-1990 als Lektor und Verlagsleiter und ist seitdem selbstständig als Übersetzer, Herausgeber und Schriftsteller in München tätig.§Dr. Konrad Dietzfelbinger beschäftigt sich seit Jahrzehnten als Übersetzer und Schriftsteller mit religiösen und spirituellen Schriften. Seine wissenschaftlichen Arbeiten haben ihn mit vielfältigen Traditionen der westlichen Menschheit in Berührung gebracht. Erzogen in einer ausgeprägt kirchlichen Umgebung, bemerkte er schon als Kind, dass unter dem Glaubenschristentum, wie es ihm dort begegnete, ein weit tieferes spirituelles Christentum verborgen sein musste. Eins seiner Hauptanliegen ist, dieses ursprüngliche Christentum wieder sichtbar zu machen. Wer zu den Wurzeln der Evangelien zurückgeht und so den Weg des Christentums unter allen Verflachungen und Verkrustungen freilegt, wird erst erkennen, welche Stellung diese Religion unter den anderen Weltreligionen einnimmt. Er wird erleben, dass das richtig verstandene Christentum gerade für den westlichen Menschen die Pforte zur Verwirklichung des wahren Selbst im Menschen ist.
Inhaltsangabe
Das Apokryphon des Johannes, Die Sophia Jesus Christi, Vom Ursprung der Welt, Das Wesen der Archonten, Der Traktat in drei Teilen, Die Apokalypse des Adam