Antworten von Angelo - Horak, Elfie

Antworten von Angelo

Vom Unsinn der Gleichstellung und der Macht der Frau

Elfie Horak 

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Antworten von Angelo

Lania, eine junge, gut aussehende Frau erlebt in den antiken Ruinen Roms eine sonderbare Begegnung. Sie trifft Angelo, einen ebenso weisen wie pragmatischen Lehrer, dessen Botschaften sie zunächst skeptisch stimmen. Sie soll nicht länger der Schimäre von der Frau anhängen, die ebenso gut ein Mann sein könnte, sondern stattdessen die natürliche Aufgabenverteilung der Geschlechter annehmen und ihre erotische Ausstrahlung neu entwickeln. Als Lania schließlich mit dem Mann ihres Lebens zusammentrifft, erweisen sich Angelos Lehren als Schlüssel zum Glück.


Produktinformation

  • Verlag: GOLDMANN
  • 2003
  • Seitenzahl: 221
  • Goldmann Arkana
  • Gewicht: 215g
  • ISBN-13: 9783442216406
  • ISBN-10: 3442216400
  • Best.Nr.: 11400668
Elfie Horak, Jahrgang 1951, studierte Psychologie, Pädagogik und Mathematik. Ihren Berufsweg begann sie als Fernsehmoderatorin. Nach einer Ausbildung zur Verhaltenstherapeutin machte sie sich 1978 mit einer Psychologischen Praxis selbstständig und arbeitete als Psychotherapeutin. Heute ist sie als beratende Psychologin und Autorin tätig.

Leseprobe zu "Antworten von Angelo"

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Schon den ganzen Tag begleitete mich eine unerklärliche Gewissheit, dass irgendetwas Ungewöhnliches geschehen würde. Ich kickte einen Stein nach vorn, der direkt vor meinen Füßen lag, und setzte mich auf die Überreste einer Mauer. Vor mir lag ein Ruinenfeld: Säulenteile, hier und da noch ein paar ganz gut erhaltene Statuen und unzählige Steine.

"Es braucht viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass dies einmal eine Tempelanlage war!" Ein elegant gekleideter Mann hatte sich mir genähert und blieb zwei Meter von mir entfernt stehen. Ich schaute überrascht auf.

"Wissen Sie, dass eine Treppe dort drüben", er deutete in eine Richtung, wo mehrere Säulen einen Weg flankierten, "zu Gebäuden führt, die noch gut erhalten geblieben sind?"

"In meinem Touristenführer habe ich nichts darüber gelesen", entgegnete ich.

"Überzeugen Sie sich selbst, es lohnt sich." Mit diesen Worten gab er meinem Stein einen kräftigen Stoß und schlenderte weiter. Ich blickte ihm nach. Eine seltsame Begegnung. Als er verschwunden war, fiel mir auf, dass er mich auf Deutsch angeredet hatte, obwohl wir in Rom waren.

Ich rutschte von der Mauer und wanderte ziellos über das Ruinenfeld, bis ich feststellte, dass ich ganz in der Nähe von der Stelle war, die der Mann mir gewiesen hatte. Ich sah mich um. Hier gab es tatsächlich eine Treppe. Neugierig stieg ich sie hinab.

Ich erschrak so sehr, dass ich einen Schrei ausstieß. Anscheinend aus dem Nichts stand auf einmal ein kleiner Junge vor mir.

"Wo kommst du denn her?" Ich hatte Mühe, mich wieder zu fangen.

"Ich soll dich zu Monsignore Angelo bringen." Der Junge suchte meine Hand und zog mich zur Tür am Ende der Treppe, durch die er offensichtlich gekommen war. Verdattert ließ ich mich mitziehen. Die Tür öffnete sich zu einem breiten Säulengang. Also hatte der Mann von vorhin doch Recht gehabt. Der kleine Junge lief so schnell, dass ich Mühe hatte mitzukommen. "Wer ist denn Monsignore Angelo?", wollte ich wissen.

"Das ist mein Freund", verkündete der Junge. Er spürte, dass mir seine Antwort noch nicht ausreichend war, und ergänzte: "Mit ihm spiele ich manchmal Fußball." Ich beschloss, mich überraschen zu lassen.

"Wie heißt du denn?", versuchte ich unser Gespräch fortzusetzen. "Ich heiße Paolo, und du?"

"Lania."

Am Ende des Säulengangs traten wir ins Freie, auf einen mit weißem Kies ausgelegten Platz. Gegenüber stand ein zweistöckiges weißes Gebäude. Darauf steuerte der Junge zu. Jetzt ließ er das erste Mal meine Hand los. Ich spürte, dass sie schmerzte. Wir gingen hinein und befanden uns in einer großzügigen Eingangshalle. In der Mitte ein runder Tisch mit einem üppigen Blumenstrauß. An der Seite führte eine breite, helle Holztreppe nach oben. Paolo stürmte die Treppe hoch und verschwand. Zögernd ging ich hinter ihm her. Oben angelangt, öffnete sich eine Tür und vor mir stand ein großer, sympathisch aussehender Mann mit ungewöhnlich wachen, strahlenden Augen. Eine Robe, die er lässig über die Schulter geworfen hatte, ließ mich vermuten, dass er ein Geistlicher sein könnte. Hinter ihm tauchte Paolo wieder auf.

"Das ist Monsignore Angelo", erklärte der kleine Junge stolz. "Spielen wir jetzt Fußball?"

Der Monsignore erläuterte ihm, dass er jetzt dazu keine Zeit habe, gab ihm aber das Versprechen, morgen früh ganz bestimmt mit ihm zu spielen. Der Junge akzeptierte fröhlich und rannte weg.

"Ich freue mich, dass Sie gekommen sind." Er nahm meine Hand in beide Hände und begrüßte mich so herzlich, als wären wir alte Bekannte. "Ich hatte gehofft, dass Sie kommen, doch um sicherzugehen, habe ich Paolo geschickt."

Ich war verwirrt. Wieso hatte Monsignore Angelo mich erwartet? Ich schaute ihn verwundert an. Irgendetwas an ihm war mir vertraut, als würde ich ihn tatsächlich schon lange kennen. "Gleich erkläre ich Ihnen alles."

Er nahm seine Robe ab und legte sie über einen Sessel. "Setzen Sie sich erst einmal." Er geleitete mich zu einer Sitzgruppe an der Stirnseite des Raumes.

Von Angelo ging irgendetwas aus, das mich faszinierte. Seine Ausstrahlung füllte den Raum, besser gesagt, sie erhellte ihn. Ich schätzte, er war zehn Jahre älter als ich, allerdings mochte ich mich darin auch täuschen. Sein Gesicht war von der Sonne gebräunt. Die vielen kleinen Lachfalten rund um seine Augen signalisierten Humor und ließen keinen Zweifel daran: Er verstand das Leben, und er verstand es zu leben. "Ich heiße Angelo", stellte er sich vor.

Ich nannte meinen Vornamen.

"Trinkst du eine Tasse Tee mit mir?" Er war mir so vertraut, dass ich unser Du selbstverständlich fand.

Ich stimmte zu. Eine Teekanne, zwei Teetassen und eine Schale mit Gebäck standen vorbereitet auf dem Tisch. Der Sitzgruppe gegenüber befand sich ein übergroßer antiker Schreibtisch, dahinter Bücher, die bis zur Decke reichten. Der Fußboden war aus fast weißem Marmor. An der Längsseite des Raumes ein großer Kamin, davor eine zweite kleinere Sitzgruppe, bestehend aus zwei hochlehnigen Sesseln und einem kleinen Kamintisch. Weiter hinten an der Wand eine schmale Couch. Der ganze Raum war vom Fußboden bis zur Decke mit hellem Holz getäfelt. Wir setzten uns und Angelo schenkte Tee ein.

"Du hast mich bereits erwartet?" Ich erinnerte ihn daran, dass er mir noch eine Erklärung schuldig war.

"Ich weiß, dass es sich für deine Ohren seltsam anhört, aber wir beide haben die Aufgabe übertragen bekommen, Antworten zu finden, die du an diejenigen Menschen weitergeben sollst, die danach suchen."

"So? Was meinst du damit?" Ich probierte den Tee. "Welche Antworten denn?" "Antworten auf deine Fragen", sagte Angelo knapp.

Ich wurde nachdenklich. In der Tat war ich nach Rom gefahren, um Abstand zu gewinnen und um eine wichtige Lebensentscheidung zu treffen. Ich suchte nach einer Orientierung für den richtigen, für meinen richtigen Weg. Sollte mein Zusammentreffen mit Angelo etwas damit zu tun haben?

"Woher weißt du, welche Fragen ich habe?" Skeptisch schaute ich ihn an.

Er schmunzelte. "Ich begleite dich schon lange. Ich kenne dich, darum weiß ich auch, dass du jetzt Unterstützung brauchst." Er sagte diese Sätze, als sei er ein guter Freund, der beschlossen hat einzugreifen.

"Aber es geht nicht allein um dich. Viele Menschen wissen nicht, woran sie sich halten sollen. In eurer Gesellschaft gibt es im Moment zu wenig Hinweise, die den richtigen Weg erkennen lassen." Ich stutzte.

"Wieso sagst du, in eurer Gesellschaft? Gehörst du denn nicht dazu?" Verwundert schaute ich ihn an.

"Ich meine", beeilte sich Angelo zu sagen, "hinter den Klostermauern. Dies hier ist eine Welt für sich. Draußen läuft das Leben anders."

Ich war mit der Antwort zufrieden, und Angelo fuhr fort: "Bei euch kennt kaum einer mehr die Richtlinien, die darauf hinweisen, was für den Menschen gut ist, was ihn glücklich macht und was schadet."

"Du meinst, es gibt so etwas wie eine Richtschnur im Leben?"

"Ja, die gibt es. Die hat es schon immer gegeben. Sie ist heute nur in Vergessenheit geraten. Das Leben läuft nicht zufällig ab, sondern gehorcht einer höheren natürlichen Ordnung. Je besser du diese Ordnung verstehst und dich nach ihr richtest, desto schöner wird dein Leben. Du bist wesentlich stärker, stabiler, sicherer in dem, was du tust, und kannst mit geringerem Kraftaufwand mehr erreichen. Viele Menschen machen sich das Leben unnötig schwer, weil sie die natürliche Ordnung nicht mehr kennen."

"Es gibt eine Orientierung, die mein Leben leichter macht?" Kerzengerade saß ich in meinem Sessel.

"Ja, so ist es. Die natürliche Ordnung, du kannst auch göttliche Ordnung sagen. Es kommt darauf an, sein Leben so einzurichten, dass es dieser Ordnung entspricht. Du darfst die Grenzen, die sie dir vorschreibt, möglichst nicht überschreiten. Sonst reduzierst du dein Leben. Du wirst schwach und kannst krank werden." "So?" Ich verstand Angelo nicht.

"Jedes Lebewesen, jede Pflanze, jedes Tier braucht eine ganz bestimmte Pflege und bestimmte Lebensbedingungen, um optimal gedeihen zu können. Der Mensch bildet keine Ausnahme." "Ach so, das meinst du. Aber das ist doch klar."

"Tja, viele sind davon überzeugt, genau zu wissen, was ihnen gut tut, und sie machen die größten Fehler." Angelo machte eine einladende Handbewegung. "Du hast die Chance - ich bin gern bereit, dich zu diesem alten Wissen hinzuführen. Könnte dir das Spaß machen?" "Na klar, aber warum ich?", stotterte ich.

Angelo beugte sich vor. "Deine Probleme sind für eure Gesellschaft typisch. Du kannst die Fragen stellen, die heute vielen Männern und Frauen auf den Nägeln brennen."

Allmählich begriff ich, was Angelo mir anbot. "Danach sucht doch jeder." Ich spürte, wie meine Wangen anfingen zu glühen. "Wer diese Lebensordnung - das meinst du doch mit natürlicher Ordnung? - auch nur annähernd versteht, kann sich mehr als glücklich schätzen." "Ja, das stimmt wohl."

"Du meinst, ich sitze hier bei dir an der Quelle?" "Ja, ich denke schon." Angelo schmunzelte.

Das war es. Genau danach hatte ich in den letzten Jahren gesucht. Ich hatte Berge von Büchern gelesen, immer auf der Suche nach Hinweisen, um meinen Weg zu erkennen. Und nun lief ich jemandem in die Arme, der mir die Antwort gab. Intuitiv ahnte ich, dass mir hier eine Hand gereicht wurde. Ich musste nur zugreifen.

"Wie wollen wir vorgehen?", fragte ich mit hochrotem Gesicht.

"Am besten überlegst du dir Fragen. Das ist ein guter Einstieg, dann sehen wir weiter."

Wir verabredeten uns für den nächsten Tag. Er stand auf und verabschiedete mich genauso herzlich, wie er mich begrüßt hatte. "Du findest den Weg wieder zurück?", fragte er besorgt.

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