Am Ende des Schweigens - Link, Charlotte

Charlotte Link 

Am Ende des Schweigens

Roman

Broschiertes Buch
 
19 Kundenbewertungen
***** ausgezeichnet
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
10 ebmiles sammeln
EUR 9,99
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Am Ende des Schweigens

Stanbury ein kleines Dorf im Westen Yorkshires. Eine eigenwillige, aber romantische Landschaft, die einst die Heimat der Brontë-Schwestern war. Und der Ort, an dem drei eng befreundete deutsche Ehepaare seit Jahren ihre Ferien verbringen. Doch die Harmonie trügt. Eines Tages wird das idyllische Anwesen Stanbury House zum Schauplatz eines furchtbaren Verbrechens. Ein Verbrechen, das ein jahrelanges Schweigen beendet. Und das die Überlebenden mit ihrer ganz persönlichen Wahrheit konfrontiert
Nominiert für den Deutschen Bücherpreis, Kategorie Belletristik 2004


Produktinformation

  • Verlag: Blanvalet
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 620 S.
  • Seitenzahl: 620
  • Blanvalet Taschenbuch Nr.37640
  • Deutsch
  • Abmessung: 186mm x 120mm x 53mm
  • Gewicht: 489g
  • ISBN-13: 9783442376407
  • ISBN-10: 3442376408
  • Best.Nr.: 29508445
"Die Meisterin der Täuschungen heißt Charlotte Link. Die Wiesbadenerin schreibt so gut und so britisch, dass selbst ihre englische Kollegin Minette Walters vor Neid erblassen würde!" (SWR)

Die Meisterin der Täuschungen heißt Charlotte Link. Die Wiesbadenerin schreibt so gut und so britisch, dass selbst ihre englische Kollegin MInette Walters vor Neid erblassen würde!

"Ein gelungener deutscher Psychokrimi im englischen Stil."
Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre psychologischen Spannungsromane sind internationale Bestseller, auch Der Beobachter eroberte wieder auf Anhieb den Spitzenplatz der SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang über 20 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Die Verfilmungen werden im Fernsehen mit enorm hohen Einschaltquoten ausgestrahlt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

Leseprobe zu "Am Ende des Schweigens" von Charlotte Link

PDF anzeigen

Leseprobe zu "Am Ende des Schweigens" von Charlotte Link

Eine eigenartige Stille lag über Stanbury.

Eine große und umfassende Stille, so als habe die Welt aufgehört zu atmen.

Wahrscheinlich, dachte sie, sind alle weggegangen. Zum Einkaufen vielleicht.

Obwohl das seltsam war, denn niemand hatte am Morgen etwas davon gesagt, und für gewöhnlich wurden derlei Vorhaben besprochen. So wie einfach alles zwischen ihnen immer besprochen wurde. Außer den Dingen, die das Gerüst zum Einsturz bringen könnten. Aber dazu zählte nicht, wenn jemand einkaufen ging.

Doch diese Stille reichte tiefer.

Sie überlegte, was so anders war, aber sie kam nicht darauf. Vielleicht lag das auch daran, daß sie so müde war. Die Ereignisse der letzten Tage, die Schwangerschaftsübelkeit, die sie immer wieder befiel, die ungewöhnliche Wärme. Sie konnte sich nicht erinnern, daß je ein April so anhaltend warm gewesen war. Gerade hatte es so ausgesehen, als werde es ein wenig kühler, aber nun kehrte die drückende Schwüle schon wieder zurück.

Sie war weiter gelaufen, als sie es vorgehabt hatte, fast um das ganze Anwesen herum, durch das kleine Waldstück im Westen und über die Hügel im Süden. Erst jetzt merkte sie, wie stark sie schwitzte, daß ihr Gesicht naß war und ihre Haare im Nacken klebten, daß ihr Atem keuchend ging. Barney, ihr junger Hund, schoß wie ein Gummiball vor ihr her und war so munter, als sei er noch keine fünf Minuten an diesem Tag gelaufen. Normalerweise hatte auch sie eine gute Kondition, aber sie hatte schlecht geschlafen in der Nacht, und in den vergangenen Wochen hatte sie sich häufig übergeben. Jetzt, gegen Ende des dritten Monats, schien es besser zu werden, aber sie fühlte sich sehr geschwächt.

Sie war auch einfach zu warm angezogen. Ihre Jacke hatte sie sich schon um die Hüften gebunden, vorhin, als sie über die hoch gelegenen Wiesen gestapft war. Sie hatte sich einige Male dabei ertappt, wie sie sich vorsichtig umschaute. Sie hatte ihn mehrfach getroffen während ihrer langen, einsamen Spaziergänge. Als habe er auf sie gewartet, weil er sicher sein konnte, daß sie käme. Er hatte in ihr eine Verbündete gewittert, und vielleicht lag er damit gar nicht so falsch. Was natürlich bedeutete, daß sie gegen das oberste Gebot der Gruppe verstieß, aber seit einigen Tagen fragte sie sich ohnehin, ob es die Gruppe für sie noch gab, oder besser: ob sie noch dazugehören wollte.

Sie passierte das hohe, schmiedeeiserne Tor, das zur Auffahrt des Anwesens führte. Wie so häufig stand es offen; da die Mauer, die den Besitz umschloß, über weite Strecken zerbröckelt oder gar nicht mehr vorhanden war, machte es ohnehin keinen Sinn, hier pingelig zu sein.

Sie sah sich hoffnungsvoll um: Falls sie alle weggefahren waren, kam vielleicht jetzt jemand zurück und konnte sie die Auffahrt entlang bis zum Haus mitnehmen. Der Weg schlängelte sich über fast einen Kilometer und stieg stetig ganz leicht an. Noch bis vor einem Jahr hatten rechts und links viele Bäume gestanden und Schatten gespendet, aber einige waren von einer Krankheit befallen worden, und man hatte sie fällen lassen müssen. Der Weg hatte dadurch viel von seinem Charme verloren, die Baumstümpfe sahen sehr traurig aus, und die Wildnis dahinter, die stets eine romantische Stimmung vermittelt hatte, wirkte auf einmal verwahrlost.

Es gibt schon eine Menge Zerfall hier, dachte sie.

Weit und breit ließ niemand sich blicken, und nachdem sie noch einmal kurz innegehalten und tief durchgeatmet hatte, machte sie sich daran, die letzte Etappe zu bewältigen. Der Baumwollpullover, den sie trug, klebte an ihrem Rücken, und ihre heißen Füße in den knöchelhohen Turnschuhen fühlten sich dick geschwollen an. Der Gedanke an eine Dusche und an ein Glas eiskalten Orangensaft bekam fast obsessiven Charakter.

Und dann würde sie für den Rest des Tages die Beine hochlegen und sich nicht mehr aus ihrem Liegestuhl fortbewegen.

Obwohl der Spaziergang schön gewesen war, wirklich schön. England im Frühling ließ einem das Herz aufgehen. Sie hatte den kleinen, zerrupften Wölkchen nachgeblickt, die über den lichtblauen Himmel trieben, und sie hatte den milden, verheißungsvollen Wind gerochen, in dem Blütenduft schwang, sie hatte ein paar Schafe gestreichelt, die frei über die Hochmoore liefen und sich ihr zutraulich näherten. Wilde Narzissen blühten in den Tälern und an den Hängen und gossen leuchtendes Gelb über die karge Landschaft. Die Vögel sangen, jubilierten, trällerten in allen Tönen...

Die Vögel!

Sie blieb stehen. Auf einmal wußte sie es. Wußte, woher diese unwirkliche Stille über Stanbury rührte.

Die Vögel waren verstummt. Nicht ein einziger erhob seine Stimme.

Sie konnte sich nicht erinnern, je ein so vollkommenes Schweigen erlebt zu haben.

Von einem Moment zum anderen erkaltete der Schweiß auf ihrer Haut, und sie zog fröstelnd die Schultern hoch. Was brachte Vögel zum Schweigen an einem so schönen, so sonnigen Tag? Etwas mußte ihren Frieden gestört haben, so heftig und so nachhaltig, daß es keine Freude mehr gab, die sie heraussingen konnten. Eine Katze vielleicht, eine räuberische, mordlustige Katze, die einen von ihnen gefangen und getötet hatte, und seine Todesschreie waren in diese lastende, atemlose Stille gemündet.

Obwohl ihre Erschöpfung um nichts nachgelassen hatte, beschleunigte sie ihre Schritte. Sie verspürte ein erstes Seitenstechen, wäre gern gerannt wie Barney und hatte doch nicht die Kraft. Noch ein paar Monate, und sie würde unförmig angeschwollen sein und wahrscheinlich watscheln wie eine Ente. Ob sie danach wieder so schlank wäre wie früher? Unsinnigerweise ging ihr dieser Gedanke auf den letzten Metern zum Haus immer wieder durch den Kopf, obwohl sie eigentlich wußte, daß die Frage nach ihrer Figur sie im Augenblick gar nicht interessierte. Eher war es so, daß sie sie in den Vordergrund drängte, um nicht über etwas anderes nachdenken zu müssen. Darüber, weshalb sie fror, obwohl ihr heiß war, und warum sie ein Kribbeln auf der Kopfhaut spürte, und warum sie auf einmal meinte, sich so beeilen zu müssen.

Darüber, warum der helle Frühlingstag plötzlich nicht mehr richtig hell war.

Sie konnte den Giebel des Hauses sehen, einen Teil der schönen Fassade im Tudorstil, die Reflexe des Sonnenlichts in den Bleiglasscheiben. In alter Gewohnheit zählte sie die Fenster unter dem Dach durch - das tat sie immer, wenn sie den Weg hinaufkam; das vierte von links gehörte zu ihrem Zimmer -, und undeutlich konnte sie dahinter den Strauß von Narzissen erkennen, den sie gestern abend noch gepflückt und in einer Vase dorthin gestellt hatte.

Sie blieb stehen und lächelte.

Der Anblick der Blumen hatte ihr ihren Frieden zurückgebracht.

Dann sah sie Patricia, die vor dem Holztrog kniete, der mitten in dem gepflasterten Hof stand. Ein Trog, aus dem früher Schafe oder Kühe getrunken hatten und den jemand vor Jahren auf dem Gelände von Stanbury gefunden und angeschleppt hatte. Seitdem pflanzten sie Blumen hinein, Frühlingsblumen, Sommerblumen, Herbstblumen, und im Winter steckten Tannenzweige darin, um die sich eine Lichterkette schlang.

"Hallo", sagte sie, "ist das nicht plötzlich unfaßbar warm geworden?"

Patricia hatte sie offenbar nicht gehört, denn sie antwortete nicht und bewegte auch nicht den schmalen, sehr kindlich wirkenden Körper, der in ausgebeulten Jeans, einem blauweiß karierten Hemd und Gummistiefeln steckte.

Barney knurrte leise und rührte sich auf einmal nicht mehr von der Stelle.

Sie trat ein paar Schritte näher.

Patricia kniete nicht vor dem hölzernen Trog, wie es zuerst den Anschein gehabt hatte, sondern hing über dem Rand, mit dem Gesicht nach unten in der frischen, feuchten Erde. Ihr linker Arm fiel seitlich herab und wirkte dabei auf eigenartige Weise verdreht. Der andere Arm lag neben ihrem Kopf, und die Finger ihrer Hand krallten sich in die Erde, als gebe es dort einen Halt oder irgend etwas, das festzuhalten sich lohnte.

Unter ihr, auf den Pflastersteinen, hatte sich eine Blutlache gebildet, was im Widerspruch zu der ersten unwillkürlichen Vermutung stand, Patricia könnte von einer plötzlichen Kreislaufschwäche oder Übelkeit überwältigt worden sein.

Etwas viel Schrecklicheres war geschehen. Etwas, das zu schrecklich war, es überhaupt zu Ende zu denken.

Sie wußte, daß sie sich ansehen mußte, was man Patricia angetan hatte, und zog deren Körper vorsichtig von dem Trog weg, was nicht weiter schwierig war, da Patricia kaum größer war und wenig mehr wog als ein Teenager. Der Kopf kippte zur Seite, als hinge er nur noch an einem seidenen Faden. Alles war blutbesudelt, das Hemd, die langen Haare, der Trog; und was die Erde darin so sichtlich naß und schwer machte, war vermutlich ebenfalls Blut.

Jemand hatte Patricia die Kehle durchgeschnitten und sie dann achtlos dort liegengelassen, wo sie gerade gearbeitet hatte, wo sie die Tannenzweige von Weihnachten entfernt und neue Erde aufgefüllt hatte, wo sie dabeigewesen war, frische Blumen zu pflanzen. Sie war erstickt, verblutet, hatte im Todeskampf die Finger in die Erde gegraben.

Die Luft roch nach Blut.

Vor Entsetzen hatten die Vögel aufgehört zu singen.

Nie wieder, dachte sie, würde die Stille dieses Moments Stanbury verlassen. Nie wieder würde ein lautes Wort angebracht sein, oder gar ein Lachen oder das fröhliche Geschrei von Kindern...

Bei diesem Gedanken strich sie unwillkürlich über ihren Bauch und fragte sich, welchen Schaden es bei dem Baby anrichten würde, daß seine Mutter einen Schock erlitten hatte - denn sicher hatte sie das: Ein Schock war das mindeste, was man erlitt, wenn man eine Freundin mit durchgeschnittener Kehle in einer ehemaligen Schaftränke fand -, und ob sie es nun womöglich verlor.

Erst dann überlegte sie, ob der, der das hier getan hatte, wohl verschwunden war oder ob er sich noch irgendwo in der Nähe aufhielt. Und bei diesem Gedanken konnte sie plötzlich die Beine nicht mehr bewegen. Sie stand wie gelähmt, und alles, was sie in dieser tödlichen Stille hörte, war ihr eigener angsterfüllter, keuchender Atem.

Samstag, 12. April - Donnerstag, 24. April

Phillip Bowen sah sich voll Erstaunen mit der Erkenntnis konfrontiert, daß er noch nie in seinem Leben wirklich gehaßt hatte. Auch wenn er natürlich früher schon einige Male geglaubt hatte, Haß zu empfinden - auf Sheila zum Beispiel, wenn er sie trotz all ihrer Versprechungen und Beteuerungen wieder und wieder mit der Nadel im Arm erwischt hatte -, so begriff er nun, daß diese Emotionen etwas mit Wut, Schmerz, Zorn und Trauer zu tun gehabt haben mußten, nicht aber mit Haß.

Denn den fühlte er jetzt, als er vor dem Haus stand, an dem ihm nicht ein einziger Ziegelstein gehörte, und es war ein so starkes, machtvolles Gefühl, daß er es als vollkommen neu und erstmalig in seinem Leben erkannte.

Das Haus war von einfacher Bauweise, schlicht und schnörkellos, mit geraden, klaren Linien und genau so, wie er sich sein Traumhaus immer vorgestellt hätte, wäre er irgendwann einmal in der Situation gewesen, darüber nachzudenken. Es gab ein Stockwerk und ein Dachgeschoß mit kleinen Gauben und Bleiglasfenstern. Neben der schweren Haustür aus Eichenholz kletterte Efeu empor und verlor sich dann irgendwo im schmiedeeisernen Gitter eines kleinen Balkons im ersten Stock.

Ging man um das Haus herum, so gelangte man zu der eindrucksvollen Terrasse. Sie erstreckte sich über die gesamte Breite und war von einer Sandsteinbalustrade eingefaßt, die sich nach vorn hin öffnete und einer großzügigen Treppe Raum bot. Vier langgestreckte Stufen führten in den Garten hinunter, der eigentlich ein Park war: weitläufig, Wiesen und Wälder umschließend, eingefaßt von einer sehr alten steinernen Mauer, die jedoch an so vielen Stellen zerbröckelt oder sogar ganz verschwunden war, daß sich die eigentliche Grundstücksgrenze über weite Strecken hin nicht feststellen ließ. Phillip hatte sich alles angesehen. Er hatte das ganze Areal umrundet, den ganzen Besitz, und er war fast vier Stunden unterwegs gewesen. Nun stieg er die Stufen zur Terrasse hinauf und versuchte sich vorzustellen, wie es sein mußte, sie tagtäglich lässig hinauf- und hinunterzuspringen und zu wissen, daß, so weit das Auge reichte, einem das alles selber gehörte.

In einer schattigen Ecke der Veranda entdeckte er große Terrakottatöpfe, in denen verdorrte Blumen steckten, ein Hinweis darauf, daß das Anwesen als Feriensitz genutzt und zwischendurch nur in großen Abständen von einem Gärtner und einer Putzfrau gewartet wurde. Auch der Rasen unten im unmittelbar anschließenden Teil des Parks stand ziemlich hoch. Im Dorf hatte man Phillip Auskunft erteilt. Er hatte mit der Besitzerin des Gemischtwarenladens gesprochen, und diese hatte nur zu gern ihr Wissen weitergegeben.

"Meine Schwester putzt dort, und sie sieht alle drei Wochen nach dem Rechten. Und bevor die Herrschaften anreisen, lüftet sie gründlich und wischt Staub, und manchmal stellt sie auch frische Blumen in die Räume. Und dann gibt es noch Steve, den Gärtner. Also, eigentlich ist er kein Gärtner, er arbeitet in Leeds bei irgendeiner Firma... aber natürlich reicht das Geld nie, und so ist er immer dankbar, wenn er irgendwo etwas dazuverdienen kann. Na ja, und da mäht er eben den Rasen und kümmert sich ums Grundstück..." Phillip hatte rasch eingehakt, denn die Geschichte von Steve dem Gärtner interessierte ihn nicht besonders.

"Es sind doch Deutsche, denen das Anwesen gehört?"

"Ja, aber sie sind sehr nett." Die Gemischtwarenhändlerin war, wie Phillip schätzte, etwa fünfundsechzig Jahre alt, mußte den Krieg als Kind noch erlebt haben und mochte gewisse Vorbehalte gegenüber den Deutschen haben, wie aus ihrer Formulierung deutlich wurde. "Eigentlich kriegt man hier gar nicht so viel von ihnen mit. Sie kommen natürlich zum Einkaufen zu mir, aber sie suchen nicht gerade das Gespräch. Vielleicht liegt das auch an der Sprache. Es ist etwas anderes, ob man um Butter und Brot bittet, oder ob man eine richtige Unterhaltung führt, nicht wahr? Nur die eine Frau hat manchmal mit mir geredet... Ich glaube, die wollte auch mal mit anderen Menschen sprechen, nicht immer nur mit den eigenen Leuten. War eine nette Person. Spanierin. Schwarzhaarig, sehr attraktiv. Aber die ist schon lange nicht mehr da... Steve hat mir irgendwann erzählt, daß ihr Mann sich von ihr hat scheiden lassen. Seit dem letzten Jahr ist er neu verheiratet. Mit einer sympathischen Frau, das muß man sagen."

"Es sind drei Ehepaare, die hierherkommen?"

"Genau. Immer, in allen Ferien, und auch immer alle zusammen. Drei Mädchen sind noch dabei, aber zu wem die gehören... Die eine ist schon älter, ein großes, schönes Mädchen, vielleicht fünfzehn Jahre alt... schon ziemlich... na ja..." Sie hatte mit beiden Händen einen üppigen Busen beschrieben; Phillip schloß daraus, daß dieses Mädchen schon recht gut entwickelt war.

"Einmal", hatte die Frau mit gesenkter Stimme hinzugefügt, "ist sie zum Dorffest im Sommer gekommen, im letzten Jahr war das, glaube ich. Spät in der Nacht hat Rob - mein Sohn, müssen Sie wissen - sie mit dem jungen Keith Mallory in seiner Scheune erwischt, also in der Scheune, die zu Robs Hof gehört, und er war ganz schön wütend. Ob etwas passiert ist, konnte er natürlich nicht wissen. Dem Vater von Keith Mallory hat er jedenfalls Bescheid gesagt, und dann wollte er auch zu dem Vater von dem Mädchen gehen, aber ich habe gemeint, das solle er besser nicht tun. Schließlich geht es uns nichts an, und man weiß ja nicht... es sind Ausländer, keine Ahnung, welchen Ärger sie dem armen Keith machen könnten! Keith hatte sich vorher auf dem Festplatz ganz schön an das Mädchen rangeschmissen, das haben jedenfalls einige gesagt, die die beiden gesehen haben. Und offensichtlich ist die Geschichte ja auch ohne Folgen geblieben, sonst hätten wir das bestimmt gehört."

Phillip interessierte sich wenig für derlei Geschehnisse, aber es war klar, daß sein Gegenüber genau solche Pikanterien genoß.

"Kennen Sie eine der Frauen näher? Sie heißt Patricia Roth." Er sprach den Namen deutsch aus, denn das tat sie vermutlich auch. "Sie ist die Eigentümerin des Anwesens."

" Ja, so sagt man. Eine etwas verworrene Erbschaftsgeschichte war das. Der alte Kevin McGowan wollte das Anwesen ja seinem Sohn vererben, der in Deutschland lebt, aber der war nicht interessiert, und so ging alles direkt an die Enkelin... Das ist dann wohl die Frau, die Sie meinen. Patricia Roth", sie überlegte, "ich glaube, ich weiß, welche das ist. So eine ganz Kleine, Zierliche. Meiner Ansicht nach ist sie die Mutter von den beiden anderen Mädchen. Die sind, schätze ich, zehn und zwölf Jahre alt. Niedliche Dinger. Sie begleitet sie manchmal zu Sullivans hinüber, das ist der Hof gleich am Dorfrand. Dort reiten sie auf den Ponys."

Copyright © in der Verlagsgruppe Random House

Leseprobe zu "Am Ende des Schweigens" von Charlotte Link

"Dritter Teil Jessica, Dokument V von Timotheus Burkhard (S. 230-231)

Was hat eine Frau wie Jessica bewogen, einen Mann wie Alexander zu heiraten? Genau diese Frage hat mich bereits einmal in einem anderen Zusammenhang beschäftigt: Was hat eine Frau wie Elena bewogen, einen Mann wie Alexander zu heiraten? Jessica und Elena sind äußerlich völlig verschieden, aber in ihrem Wesen finden sich eine Menge frappierender Übereinstimmungen. Beide sind unabhängig, eigenständig, willensstark und souverän. Frauen, die gern in einer Partnerschaft leben, die aber die Partnerschaft nicht brauchen, um leben zu können. Das unterscheidet sie deutlich von Patricia und Evelin. Für Patricia ist die Ehe ein Statussymbol, an dem sie selbst dann eisern festhält, wenn innerhalb dieser Ehe nichts mehr dem nach außen getragenen Bild entspricht.

Und Evelin kann allein nicht existieren. Sie wäre ein Blatt im Wind ohne den Mann an ihrer Seite, der ihr sagt, was sie zu tun oder zu lassen hat. Jessica. Ich lernte sie kennen, als sie gerade unseren Schäferhund eingeschläfert hatte. Es war mitten in der Nacht, und Evelin hatte keinen anderen Arzt erreichen können. Der Zustand des Hundes war dramatisch, es schien fraglich, ob man die Tierklinik noch würde erreichen können. Zudem hätte dies den Hund verängstigt und zusätzlich gestreßt. Evelin hatte sich der jungen Tierärztin entsonnen, die ein paar Häuser weiter wohnte, und die Liebe zu ihrem Hund hatte sie über ihren Schatten springen und dort zu nachtschlafender Zeit anrufen lassen, was für Evelins Verhältnisse außergewöhnlich skrupellos war, zumal sie noch nie Jessicas Praxis aufgesucht hatte.

Jedenfalls kam Jessica, schläferte das Tier ein und spielte anschließend noch Seelentröster bei Evelin, die mal wieder mit dem Schicksal haderte. Ich kam irgendwann so gegen drei Uhr morgens ins Wohnzimmer und traf die beiden Frauen bei einer Flasche Sekt an. Evelin erzählte Geschichten aus dem Leben des Hundes, der tot neben dem Sofa auf einer Decke lag. Ich hatte Jessica zuvor schon ein paarmal im Vorbeifahren in ihrem Vorgarten gesehen, aber ich hatte noch nie mit ihr gesprochen. Sie war mir aufgefallen, und nun, da sie unmittelbar vor mir saß, versuchte ich zu ergründen, womit sie meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte. Sie ist attraktiv, aber nicht in der Weise, daß man automatisch den Kopf nach ihr drehen würde, wenn sie über die Straße geht. Sie hat braune, mittellange Haare, ein blasses, schmales Gesicht, schöne grüne Augen mit ein paar braunen Sprenkeln darin.

Ihre Figur ist auffallend hübsch, sie hat lange, sehr gut geformte Beine und ist außerordentlich schlank. Meist trägt sie Jeans, Turnschuhe, ein Sweatshirt. Sie ist weder mondän noch besonders gestylt, noch fängt sie unwillkürlich zu kichern, zu kokettieren oder zu flirten an, wenn ein Mann in ihre Nähe kommt, so wie manche Frauen das tun. Sie vermittelt eher das Gefühl, es mit einer praktischen, bodenständigen Person zu tun zu haben. Man kann sich gut vorstellen, wie sie beherzt in das Maul eines Rottweilers greift, um seine Zähne zu untersuchen, oder einer Kuh hilft, ihr Kalb zur Welt zu bringen. Sie wirkt nicht im mindesten zimperlich. Dabei aber nicht unweiblich.

Im Gegenteil, ich empfinde sie stets als ausgesprochen feminin. Wo also liegt ihr Reiz? Es ist schwer, dies in Worte zu fassen. Vielleicht sind es jene Eigenschaften, die ich eingangs beschrieb. Ihre Unabhängigkeit, ihre Eigenständigkeit. Beides strahlt sie schon in ihrer Haltung aus, wenn sie nur einfach einen Weg entlanggeht. In der Art, wie sie den Kopf hält. Wie sie spricht, wie sie lacht. Es ist nicht so, daß ich mit einer solchen Frau leben könnte, niemals. Aber es ist die Art Frau, die ich gern beobachte. Ich habe auch Elena gern beobachtet. Nicht in erster Linie weil sie so schön ist. Sondern weil sie interessant ist."

Kundenbewertungen zu "Am Ende des Schweigens" von "Charlotte Link"

19 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.9 von 5 Sterne bei 19 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
***** ausgezeichnet
 
(17)
***** sehr gut
 
(2)
***** gut
***** weniger gut
***** schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "Am Ende des Schweigens" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

««« zurück12vor »
Kundenbewertungen sortieren:
hilfreichste - beste - neueste

Bewertung von Leserin aus Enzkreis am 06.01.2012 ***** ausgezeichnet
Da ich schon mehrere Charlotte Link Romane gelesen habe, war ich erstaunt über die lange, jedoch flüssig und spannend geschriebene Einführung. Da es sich bei den Hauptdarstellern um mehrere Personen handelt, war ich um so überraschter, dass dies der Neugier -auf mehr- keinen Abbruch tat. Um es vorweg zu sagen - was ja eigentlich nicht passieren sollte - für mich bisher das beste Buch von ihr. Auf der Rückseite des Buches steht ein Zitat:" Man fürchtet sich die ganze Zeit - und geniesst es ungemein". Dies kann ich nicht teilen. Ich saß oft mit offenem Mund da und war mir-so-sicher, dass ich JETZT endlich weiß was passiert ist, aber: Ich wurde wieder überrascht. Kompliment Frau Link, weiter so!

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Marie aus Wickede am 05.06.2011 ***** ausgezeichnet
Charlotte Link ist einfach eine Meisterin ihres Werkes. Im Januar vergangenen Jahres habe ich das erste 'Buch von ihr gelesen: Das verlorene Kind. Seit dem bin ich echt süchtig nach ihren Romanen, lese zwar noch viel andere Bücher, z.G. Oliver Pötsch, Iny Lorentz, Ulrike Schweickert, aber Charlotte Link ist für mich ein Muss!!! Wenn ich ein Buch von ihr lese, höre und sehe ich nichts mehr um mich herum. Ein Dank an Frau Charlotte Link und ein Dank für Ihren Einsatz für Hunde. LG Grüße von einer süchtigen Leserin.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von LaPuce aus Horb am 30.05.2011 ***** ausgezeichnet
Ich habe Charlotte Link erst jetzt für mich entdeckt. Nach "das andere Kind", was mich schon begeisterte, "das Haus der Schwestern" nun "am Ende des Schweigens". Ich war begeistert, habe das Buch nicht von der Hand gelassen. Bis jetzt, finde ich, das beste Buch. Spannung pur, unbedingt lesen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von elfi aus Leidersbach am 18.05.2011 ***** ausgezeichnet
Sehr gut zu lesen und interessant bis zur letzten Seite geschrieben. Ich mußte immer weiter lesen. Konnte einfach nicht aufhören.

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Leseratte aus Vilseck am 09.05.2011 ***** ausgezeichnet
Spannend, fesseld von der ersten Minute an. Echt nur zum Empfehlen.

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Bella am 04.11.2009 ***** ausgezeichnet
Charlotte Link schafft es einfach immer wieder eine so starke Spannung aufzubauen, die einen so schnell nicht mehr loslässt.
Mit einem grausamen Mord am Anfang, will man unbedingt wissen, wie es weiter geht.
Ein typischer Link Roman, den man einfach nicht mehr aus der Hand legen kann.
Kann ich nur empfehlen.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von mucky am 02.06.2009 ***** ausgezeichnet
Dieses Buch konnte ich fast nicht mehr aus der Hand legen und das obwohl ich nicht sehr viel lese, habe aber das Buch auf anraten einer Freundin gekauft und ich kann nur sagen: gigantisch - habe nun sofort mir wieder ein Buch von Charlotte Link bestellt "Das Haus der Schwestern" - und kanns kaum erwarten bis es da ist, das ich den "Charlotte-Link"-Faden nicht unterbreche. Das Buch war von Anfang bis Ende für mich spannend.
Ganz, ganz tolllll.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Nina aus Ludwigshafen am 24.05.2007 ***** ausgezeichnet
Nachdem ich von Charlotte Link "Das Haus der Schwestern" gelesen habe, wollte ich unbedingt noch mehr von ihr lesen. Auch mit diesem Buch hat sie wieder einen Treffer gelandet. Super Buch, spannend bis zum Schluss. Man muss sich auch nicht erst Ewigkeiten einlesen bis es spannend wird, sondern man ist gleich mittendrin und man könnte meinen man sieht das Schauspiel vor sich. Einfach nur empfehlenswert! Weiter so Frau Link

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

2 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Susi am 20.11.2006 ***** sehr gut
Insgesamt sehr sehr spannend, leider ein eher flaches und etwas enttäuschendes Ende.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

3 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von stefanie aus solingen am 28.10.2006 ***** ausgezeichnet
Ein "MUST HAVE" für alle Charlotte Link Fans.
Ausgezeichnet geschrieben; es verursacht Herzklopfen und Spannung bis zum Schluss!!! Man fühlt sich als ob man mitten im Geschehen steht!!! Einfach wunderbar. Sehr zu empfehlen!!!

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

««« zurück12vor »

Sie kennen "Am Ende des Schweigens" von Charlotte Link ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop

25 Marktplatz-Angebote für "Am Ende des Schweigens" ab EUR 1,99

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 1,99 2,60 Banküberweisung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) rübe1 99,8% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,40 2,00 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung hertejer 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,50 2,00 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung kiki40 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,70 1,60 Banküberweisung vopetra 100,0% ansehen
wie neu 2,70 2,00 Banküberweisung dogear 100,0% ansehen
wie neu 3,30 2,00 offene Rechnung pupser 83,3% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 3,40 2,00 Banküberweisung Xydica 100,0% ansehen
wie neu 3,50 2,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Banküberweisung Fluid 100,0% ansehen
wie neu 4,00 1,10 Banküberweisung, PayPal, Selbstabholung und Barzahlung messmaeuschen 100,0% ansehen
wie neu 4,30 0,00 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung g-r-72 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 4,50 1,10 PayPal, Banküberweisung chrisi_79 100,0% ansehen
wie neu 4,50 2,00 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung anja71 100,0% ansehen
wie neu 4,50 2,00 Banküberweisung Sillije 100,0% ansehen
wie neu 4,99 2,00 Banküberweisung dohashop 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 5,00 1,10 Banküberweisung butterfly1969 100,0% ansehen
wie neu 5,00 1,45 Banküberweisung aliix 97,4% ansehen
wie neu 5,00 2,00 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung 66kerstin 100,0% ansehen
wie neu 5,00 2,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), moneybookers, PayPal, Banküberweisung pipery 100,0% ansehen
gut 5,69 1,99 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung Antiquariat LibroBase Peter Nieradzik 99,7% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 5,85 1,10 Banküberweisung hkgoertz 100,0% ansehen
wie neu 5,90 2,00 Banküberweisung hamsa 100,0% ansehen
wie neu 6,00 2,00 Banküberweisung christmann 100,0% ansehen
wie neu 6,40 2,40 Banküberweisung mayli 100,0% ansehen
sehr gut 6,45 1,99 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung Antiquariat LibroBase Peter Nieradzik 99,7% ansehen
wie neu 8,99 1,10 Banküberweisung NKonrad  % ansehen
Mehr von