Alles ist grün - Wallace, David Foster

David Foster Wallace 

Alles ist grün

Storys

Übersetzung: Blumenbach, Ulrich
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Alles ist grün

Fünf bisher nicht übersetzte Erzählungen von David Foster Wallace - fünf Entdeckungen. Ob der Vertriebsrepräsentant in der Tiefgarage Herz-Lungen-Massage anwendet, ein Paar in der Fiktionstherapie der Wahrheit näher kommen soll, Lenny in die spanische Freundin seines Bruders verliebt ist oder das Mitglied eines Creative Writing Seminars das Collegeleben beschreibt - die Erzählungen, die dem Erzählungsband "Girl with Curious Hair" entstammen, zeigen das thematische und sprachliche Spektrum, das die Werke David Foster Wallace' auszeichnet und in seinem Opus magnum "Unendlicher Spaß" seinen Höhepunkt findet. "Unendlicher Spaß" dominierte bei seinem Erscheinen in Deutschland 2009 die Feuilletons und verkaufte sich 70.000 Mal.

"David Foster Wallace verleiht der modernen Literatur wieder Größe, erinnert uns daran, zu welcher Extase und Schönheit, zu welchem Horror und Terror sie fähig ist, wenn man sie von ihren fernsehschirmgroßen Begrenzungen befreit." - New York Times Book Review

"Der Tod von David Foster Wallace löste eine einzigartige Welle von Anerkennung aus." - Denis Scheck


Produktinformation

  • Abmessung: 212mm x 135mm x 30mm
  • Gewicht: 400g
  • ISBN-13: 9783462043273
  • ISBN-10: 3462043277
  • Best.Nr.: 33352106
"Ein Tarantino der Epik." -- Arne Willander, Welt online

"David Foster Wallace zeigt, dass Literatur doch mehr kann, als Geschichten erzählen." -- Harald Staun, FAS

"Ein Tarantino der Epik." (Arne Willander, Welt online)

"David Foster Wallace zeigt, dass Literatur doch mehr kann, als Geschichten erzählen." (Harald Staun, FAS)

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Ein wenig Durchhaltewillen ist schon gefordert, meint Rezensentin Eva Biringer, wenn man mit David Foster Wallace anfängt, selbst bei seinen Erzählungen. Aber der Lohn ist hoch verspricht sie, die sich unermüdlich durch die labyrinthischen Erzählkonstruktionen geschlagen hat, um am Ende Einsichten in wunderbar verschrobene Charaktere zu gewinnen. Hoch ist auch der sprachliche Mehrwert, den Biringer aus den Erzählungen zieht, etwa bei Formulierungen wie "Ende Mai 1983 ist ihr emotionaler Bus abgefahren". Daran gibt sie allerdings auch dem hervorragenden Übersetzer Ulrich Blumenbach eine Mitschuld.

© Perlentaucher Medien GmbH

kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Wer sich bisher vor den knapp 1600 Seiten seines Hauptwerks "Unendlicher Spaß" gedrückt hat, kann das Genie David Foster Wallace auch über ein deutlich schmaleres Buch entdecken. "Alles ist grün" versammelt fünf Erzählungen aus seinem frühen Schaffen. Die kürzeste ist gerade mal drei Seiten lang, die längste bringt es immerhin auf 200 Seiten. Und auch sonst darf man Vielseitigkeit bewundern. Mal entschwindet Wallace' Prosa auf die Metaebene, mal ist sie romantisch angehaucht. Ob ein Vertriebsrepräsentant seinen Vorgesetzten nach einem Infarkt zu reanimieren versucht. Ob sich ein Pärchen mittels Fiktionstherapie mit seiner gescheiterten Beziehung auseinandersetzt. Oder ob sich drei Studenten zu einer Versammlung aufmachen, bei der sich alle Darsteller aus McDonalds-Werbespots treffen. Jede Erzählung zeigt mit kraftvollen Worten, warum der 2008 verstorbene Wallace in der amerikanischen Gegenwartsliteratur so schmerzlich vermisst wird. (ml)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.11.2011

Diamanten im Heu

Im Sprachlabor der Metafiktion: Fünf frühe Erzählungen von David Foster Wallace zeigen den Schriftsteller als Autor mit unbegrenzten Möglichkeiten.

Von Paul Ingendaay

Mit Ausnahme von William Gaddis hat es bei keinem der bedeutenden amerikanischen Postmodernisten so lange gedauert wie bei David Foster Wallace, bis seine Bücher auf Deutsch erschienen. Das lag nicht nur am manchmal gewaltigen Umfang; sein Hauptwerk "Unendlicher Spaß" kostete den Übersetzer Ulrich Blumenbach zwar sechs Jahre, doch zwischen dem Erscheinen der Originalausgabe 1996 und der Veröffentlichung der deutschen Version 2009 lag gut die doppelte Zeit. Leichter wurde es mit den teils erzählenden, teils essayistischen kürzeren Texten, auf die Wallace sich nach Abschluss seines Megaromans verlegt hatte. Nach dem Freitod des Schriftstellers 2008 im Alter von sechsundvierzig Jahren änderte sich die Lage noch einmal. Jetzt war es unvermeidlich, das Selbstmordmotiv im Werk des Autors und die düsteren Visionen eines Amerika, das sich besinnungslos dem Entertainment überlässt, autobiographisch zu lesen.

Man kann selbst die Probe machen. In Videos …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.12.2011

Hier bin ich und leg dich flach
„Alles ist grün“, und die Postmoderne war schon damals tot: Erzählungen aus der mittleren Schaffensphase von
David Foster Wallace zeigen den Autor als Saboteur an der Fiktionsmaschine Von Jörg Magenau
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Mit „Infinite …

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Seit Adorno hat niemand auf so wenig Raum derart gekonnt die stilistische und syntaktische Peitsche geschwungen, um uns einzubläuen, dass Literatur mehr zu sein hat als stumme Unterhaltung oder dröhnende Drehbuchvorlage. Frankfurter Neue Presse
David Foster Wallace, 1962 geboren, gilt als einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Literatur. Er studierte Philosophie und unterrichtete zuletzt Creative Writing am Pomona College in Claremont, Kalifornien. Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a.

"Schrecklich amüsant". Die Übersetzung seines letzten Romans "The Pale King" ist in Vorbereitung. David Foster Wallace starb am 12. September 2008.

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