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Ralph Hammerthaler 

Alles bestens

Alles bestens - Hammerthaler, Ralph

Roman

  • Einband: Gebunden
  • Gebundenes Buch 
 
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SZ-Rezension Perlentaucher-Notizen
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Produktinformation
  • Verlag: Rowohlt, Reinbek
  • 2002
  • Ausstattung/Bilder: 2002. 284 S.
  • Seitenzahl: 288
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 134mm x 27mm
  • Gewicht: 374g
  • ISBN-13: 9783498029661
  • ISBN-10: 3498029665
  • Best.Nr.: 10307212

Produktbeschreibung zu "Alles bestens"

Beschreibung

Je skrupelloser, desto erfolgreicher - ist das nicht die Maxime der urban professionals, die den Ton angeben in Wirtschaft und Gesellschaft? Ralph Hammerthaler zeichnet in seinem Roman das Bild eines Mannes, der in frühen Jahren alles erreicht hat: "Es lief alles bestens." Es läuft so gut, dass alles schal zu werden beginnt. Einzig die Gespräche mit seinem Freund Lorenzo wecken noch sein Interesse, ihr ausschließliches Thema: die Liebe. Gelten hier die gleichen Gesetze wie in der Geschäftswelt? Gibt es einen heimlichen Liebescode, der einem alle Türen öffnet? Ist Liebe überhaupt dauerhaft möglich?

29.04.2002

Scharfeinstellung
Von SZ-Autoren: Ralph
Hammerthaler „Alles bestens”
Langsam beginnen im Rückspiegel die neunziger Jahre zu verschwinden. So recht begriffen haben wir sie noch nicht. Jetzt hat Ralph Hammerthaler einen Roman geschrieben, der den Rückspiegel justiert. Das Auto, in dem das geschieht, ist ein Volvo. Darin sitzt einer, der häufig von Berlin nach Jena und zurück fährt. Die Wende ist schon Legende: etwas für sentimentale Erzählungen vom Aufwachsen in wilder Zeit. In Jena gibt es Nicole und eine Gegend, die Paradies heißt. Bei der Rückfahrt verschwindet im Rückspiegel der Zeiss-Turm, das halbe Fernrohr. Das ist kein Zufall: Dies ist ein Roman der Scharfeinstellung, auch erotisch.
Der Held ist auf der Höhe der Zeit: er lebt nicht schlecht vom Vertrieb von Wissen. Das einzige Unglück in seinem Leben ist, dass alles so gut funktioniert. Das Geschäft, die Liebe, und das Erklären, warum die Welt so funktioniert, wie sie funktioniert. Es ist alles bestens. Der Held hat einen Freund, und dieser Freund hat ein Zauberwort, mit dem sich dieses Funktionieren wunderbar beschreiben lässt: „System”. Aber der Systemtheorie von …

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Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

27.08.2003

Der Kapitalismus ist literaturfähig geworden, verkündet Anton Thuswaldner emphatisch und preist den Debütroman von Ralph Hammerthaler als gelungenen Abgesang auf den Kapitalismus und Verkünder des Unheils. Anders als andere Autoren seiner Generation interessiere sich Hammerthaler für mehr als das eigene ereignislose Leben. Das Leben, das der Debütant beschreibt, ist bislang alles andere als ereignis- oder erfolglos verlaufen: Hammerthalers Protagonist ist ein Erfolgs- und Machtmensch, ein Machertyp, der alle dirigiert und nie verliert. Der Preis dafür ist hoch, analysiert Thuswaldner: Weltverdrängung, Sebstisolierung sind die Folge, ein immer stärker aussetzendes Bewusstsein, das die Zerstörung von innen - nicht von außen - bringt. Der Autor mache sich diesen allmählichen inneren Kontrollverlust, diesen Auflösungsprozess perspektivisch völlig zu eigen, lobt Thuswaldner: diese "Kunst des gleitenden Übergangs" mache Hammerthaler so schnell keiner nach. Zugleich erzähle der Roman auch von der Kolonisierung des Ostens durch den Westen, die sich dem Erzähler erst als Verlierer erschließe.

© Perlentaucher Medien GmbH

Autorenporträt zu "Ralph Hammerthaler"

Der Herausgeber Ralph Hammerthaler, 1965 in Wasserburg am Inn geboren, ist Autor der Süddeutschen Zeitung und lebt in Berlin. Bisher von Hammerthaler erschienen sind u.a. 'Theater in der DDR - Chronik und Positionen' (Co-Autor), 1994; und 'Die Weimarer Lähmung. Kulturstadt Europas 1999 - Szenisches Handeln in der Politik', 1998.

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