Alle Rache will Ewigkeit - McDermid, Val

Val McDermid 

Alle Rache will Ewigkeit

Kriminalroman. Deutsche Erstausgabe

Übersetzung: Styron, Doris
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Alle Rache will Ewigkeit

Die Profilerin Charlie Flint bekommt unerwartet Post, ein Päckchen mit Zeitungsausschnitten über einen brutalen Mord an ihrem alten College in Oxford. Dort ist auf einer Hochzeitsfeier der Bräutigam erschlagen worden. Während die Gäste sich den Champagner schmecken ließen, hat man seine blutüberströmte Leiche in den nahen Fluss geworfen. Charlie weiß nicht, wer der Absender ist, doch das Verbrechen will ihr einfach nicht aus dem Kopf gehen. Weil sie gerade vom Dienst suspendiert worden ist, hat sie genug Zeit für Nachforschungen in Oxford. Je mehr sie in die geschlossene Welt der Universität eindringt, desto unbegreiflicher wird die Tat. Und jeder ihrer Schritte könnte einer zu viel sein...


Produktinformation

  • Verlag: (Droemer/Knaur)
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 567 S. 190 mm
  • Seitenzahl: 576
  • Knaur Taschenbücher Nr.50993
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 126mm x 41mm
  • Gewicht: 560g
  • ISBN-13: 9783426509937
  • ISBN-10: 3426509938
  • Best.Nr.: 33357485
"Die Crime-Queen Val McDermid liefert mit ALLE RACHE WILL EWIGKEIT einen neuen Beweis dafür, dass sie eine Meisterin des Psychothrillers ist." -- FREUNDIN, 01.02.2012<br/><br/>"Ein vielschichtiger und atemberaubender Thriller, wie wir ihn aus der Feder der meisterhaften Val McDermid kennen. (...) ALLE RACHE WILL EWIGKEIT ist ein Thriller, bei dem sich die Spannung nur allmählich, aber dann fast unerträglich steigert und der sich mit einem überzeugenden und grandios erdachten Ende aufwartet." -- Booksection.de, 29.12.2011

"Die Crime-Queen Val McDermid liefert mit ALLE RACHE WILL EWIGKEIT einen neuen Beweis dafür, dass sie eine Meisterin des Psychothrillers ist." FREUNDIN, 01.02.2012
Val McDermid wurde 1955 in Kirkcaldy im schottischen Fife geboren und wuchs dort in einer Bergarbeiterfamilie auf. Nach der Schulzeit begann sie, als erste aus ihrer Familie überhaupt, ein Studium: Englische Literatur am St. Hilda's College in Oxford. Nach Jahren als Literaturdozentin und als Journalistin bei namhaften Zeitungen lebt sie heute als freie Autorin in Manchester und in einem kleinen Dorf an der englischen Nordseeküste. Sie gilt als eine der interessantesten Autorinnen im Spannungsgenre und ist außerdem als Krimikritikerin der BBC, der Times, des Express und der Krimi-Website Tangled Web sowie als Jurymitglied mehrerer Krimipreise eine zentrale Figur in der britischen Krimiszene. Ihre Kriminalromane und Thriller sind weltweit in mehr als 25 Sprachen übersetzt. Für ihr Lebenswerk erhielt sie 2010 die angesehenste Auszeichnung, die es in Großbritannien für Kriminalromane gibt: den Diamond Dagger der britischen Crime Writers' Association.

Kundenbewertungen zu "Alle Rache will Ewigkeit" von "Val McDermid"

30 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.3 von 5 Sterne bei 30 Bewertungen **** gut)
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Bewertung von anushka aus Berlin am 05.02.2012 ***** sehr gut
Kriminalroman der ruhigen Art

Charlie Flint ist forensische Psychiaterin. Aufgrund eines missglückten Gutachtens ist sie nun suspendiert und erwartet ein Verfahren vor der Ärztekammer. Da kommt ihr der Umschlag mit den Zeitungsausschnitten über einen scheinbar aufgeklärten Mord zur Abwechslung und möglichen Rehabilitation gerade recht. Als sich herausstellt, dass Charlie die Beteiligten aus ihrer Zeit in Oxford kennt, lässt sie sich in einen Strudel aus Anschuldigungen und Rätsel hineinziehen. Als Charlie zudem Lisa Kent begegnet, zu der sich Charlie hingezogen fühlt, obwohl sie bis dahin glücklich verheiratet war, ist es um ihren Seelenfrieden geschehen.

Vor diesem Buch habe ich bisher nur ein anderes von Val McDermid gelesen ("Moor des Vergessens") und hatte daher auch keine allzu hohen Erwartungen an die Autorin, da auch das andere Buch eher von der ruhigen Sorte war. Die Ausgangssituation in "Alle Rache will Ewigkeit" ist eher unspektakulär: ein Mord, der scheinbar aufgeklärt ist und für den bereits zwei Menschen verurteilt wurden. Und eine Beziehung, die unerwünscht ist und somit zerstört werden soll. Trotzdem hat mich das Buch mehr und mehr gepackt und ich bin gern mit Charlie auf Reisen durch Großbritannien gegangen um verschiedenen mysteriösen Todesfällen auf die Spur zu kommen. Durchsetzt war die Geschichte zudem mit den Memoiren einer der Charaktere, die an ihrem neuen Buch schreibt. Das war besonders interessant, da sich immer wieder Diskrepanzen zum objektiven Erzählstrang ergaben und die Neugier auf die Wahrheit noch anfachten. Die Protagonistin schwebt nicht ständig in unrealistischen Gefahrensituationen, sondern verbringt eher Zeit in Archiven zu Recherchezwecken. Spektakulär - und etwas abgehoben - wird es erst zum Ende hin. Allerdings vermutet man hier schon, wie das Ende aussehen wird. Dieses Buch ist also kein rasanter und blutrünstiger Krimi, sondern eher ein Kriminalroman der ruhigen Art.
Etwas genervt haben mich allerdings die vielen Gefühlsduseleien, die oft recht kitschig und aus heiterem Himmel wirkten und bei mir kein Mitfühlen aufkommen lassen wollten. Zudem wirkte es etwas konstruiert, dass fast alle beteiligten Frauen lesbisch waren. Dadurch hatte man das Gefühl, dass die Autorin noch etwas "missionarische" Arbeit mit einbringen wollte.

Alles in allem war dieses Buch unterhaltsam, streckenweise kurzweilig, sticht aber aus diesem Genre nicht ungewöhnlich hervor. Ich habe mich jedoch unterhalten gefühlt und bereue die investierte Lesezeit nicht.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: eBook

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Bewertung von urlaubsbille am 05.02.2012 ***** gut
Das Buch ist mehr Roman als Krimi. Die Idee ist gut, aber schlecht umgesetzt. Es kommt nur wenig Spannung auf, die dann auch noch durch endlose verzwickte Liebesbeziehungen und Nebensächlichkeiten wieder verloren geht. Gut finde ich, dass der Schwerpunkt auf lesbische Personen gelegt wurde. Allerdings kommen keine hetero Beziehungen vor, was für mich sehr weltfremd und irritierend ist. Am Schluss kommt nochmals Spannung auf, als der Täter überführt wird. Die Lösung ist logisch und nachvollziehbar.
Das Buch ist gut geschrieben und lässt sich leicht und flüssig lesen, wäre aber ohne weiteres mit 200 Seiten weniger ausgekommen.

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Bewertung von berta aus niedersachsen am 04.02.2012 ***** sehr gut
Der Leser begleite die Profilerin, Psychologin und Psychiaterin Charlie Flint, die gerade in einer beruflichen Krise steckt, als ihre ehemalige Professorin sie bittet, ihr in einer privaten Angelegenheit behilflich zu sein.
Auf einer Hochzeitsfeier wird der Bräutigam ermordet und nach Meinung der Professorin, die die Schweigermutter des Opfers ist, wurde nicht die wahre Täterin verurteilt.
Charlie steigt in die Ermittlungen ein und wird, unterstützt von ihrer Lebenspartnerin Maria, mitten in das Geschehen gerissen.
Magda, die Ehefrau des Opfers, hat sich in Jay verliebt und auch Charlie verliebt sich in eine andere Frau, also nicht nur Krimi, sondern auch eine Liebesgeschichte für einige vielleicht etwas ungewohnt, da Männer hier keine Rolle spielen.
In dem Roman, der in erster Linie aus Sicht von Charlie erzählt wird, gibt es noch einen zweiten Erzählstrang. Hier wird der Verlauf aus Sicht der geheimnisvollen Millionärin und Erfolgsautorin Jay präsentiert und zwar in Form einer Biographie. Es wird tatsächlich in einer ganz anderen Art geschrieben, so dass man das Gefühl hat hier schreibt jetzt wirklich eine andere Person- Jay.
Als man schon fast bezweifelt, dass Charlie die wirkliche Täterin überführt, wendet sich das Blatt im dritten Teil des Romans. Der Leser ahnt nun schon, wer wohl die Täterin sein könnte und was für ein Geheimnis sich in ihrer Vergangenheit verbirgt. Die ganze Wahrheit erfährt der Leser im vorletzten Kapitel. Nun muss Charlie sich zum dritten Mal entscheiden und ich meine, sie hat sich jedes Mal richtig entschieden, wenn es auch nicht immer leicht ist sich für die Wahrheit zu entscheiden.
Für reine Krimifreunde ist hier vielleicht ein bisschen viel Liebe im Spiel. Der Krimi ist aber spannend, allerdings ohne „Blut“ geschrieben
Mein erstes Buch von Val McDermid – aber bestimmt nicht „das Letzte“.

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Bewertung von goldirs aus RS am 03.02.2012 ***** gut
Alle Rache will Ewigkeit ist ein ungewöhnlicher Kriminalroman, denn die Protagonistin und die meisten der weiblichen Figuren sind lesbisch. In einem von Frauen bestimmten Roman ist es mir zu Anfang schwer gefallen die Figuren einzuordnen bzw. auseinander zu halten. Der eigentliche Handlungsstrang um die Aufklärung des Mordes ist der Autorin gut gelungen. Mich hat gestört das die verschiedenen Liebesbeziehungen der Frauen zum Teil sehr stark im Vordergrund stehen.
In meinen Augen hat die Autorin zu viel Aufmerksamkeit dem Leben und Lieben der Frauen gewidmet, wobei die eigentliche Story gelitten hat. Allerdings vermute ich, dass es Absicht der Autorin war, dem Leser die Problematik der Frauen näher zu bringen.
Charlie Flint wird von Ihrer ehemaligen Professorin Corinna Newsam gebeten den Mord an Ihrem Schwiegersohn Philipp zu untersuchen, denn sie hat einen schlimmen Verdacht und denkt das unschuldige Menschen verurteilt wurden.
Bei Ihren Untersuchungen gerät Charlie immer tiefer in den Sog der Erinnerungen. Bestätigt sich Corinnas Verdacht und es handelt sich um einen Serienmörder bzw. Mörderin. Aber wie soll Charlie das beweisen? Es scheint unmöglich!
Der aus verschiedenen Perspektiven erzählte Roman ist etwas träge im Spannungsaufbau. Das Buch besteht aus zwei Handlungssträngen, zum einen aus der eigentlichen Story der Mordaufklärung und zum anderen aus den Berichten Jays aus ihrem eigenen Buch. Zuerst war ich zwar etwas irritiert von Jays Erzählungen, aber schnell war klar, dass sie ein wichtiger Teil des Romans sind, da sich darin die Erklärungen von diversen Handlungen der Figuren, insbesondere von Jay, verbergen.
Jay ist Magdas neue Liebe, der Tochter von Corinna Newsam, Charlies befreundeten Professorin die ihr den Auftrag zur Aufklärung gegeben hat. Jay ist eine sehr undurchsichtige Figur, die dem Leser Einblicke in ihre Vergangenheit gibt durch das immer wieder zitierte Buch an dem sie schreibt. Ansonsten macht Sie einen sehr verbissen, entschlossen und verschlossen Eindruck, in ihrer Liebe zu Magda wiederum handelt sie sehr sensibel . Magda hat es nicht einfach nach dem Mord an ihrem Mann, den Gerichtsverhandlungen und den nun folgenden Auseinandersetzungen mit der Familie, die ihr neues Leben nicht akzeptieren wollen oder können.
Der Spannungsbogen erfährt erst im dritten und letzten Teil des Buches einen dezenten Höhepunkt.
Eigentlich ist Charlie mit Ihren Nachforschung fast am Ende, als ihr ein Gedanke kommt, der sie noch einen letzten Versuch unternehmen lässt.
Das Ende ist nicht wirklich überraschend, denn dem aufmerksamen Leser sollte schon vorher der Verdacht um die Täterin gekommen sein. Hier kann ich ohne viel zu verraten von einer Täterin sprechen, denn es sind im ganzen Buch nur eine Handvoll Männer aufgeführt, von denen nur einem mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird. Nick ist ein mit Charlie befreundeter Polizist der ihr bei den Ermittlungen hilft. An Charlies Seite begegnet dem Leser Maria, ihre langjährige Partnerin.
Maria ist der ruhende Pol in Charlies Leben, denn Charlie selbst macht auf mich einen unsicheren Eindruck, und das nicht nur in der Liebe. Sie macht sich mit Selbstzweifel das Leben schwer und überträgt dies auch auf ihre Ermittlungen.
Wirklich identifizieren konnte ich mich in diesem Buch mit keiner der Figuren, denn weder Charakter noch Wirken eine der Figuren konnte mich überzeugen.
Fazit:
Ein Buch das nicht langweilt, aber auch nicht vom Hocker reißt. Die Story selber hat ihren Reiz,
aber für meinen Geschmack zu viel Liebe und Getue um die Frauenliebe. Oder ist es in anderen Romanen auch so dass die Liebe hervorgehoben wird, dem Leser aber als völlig normal erscheint da es sich um Paare von Mann und Frau handelt? Soll das Buch zum Nachdenken anregen?
Es war mein erstes Buch von Val McDermit, und gern geb ich ihr eine weitere Chance mich zu überzeugen.

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Bewertung von Fruu am 01.02.2012 ***** weniger gut
„Alle Ewigkeit will Rache“ ist ein weiteres Buch der berühmten Krimiautorin Val McDermid. Leider kannte ich zuvor weder die Autorin, noch ihre bisher erschienenen Werke. Das liegt einfach daran, dass ich normalerweise keine Krimis lese. Mit gefällt das Genre nicht sonderlich, obwohl ich mich des Öfteren daran versucht habe. Somit habe ich mich vorerst einmal darüber informiert und bin auf viele positive Reaktionen auf ihre Kriminalromane gestoßen. Zusammenfassend bin ich also zweigeteilter Meinung an das Buch herangegangen.
Die Story handelt hauptsächlich von Charlie Flint – nicht vom Namen ablenken lassen, wie es mir passiert ist, es handelt sich hierbei um eine Frau. Sie arbeitet als „Spezialistin“ für psychologisches Profiling mit der Polizei zusammen. Aufgrund einer folgenschweren Entscheidung in der Vergangenheit ist sie nun vom Dienst suspendiert und hat damit schwer zu kämpfen. Gerade in dieser Zeit erhält sie Post von einer unbekannten Person. Inhalt sind Zeitungsausschnitte über einen Mord, der vor längerer Zeit an ihrem alten College in Oxford geschehen ist. Also begibt sich Charlie auf eine Spurensuche in die Vergangenheit.
Meiner Meinung nach hat sich die Geschichte recht vielversprechend angehört. Eine Ermittlerin in einer ihrer schwersten Zeiten verstrickt in einen mysteriösen Fall. Leider habe ich schnell feststellen müssen, dass sich die ganze Geschichte recht schleppend abspielt. Zusätzlich muss man ja betonen, dass Charlie ein Diplom in Psychologie, Philosophie und Physiologie hat und keinen Abschluss an einer Akademie des FBI oder was weiß ich. Was bedeutet, dass sie im Grunde genommen keine polizeiliche Ermittlerin ist, sondern eher Gutachten und Ähnliches erstellt. Falls man nun also auf eine spannende Hetzjagd mit Schießerei und so weiter hofft, so hofft man vergebens. Charlie ist Psychiaterin und daher besteht ihre Ermittlungsarbeit auch hauptsächlich darin, mit Leuten zu reden. Das ist nun leider genau die Art von Krimi, die ich gar nicht mag, weshalb ich wohl auch mit einer relativ negativen Einstellung an die Sache rangegangen bin. Aber weiter im Text:
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Buches ist die Homosexualität der meisten Protagonisten. Sie ist in der ganzen Geschichte recht präsent. Die meisten Hauptdarsteller sind weiblich und lesbisch. Ich habe nichts gegen Homosexualität und fand diesen Aspekt deshalb recht interessant. Zumal ich noch nie ein Buch über dieses Thema bzw. in dem dieses Thema eine Rolle spielte gelesen. Dennoch hat es mich teilweise ein wenig verwirrt. Vermutlich lag das auch daran, dass viele Darsteller männlich Namen besitzen, sich dann aber als Frau entpuppen.
Ein weiterer wichtiger Punkt, den man hier behandeln sollte, ist der Schreibstil. Mir persönlich gefällt er nicht. Einfach deshalb, meiner Meinung nach, zu wenig beschrieben wird. Ich mag es, wenn ich mir die Situationen vorstellen kann. Das funktioniert aber nur, wenn der Autor alles so beschreibt, dass man glaubt, man wäre selbst dabei. Das bedeutet nicht, dass man jedes einzelne Haar einer Person beschreiben muss. Man sollte „nur“ das richtige Verhältnis finden.
Fazit: Interessante Idee, schade, dass die Umsetzung nicht ebenso interessant ist. Ich hätte mir von der Autorin, aufgrund meiner Recherche, mehr erhofft.

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Bewertung von Salzstaengel aus Mannheim am 31.01.2012 ***** gut
Die renommierte Profilerin Charlie Flint wurde vom Dienst suspendiert. Damit ihr die Decke nicht auf den Kopf fällt, beschäftigt Sie sich mit den Zeitungsartikeln die Ihr anonym zugesendet wurden.
"Bei Hochzeitsfeier erschlagen
Im gestern im Old Bailey verhandelten Fall standen zwei aufstrebende Geschäftsleute vor Gericht, die ihren Geschäftspartnern am Tag seiner Hochzeit kaltblütig ermordet und die Nacht danach mit wildem Sex miteinander verbrachten.
Das mörderische Paar zertrümmerte den Schädel des Bräutigams Philip Carling. Nur einige Meter entfernt von der Gartenparty im Oxforder College, auf der seine Hochzeit gefeiert wurde, warf man ihn ins Wasser.
Bei einem romantischen Spaziergang am Fluss entdeckten schockierte Hochzeitsgäste die Leiche des Bräutigams, die am Landesteg für die College-Boote im Wasser trieb. Blut aus seiner Kopfverletzung hatte das Wasser rot gefärbt."
Sie fängt an im Internet Nachforschungen anzustellen.
Und auf einmal erkennt Sie, wer Ihr die Artikel zugesendet hat.
Dies ist mein erstes Krimibuch von Val McDermid, auf das ich durch die Lovelybooks-Lesechallenge aufmerksam wurde. Da ich bei www.buchcasino.de noch das Glück hatte es zu gewinnen, kann auch nun ich das 567 Seiten umfassende Buch bewerten.
Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt, wodurch das Buch eine gute Spannungskurve erhält.
Die Autorin übertreibt meiner Meinung nach leider viel zu sehr, da Sie Charlie Flint in den höchsten Tönen lobt und das viel zu oft! Das wurde für mich mit der Zeit echt nervig und wurde mit vielen "Nicht schon wieder"-Aufschreien quittiert!
Gleich auf der ersten Seite erfahren wir, dass Charlie verliebt ist. Seit sieben Jahren ist Sie mit Maria zusammen, doch verliebt hat Sie sich in Lisa Kent und schwärmt von Ihr wie ein pubertierender Teenager. Dieses Techtel-Mechtel war wahrscheinlich auch ausschlaggebend, weshalb ich mich mit dem Charakter von Charlie Flint nicht anfreunden konnte.
Aus diesem Grund bekommt das Buch nur 3 Sterne von mir!

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Bewertung von Flensburger Friese aus Flensburg am 31.01.2012 ***** sehr gut
Val McDermit hat mit "Alle Rache will Ewigkeit" ein absolut lesenswerten Krimi geschrieben.
Das Buch spielt in der Gegenwart in England (und teilweise in Schottland). Es geht um die Gerichtspsychologin Carlie Flint, die dank eines Urteils, das sie gefällt hat, zur Zeit von Ihrer eigentlichen Arbeit suspendiert ist. Sie ist frustriert und gelangweilt und daher kommt der Auftrag ihrer ehemaligen Professorin gerade Recht. Sie soll nachweisen, dass verschiedene Unglücksfälle und Morde in einem Zusammenhang stehen, und das die Geliebte der Tochter der Professorin die Täterin ist. Dieser Fall bringt Charlie zurück an Orte ihrer Vergangenheit und in die Nähe einer Person, die gefährlich ist.
Das Buch ist wirklich interessant aufgebaut. Durch die verschiedenen Sichtweisen aus denen es geschrieben ist, bekommt man viele Facetten der Story zu sehen. Für meinen Geschmack war die Tatsache, dass gefühlte 90% der Darsteller homosexuell waren, ein bißchen nervig, weil es eigentlich nichts mit der Geschichte zu tun hat. Und ich persönlich hatte auch schon vor der Auflösung die richtige Idee, wie sich die Geschichte am Ende auflöst.
Aber das ändert nichts daran, dass es sich hier um ein handwerklich gutes, spannendes Buch handelt. Ich habe keine Längen festgestellt und fühlte mich gut unterhalten. Das beste Buch der Welt ist es aber nicht. :)

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Bewertung von Sternenstaubfee aus Ostfriesland am 30.01.2012 ***** gut
Charlie Flint ist Psychologin. Ihr Urteil hat maßgebend dazu beigetragen, dass ein Psychopath auf freien Fuß gesetzt wurde und vier Frauen ermorden konnte. Nun ist Charlie vom Dienst suspendiert.
So kommt das Päckchen, das ihr anonym zugeschickt wurde, eigentlich gerade recht. Es beinhaltet Zeitungsausschnitte über einen Mord in Oxford, ihrem alten College. Der Mann wurde am Tag seiner Hochzeit ermordet; die Täter sind schnell gefasst. Charlie findet heraus, wer ihr das Päckchen geschickt hat und wird vom Absender gebeten, dem Fall noch einmal nachzugehen. Denn die beiden verurteilten Täter sind unschuldig!
* Meine Meinung *
Ich lese sehr gerne Krimis und Thriller, und auch der Name Val McDermid ist mir natürlich bekannt. Doch dieses Buch von ihr gehört meiner Meinung nach nicht zu ihren besten.
Obwohl sich das Buch sehr flüssig lesen lässt, hatte ich beim Lesen manchmal das Gefühl, nicht wirklich von der Stelle zu kommen. Die Spannung wird nur sehr langsam aufgebaut, was mich eigentlich gar nicht mal so stört. Aber stellenweise ist das Buch doch etwas langatmig, und die vielen Anspielungen auf Charlies sexuelle Gesinnung haben mich irgendwann auch genervt. Auch fand ich die Hauptprotagonistin nicht unbedingt sympathisch bzw. ich konnte mich nicht immer gut mit ihr identifizieren, was es mir schwermachte, mich in sie hineinzuversetzen und ihre Beweggründe für ihre Handlungen nachzuvollziehen.
ABER: Trotz der Kritikpunkte habe ich das Buch letztendlich doch sehr gerne gelesen, denn die Handlung war durchaus interessant und auch spannend. Die Figuren sind gut beschrieben, so dass sie nicht blass wirken. Der Schreibstil ist angenehm, die Handlung durchdacht, und den Handlungsort fand ich hier besonders gut gewählt.
Alles in allem ein durchaus gutes Buch. Nicht überragend, aber doch lesenswert!

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Bewertung von Die-Rezensentin aus Frechen am 30.01.2012 ***** sehr gut
Zufall oder Mord ?
Da es für mich das erste Buch von Val McDermid war, kann ich es nicht mit anderen Büchern der Autorin vergleichen. Also auch keine Ähnlichkeiten oder identische Handlungen feststellen.
Dr.Charlie Flint, eine in Ungnade gefallene Gerichtspsychiaterin, ist im Moment von allen Aufgaben befreit. Lediglich ein paar Vorlesungen darf sie noch halten.
Da kommt ihr das Angebot ihrer ehemaliger Lehrerin Corinna gerade recht. Corinna bittet sie, Jay Stewart, die Geliebte ihrer Tochter, mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn Corinna ist sich sicher, dass Jay mehrere Menschen ermordet hat. Zuletzt wurde Corinnas Schwiegersohn, am Tag seiner Hochzeit ermordet.

Charlie stößt bei ihren Nachforschungen auf einige Ungereimtheiten bei den Ermittlungen zu den jeweiligen Todesfällen.
Dazu kommt noch, ihr völlig durcheinander geratenes Liebesleben. Seit sieben Jahren lebt sie glücklich mit Maria zusammen, doch jetzt hat sie sich, Hals über Kopf, in eine andere Frau verliebt.

Der erste Teil des Buches zieht sich schon etwas in die Länge; die Rückblenden von Jay, eine Art Biografie, an der sie schreibt, haben mich doch sehr gestört. Immer wenn ich in der eigentlichen Story wissen wollte, wie es weiter geht, kam wieder eine Rückblende.

Doch nach der Hälfte des Buches wurd es richtig spannend; die Geschichte nahm eine unerwartete Wendung. Man ist sich nicht sicher, ob es wirklich Morde waren, oder doch nur Zufälle .
Wie geht es mit Charlie und ihrer Maria weiter ? Wird Charlie sie wegen der anderen Frau verlassen ? Und ganz plötzlich ist auch Charlie in Gefahr...

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, den Sterneabzug gibt es für die Rückblenden, die mich persönlich gestört haben. Es ist jetzt kein Krimi im üblichen Sinne, denn das Thema Homosexualität und die Beziehungsprobleme nehmen auch einiges an Platz ein. Aber ansonsten war es ein netter Roman, der sich gut und flüssig lesen läßt.

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Bewertung von tweedledee aus St. Goarshausen am 30.01.2012 ***** sehr gut
Die Profilerin Charlie Flint ist wegen eines vermeintlichen Fehlgutachtens erst mal vom Dienst suspendiert, die einzige Tätigkeit die sie momentan noch ausüben kann, sind Vorlesungen. Da kommt ihr die Ablenkung durch einen anonymen Brief gerade recht. In dem Brief befinden sich Zeitungsauschnitte über einen Mordfall, der an ihrem ehemaligen College in Cambridge passiert ist. Ein Mann wird an seinem eigenen Hochzeitstag auf dem College-Gelände brutal ermordet. Sie recherchiert im Internet zu dem Fall und stellt schnell fest, dass sie die Frau des Ermordeten von früher kennt. Viele Jahre hatte sie in der Familie als Babysitter auf Magda und ihre Geschwister aufgepaßt. Kurzentschlossen nimmt sie mit der Mutter von Magda, ihrer ehemaligen Dozentin Corinna, Kontakt auf. Diese bittet sie in dem Fall zu recherchieren, da sie überzeugt ist, den wahren Täter zu kennen. Charlie ist froh über die Ablenkung und beginnt eigene Nachforschungen anzustellen.

"Alle Rache will Ewigkeit" ist mein erster Roman von Val McDermid und ich bin wirklich begeistert, denn das Buch hat geschafft, was viele andere nicht geschafft haben: Es hat mich von Anfang an gefesselt und meine Neugier geweckt mehr zu erfahren. Einmal angefangen, war es schwer das Buch wieder beiseite zu legen.

Sehr gut gefallen hat mir der Erzählstil von Val McDermid, der locker und sehr flüssig zu lesen ist, erzählt aus der Sicht von Charlie. Sie baut eine kontinuierliche Spannung auf, die Rückblenden und Auszüge aus der Biographie von Jay machen die Geschichte abwechslungsreich und verleiten mehr zu lesen als man sich eigentlich vorgenommen hat. Die Story hat mich wirklich in ihren Bann gezogen. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, sympathisch und authentisch. Die Geschichte und die Protagonisten wirken wie aus dem Leben gegriffen, keinesfalls konstruiert. Und auch der Schluss konnte mich überzeugen, ein Ende das für die Geschichte stimmig ist.

Für mich war es eine neue Erfahrung, über eine lesbische Protagonistin zu lesen, das Thema Homosexualität wird von der Autorin im Verlauf auch immer wieder thematisiert, was mir stellenweise dann doch etwas zu viel des Guten war. Das bleibt aber auch der einzige Kritikpunkt.

Wer einen spannenden Krimi lesen möchte, der auf grobe Gewalt und blutige Szenen verzichtet, stattdessen aber die zwischenmenschlichen Beziehungen und Abgründe beleuchtet, ist hier bestens aufgehoben.

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