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Alle im Wunderland
Verteidigung des gewöhnlichen Lebens. - Mit einem Vorwort von Peter Sloterdijk
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: Diederichs
- 2010
- Ausstattung/Bilder: 2010. 187 S.
- Seitenzahl: 192
- Deutsch
- Abmessung: 193mm x 134mm x 25mm
- Gewicht: 295g
- ISBN-13: 9783424350302
- ISBN-10: 3424350303
- Best.Nr.: 27459853
Leseprobe zu "Alle im Wunderland"
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Produktbeschreibung zu "Alle im Wunderland"
Beschreibung
Was lehrt uns die Krise ? Müssen wir unser Leben ändern und wenn ja, wie? Gier und Bluff haben ein Systembeben ausgelöst. Wenn Renditen und Boni sich von realen Werten abkoppeln, droht der kollektive Kollaps.
Zeit also zum Umdenken: Der Philosoph Matthias Müller verteidigt das gewöhnliche Leben gegen seine Verächter. Ein leidenschaftliches Plädoyer für den guten, alten Spießer, für Sparbuch und Schwarzwaldferien, für die gesunde Skepsis gegen Hochstapelei und extravagante Glückstechniken. Was zählt, ist das Einfache und Bewährte.
Die Apologie des Spießers
Die philosophische Antwort auf die Krise
Lebe lieber gewöhnlich!
Geistreicher und amüsanter Essay
Leseprobe zu "Alle im Wunderland" von Matthias C. Müller
13.09.2010
Gewöhnlich leben
Lieschen Müller, Otto Normalverbraucher, Erika Mustermann: So nennt
man sie in der Umgangssprache, die ganz normalen Leute. Sie haben
scheinbar ausgedient. Im Zeitalter einer Ökonomie der
Aufmerksamkeit zählt, wer es schafft, sich auszuzeichnen und etwas
Besonderes zu erreichen. Doch nun schickt sich Matthias C. Müller
unter dem Titel "Alle im Wunderland" an, das gewöhnliche
Leben und damit alle Normalos dieser Welt zu verteidigen:
"Obwohl viele, überraschend viele, es verachten, verschmähen
und verspotten, zählt es zu den eindrucksvollsten und
erstaunlichsten Erscheinungen." In seiner nicht spezifisch
schichtenbezogenen Analyse der Gewöhnlichkeit singt er im Sinne
Arnold Gehlens ein Loblied auf Rituale und Routine und kritisiert
den gesellschaftlichen Zwang zu Höchstleistung und spektakulärer
Inszenierung. Der Autor plädiert dafür, sich ohne Mätzchen
einzurichten in dem, was ist, anstatt sein Glück zwanghaft auf
einen zukünftigen Zustand zu projizieren. Damit dieses nicht
dumpfe, aber beruhigte Dasein zur Entfaltung komme, bedürfe es
sicherer Grenzen und stabiler Räume. Deshalb sei das gute Leben
heute besonders von dem Appell …
21.06.2010
Spießerwunderland
Philosoph Matthias C. Müller
lobt das gewöhnliche Leben
Matthias Christian Müller ist ein Moralist im philosophiegeschichtlichen Sinn des Wortes. Er bemüht sich um eine gelingende Lebensgestaltung, wie sie die moderne Moralistik seit dem 17. Jahrhundert im Anschluss an die antike Tradition der praktischen Weisheitslehren entworfen und durchdacht hat. Dafür hat Müller 2007 in Stuttgart einen „Philosophischen Garten“ als Zentrum gegründet, in dem gemeinsam über den Sinn des Lebens räsoniert werden kann.
Nun hat er einen großen Essay geschrieben, der in vielfältigen Wendungen und Variationen um das „gute gewöhnliche Leben“ kreist, das eine unzeitgemäße Hochschätzung erfährt, wobei sich Müller gleich zu Beginn einen kleinen Scherz geleistet hat. Denn als Motto für sein Rehabilitierung des Gewöhnlichen hat er sich ausgerechnet einen Aphorismus des französischen Moralisten Marquis de Vauvenargues aus dessen „Betrachtungen und Maximen“ von 1746 gewählt: „Die Verachtung unserer Natur ist ein Irrtum unserer Vernunft.“ Verschwiegen hat er dabei, dass Vauvenargues die Leidenschaft als das Natürliche des …
21.06.2010
Ganz sympathisch, aber auf Dauer dann doch eher einschläfernd
findet Rezensent Manfred Geier die Forderungen, die der
kulturkritische Moralphilosoph Matthias C. Müller in seinem neuen
Essay "Alle im Wunderland" stellt. Es müsse endlich
Schluss sein mit dieser Fixierung auf das extravagante, elitäre,
herausragende Individuum, das von Platon bis Nietzsche und
Heidegger im Zentrum der Philosophie gestanden habe, vielmehr
sollten die "gewöhnlichen, unauffälligen" Menschen mit
ihren Freuden und Ängsten zwischen Taufe und Seniorennachmittag in
den Mittelpunkt des Interesses rücken. Fernab von allem medialen
Sirenengesang rufe der Philosoph nach einer Rehabilitierung des
Gewöhnlichen, denn angesichts des drohenden Todes, sei dieses doch
mehr als reizvoll. Dies schütze vielleicht vor Selbstüberforderung,
mehr aber auch nicht, so der gänzlich unaufgeregte Kritiker.
© Perlentaucher Medien GmbH
Autorenporträt zu "Matthias C. Müller"
Matthias C. Müller, geb. 1973, studierte Philosophie, Germanistik und Klassischen Philologie an den Universitäten Frankfurt am Main, Wien, Tübingen und Heidelberg. Der Sloterdijk-Schüler ist Lehrbeauftragter für Neurowissenschaften und Ästhetik an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. 2005 gründete er die mobile Akademie "Der Philosophische Garten".





























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