Aktenzeichen Kunst - Koldehoff, Nora; Koldehoff, Stefan

Nora Koldehoff Stefan Koldehoff 

Aktenzeichen Kunst

Die spektakulärsten Kunstdiebstähle der Welt

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Aktenzeichen Kunst

Kunstraub zählt nach Schätzungen von Interpol neben dem Drogen- und Menschenhandel zu den lukrativsten kriminellen Delikten
Der italienische Anstreicher, der die Mona Lisa aus dem Louvre `befreit´, um sie in das Heimatland Leonardos zurückzubringen; der erfolgreiche Coup einer Diebesbande, die 30 Werke Van Goghs in Amsterdam aus dem Museum schafft, dann aber gefasst wird, als ihr Fluchtwagen mit einer Panne liegen bleibt; ein Picasso-Gemälde, das Unbekannte einem saudischen Milliardär von dessen Yacht stehlen: so spannend wie die Taten der größten Kunsträuber aller Zeiten ist ihr Hintergrund. Nicht der verrückte Sammler, der die angebeteten Van Goghs in seinem Kellerverlies versteckt, sondern international agierende Banden sind in diese Fälle zwischen Geldwäsche, Drogenhandel und Erpressung verwickelt. Die Einblicke in eine noch weitgehend unbekannte Kriminalwelt mit Hintergrundinformationen aus erster Hand in Gesprächen mit Fahndern (etwa dem ehemaligen Scotland Yard-Chefinspektoarles Hill oder einem leitenden Hauptkommissar des Kunstraubdezernats beim LKA in Stuttgart) und Tätern machen dieses Buch selbst zu einem spannenden Krimi mit dem Effekt einer Realityserie - denn man darf nicht vergessen: all dies ist wirklich geschehen!


Produktinformation

  • Abmessung: 251mm x 177mm x 35mm
  • Gewicht: 770g
  • ISBN-13: 9783832174354
  • ISBN-10: 3832174354
  • Best.Nr.: 12808782

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

"Spannend wie Kriminalreportagen" findet Volker Breidecker dieses Buch, in dem Nora und Stefan Koldehoff die "spektakulärsten Kunstdiebstähle der Welt" schildern. Die beiden Kölner Kunsthistoriker behandelten fünfzehn Raubzüge in Sachen Kunst - von der Entwendung der "Mona Lisa" aus dem Louvre 1911 bis zum Raub des "Schreis" und der "Madonna" von Edvard Munch aus der Osloer Nationalgalerie Ende August dieses Jahres. Wie Breidecker berichtet, geht es den Tätern nicht um Kunst, sondern um Geld, das sie entweder erpressen oder das ihnen aus den schwarzen und grauen Märkten des Kunsthandels und den Waschanlagen des organisierten Verbrechens zufließt. Den "verrückten Milliardär", der für seine geheime Privatsammlung den Diebstahl von Meisterwerken aus aller Welt in Auftrag gibt, gebe es nicht. Breidecker hebt hervor, dass die Autoren in Interviews auch Fahnder, Versicherer und andere Experten befragten. Täter haben sie zu seinem Bedauern keine zur Rede gestellt. Störend findet er, dass der Verlag die mit Fallberichte nach Art von Polizeiprotokollen in "allerlei störenden Schnickschnack des Layouts" verpackt hat.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.12.2004

Dr. No ist nicht zu fassen
Nora und Stefan Koldehoff fahnden nach Kunsträubern
Es ist eine Szene wie aus einem Künstlerfilm aus den Zeiten der Avantgarde, als Marcel Duchamp und Man Ray in schwarzen Kostümen vor der Kamera von René Clair durch die Straßen von Paris flitzten: Zwei vermummte Männer hetzen, beschwert von der Last zweier Gemälde, im eiligen Laufschritt zu einem schwarzen Kombiwagen des Typs Audi A6 Avant.
Das Foto, das Ende August dieses Jahres durch die Weltpresse ging, stammt von einer Osloer Überwachungskamera und zeigt den am helllichten Tag begangenen Raub des „Schreis” und der „Madonna” von Edvard Munch aus dem nach ihm benannten dortigen Museum.
Bei der Drucklegung ihres Buchs über „die spektakulärsten Kunstdiebstähle der Welt” konnten die beiden Kölner Kunsthistoriker Nora und Stefan Koldehoff den dreisten Diebstahl gerade noch rechtzeitig in die Schilderung eines Präzedenzfalls einarbeiten, der zehn Jahre zurück liegt . Damals wurde aus der Osloer Nationalgalerie bereits eine andere Version des „Schreis” gestohlen, und auch da hielt eine Videokamera deutlich fest, wie sich der Dieb mit seiner Beute …

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Stefan Koldehoff, geboren 1967 in Wuppertal, hat nach einem Studium der Kunstgeschichte, Germanistik und Politikwissenschaft zunächst als freier Journalist für FAZ, taz und WDR gearbeitet. Von 1998 bis 2001 war er Redakteur und zuletzt stellvertretender Chefredakteur des Kunstmagazins ART in Hamburg. Heute arbeitet er als Kulturredakteur beim Deutschlandfunk in Köln.

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