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Führen wir nicht mehr
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Bewertung von Steffi aus Baiersbronn am 25.05.2011 |
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"Aftershock" wurde von Tamar Verete-Zehavi geschrieben (von Mirjam Pressler vom Hebräischen ins Deutsche übersetzt) und ist als Erstauflage 2010 im cbt-Verlag erschienen. In dem Buch geht es um die 15-jährige Israelin Ella, die miterleben muss, wie eine Palistinänserin in einem israelischen Supermarkt ihren Sprengstoffgürtel zündet - anders als ihre beste Freundin Jerus überlebt sie. Ella verändert sich nach diesem Attentat gewaltig. Das einst lebenslustige Mädchen wird nachdenklich, introvertiert und traurig, und muss lernen, mit dem Tod ihrer Freundin umzugehen. "Aftershock" ist ein Buch, bei dem einem richtig bewusst wird, welche Auswirkungen die Zustände in Israel auf die Menschen dort haben. Tamar Verete-Zehavi hat sehr glaubwürdig und psychologisch nahegehend erzählt, was dem Buch einen besonderen Akzent verleiht. Außerdem konnte ich mich beim Lesen des Buches total in Ella hineinversetzen und sie verstehen. Zusätzlich bekommt man mit diesem Buch noch einen Einblick in das israelische Leben, die Traditionen und Übligkeiten dort. Das einzigste, was mir bei "Aftershock" gefehlt hat, war die Spannung. Aber sonst muss ich sagen: Ein wirklich tolles Buch. |
2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Lulu-Johnson aus Halle am 14.05.2010 | |
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Ein Selbstmordattentat und die Folgen - authentisch, aufrüttelnd, psychologisch glaubwürdig von Tamar Verete-Zehavi. Zwei jugendliche Mädchen haben ein Treffen vorm Supermarkt vereinbart. Die eine kauft noch schnell ein, die andere wartet draußen auf sie. Ehe die beiden Mädchen sich sehen können, explodiert eine Bombe. Das Mädchen draußen stirbt, das Mädchen drinnen überlebt. Wir befinden uns in Jerusalem, ca. 2005. Berichtet wird die 4-monatige und wahre Geschichte von der Ich-Erzählerin, der knapp fünfzehnjährigen Ella, dem Mädchen, das überlebt hat. Sehr detailliert beschreibt die Autorin Ellas seelischen Zustand und seine Entwicklung. Ängste, Verwirrung und vor allem die Trauer um Jerus, die etwas ältere beste Freundin. Wut, Panikattacken, zeitweise Orientierungslosigkeit, Lustlosig- und Antriebslosigkeit. Noch im Krankenhaus lernt Ella einen jungen Palästinenser kennen, Maher. Durch diesen Kontakt kommt sie gedanklich dem Selbstmordattentäter auf die Spur. Zu ihrem nicht geringen Schrecken erfährt sie, dass der Täter eine Täterin war, eine 18-Jährige. Ella verbeißt sich immer stärker in das Wirken und Denken von Nadira, so hieß das Mädchen. Dies bringt sie schließlich dazu, mit der Familie Nadiras Kontakt aufzunehmen... Parallel zu dieser Geschichte wird die Geschichte der Freundschaft zwischen Ella und Jerus erzählt. Das ist die schwerwiegende zweite Thematik in diesem Roman, es wird vom Leben der ÄthioperInnen in Israel berichtet. Ellas Rückschau auf Jerus beschreibt sie als sehr lebendige, moderne, junge Frau, die zielstrebig ihre Träume und Wünsche zu verwirklichen versuchte. Teilweise überschattet es die eigenen Ansichten von Ella. Weniger lebendig werden die Nebencharaktere wie Maher und Etan, Ellas Freund, dargestellt. Jedoch fehlt der Geschichte die eigene Ausdrucksweise, in die Dialoge mischen sich zu häufig auftretende Belanglosigkeiten und Wiederholungen. Alle drei, Ella, Maher und Etan, geraten in große Gefahr, Spielfiguren zu werden, die nur noch Positionen wiedergeben. Ab hier gibt die Autorin meiner Meinung nach den LeserInnen auch viel zu viel vor. Es wird viel behauptet, aber nicht dargestellt, es gibt keinen Raum mehr für eigene Eindrücke und Schlussfolgerungen. Als Roman nicht sehr gut gelungen, ist Aftershock(schauriger Titel!) dennoch ein Buch geworden, das man empfehlen kann. In ihm findet man nicht nur viele Gedanken über die Konflikte in Israel, sondern auch eine Menge Informationen über den schwierigen Alltag. Aftershock schildert dramatisch und einfühlsam die Konflikte und Sehnsüchte junger Israelis und Palästinenser. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch |
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| eBook, ePUB EUR 5,99 |
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