Die fünfundachtzig kurzen Texte sind für jene Minuten geschrieben,
die man irgendwo, irgendwann, aus irgendwelchen Gründen wartend
verbringt: an der Haltestelle, in den kleinen Pausen des Alltags,
in der Warteschlange, wenn der Partner sich wie üblich verspätet.
Die Texte sollen ablenken oder unter Umständen jenen Ärger
ersparen, der in zahl- und sinnlosen kleinen Wartezeiten
üblicherweise entsteht. Dieser Absicht kommt das handliche
Buchformat entgegen.
Die Texte behandeln alphabetisch angeordnete Begriffe, die - wie
zufällig und subjektiv ausgewählt - von Astropop über Juckreiz und
Jungfrau bis Videospiele, Wollust und Zoo reichen. Vergleichbar mit
den Fingerübungen oder Fugen in der Musik antwortet Eisendle auf
das Thema sozusagen mit Dominante oder Subdominante, also einer
"charakteristischen Abweichung" oder dem
"Kontrapunkt" zur lexikalischen Definition. Dabei
entstehen kurze Essays, lockere Reflexionen und Glossen in denen
sowohl das Sprachspiel als auch die banale Kolportage
gleichbedeutend nebeneinanderstehen können.
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