A Gun for Hire - Newton, Helmut

Helmut Newton 

A Gun for Hire

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A Gun for Hire

Helmut Newton sah sich und seine Arbeit nicht als eine Kunst für Galerien und Museen, sondern ganz prosaisch als eine Waffe, die man mieten kann - "a gun for hire". Das schnörkellose Werk des vielleicht am meisten gefeierten Fotografen des 20. Jahrhunderts widersetzt sich jeder Kategorisierung. Newton sträubte sich stets gegen die Bezeichnung "Kunst" und überlässt es nun dem Betrachter selbst, dies heute, in Anbetracht der zahllosen Schauen in Museen und Galerien, anders zu sehen. TASCHENs A Gun for Hire vereint eine Auswahl von Newtons Modefotografie der frühen 80er Jahre bis 2003 und seine letzten Bilder für die amerikanische und italienische Vogue - alles Auftragsarbeiten des "gun for hire".


Produktinformation

  • Verlag: Taschen Verlag
  • 2005
  • Ausstattung/Bilder: 2005. 216 S. m. zahlr. Fotos.
  • Seitenzahl: 216
  • Deutsch
  • Abmessung: 312mm x 242mm x 26mm
  • Gewicht: 1769g
  • ISBN-13: 9783822846438
  • ISBN-10: 3822846430
  • Best.Nr.: 14450753
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 22.12.2005

Killer: Helmut Newtons Auftragsfotos

Daß ihm an der hehren Kunst nie gelegen war, machte Helmut Newton immer wieder gern und stets mit medientauglichen Aperçus deutlich. "Kunst ist Schmunst", diktierte er dann Journalisten in ihre Notizblocks oder nannte sich mal "eine sehr teure Nutte", mal einen "Auftragskiller", der für Geld alles mache. Vor allem die großen, überwältigenden Ausstellungen am Ende seines Lebens, etwa die im Jahr 2000 zu seinem achtzigsten Geburtstag in der Nationalgalerie in Berlin, kommentierte er mit derlei Selbsteinschätzungen.

Unüberhörbar freilich trug deren tiefstapelnder Ton den Drang nach Selbsterhöhung in sich. Und nicht wenige Kritiker bezeichneten prompt die redaktionellen Arbeiten Helmut Newtons als Meilensteine der Modefotografie sowie der erotischen Fotografie, zwei Gattungen, die Newton in den siebziger Jahren wie niemand zuvor vermischt hat, bevor er wenig später die Damen auf seinen Fotografien endgültig von aller Konfektion befreite.

Außergewöhnlich waren Newtons Aufnahmen der Haute Couture vor allem deshalb, weil Frauenzeitschriften bis dahin einen eher zurückhaltenden Umgang mit dem Sex gepflegt …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Martina Knoben stellt in einer Kurzkritik den Fotoband mit ausgewählten Fotografien von Helmut Newton vor, der begleitend zu einer Ausstellung erschienen ist. Er enthält vor allem Modefotos aus den 80er und 90er Jahren, berichtet die Rezensentin, die den Stil des Fotografen in diesen Bildern unverwechselbar findet. Der Fotograf sah sich selbst nicht als "Künstler", sondern apostrophierte sich als "Auftragskiller", lässt Knoben wissen. Deutlich werde in diesen Aufnahmen, die Newton für Modezeitschriften wie Vogue, Elle oder Marie Claire aber auch für Modeschöpfer gemacht hat, vor allem sein "ungemeines Gespür für Stoffliches", so die Rezensentin anerkennend.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.07.2005

Papier ist hart
Foto-Träume des „Auftragskillers” Helmut Newton
Von einer Privatstunde über Schnitzlers „Traumnovelle” berichtet Josephine Hart in der amerikanischen Vogue: „Denk daran, Josephine”, habe Helmut Newton ihr gesagt, als Stanley Kubricks Verfilmung „Eyes Wide Shut” in die Kinos kam: „Da geschieht nichts. Es läuft nur in seinem Kopf ab.”
Alles nur geträumt . . . Fantasien von unantastbaren, gefährlichen, schönen Frauen hat auch Helmut Newton inszeniert in seinen Bildern; und tatsächlich hatte Kubrick seinem Drehbuchautor für „Eyes Wide Shut” Bildbände des Fotografen zur Anregung empfohlen. Mit seinen glamourös-unterkühlten Maskeraden hat Newton vor allem in der Modefotografie eine Heimat gefunden. „Bestimmte Fotografen machen Kunst, ich nicht”, hat er kurz vor seinem Tod gesagt: „Ich bin ein Auftragskiller.”
Er hat für viele Zeitschriften gearbeitet: Elle, Marie Claire oder Playboy, vor allem aber für die französische Vogue, bei der er angefangen hatte in den sechziger Jahren, wo er die Branche revolutionierte mit der Erotik seiner Bilder. Eine Auswahl seiner Auftragsarbeiten zeigt nun der Bildband …

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