3096 Tage - Kampusch, Natascha

Natascha Kampusch 

3096 Tage

Buch
 
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Produktinformation

  • ISBN-13: 9783471350683
  • Best.Nr.: 33067758
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.09.2010

Heile Welt, ist doch nichts passiert!

Natascha Kampusch möchte der vordergründigen Psychologisierung ihres Schicksals entgehen. Deshalb hat sie über ihre Gefangenschaft ein Buch geschrieben.

Unter den vielen möglichen Lesarten des Buches von Natascha Kampusch gibt es eine klinische Lesart, die die Autorin selbst freilich ablehnt: Nach dieser Lesart handelt es sich bei ihrem Buch um eine phänomenologisch gehaltvolle Dokumentation zum Stockholm-Syndrom.

Darunter versteht man in der Psychologie die Ambivalenz, ja positive Gestimmtheit, mit der Entführungsopfer ihren Tätern begegnen. Man spricht von der Identifikation mit dem Aggressor als einer Maßnahme des Selbstschutzes, wie sie auch in alltäglichen Zwangssituationen und Abhängigkeitsverhältnissen zu beobachten ist. "Ich habe mit meinen Versuchen, dem Menschen hinter der Fassade des Peinigers und Saubermanns nachzuspüren, Unverständnis geerntet", schreibt die zweiundzwanzigjährige Kampusch im Epilog des Buches. "Ich habe mich nach meiner Befreiung sogar mit Wolfgang Priklopils Freund Holzapfel getroffen, um über den Täter sprechen zu können. Weil ich verstehen wollte, warum er zu …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Eindruck hat Natascha Kampuschs Buch über die acht Jahre ihrer Gefangenschaft auf Sophie von Maltzahn gemacht. Nicht nur, dass sie die Autorin darin als emanzipierte Frau kennengelernt hat, "deren Wille zu leben auf grausame Weise gestählt wurde". Auch Kampuschs Analyse ihrer eigenen emotionalen Lage und ihrer Beziehung zu dem Entführer, lassen sie den Hut vor dieser jungen Frau ziehen. Schockiert ist sie, dass sich das Mädchen mit seinem Entführer immer wieder unerkannt an öffentlichen Orten aufgehalten hat, und ohnmächtig gewesen sei zu fliehen. Daher versteht sie das Buch auch als Appell an uns alle, genau hinzusehen.

© Perlentaucher Medien GmbH

»Natascha möchte der vordergründigen Psychologisierung ihres Schicksals durch Dritte entgehen. Deshalb hat sie  sich mit ihrem Buch jetzt selbst eine Stimme gegeben. Der jüngste Akt einer Überlebensstrategie.« FAZ, Christian Geyer, 08.09.10 »Über Strecken lesen sich die 284 Seiten wie ein Lehrbuch der Psychologie mit einer einzigen Versuchsperson: Natascha Kampusch.« Berliner Zeitung, Norbert Mappes-Niediek, 08.09.10 »Das Dokument einer Selbstermächtigung und die Zurückweisung der banalen Psychologisierungsmuster des Boulevards ... Ein gutes Buch.« Der Tagesspiegel, Dennis Scheck, 26.09.10

"Über Strecken lesen sich die 284 Seiten wie ein Lehrbuch der Psychologie mit einer einzigen Versuchsperson: Natascha Kampusch." (Berliner Zeitung, Norbert Mappes-Niediek, 08.09.10)"Das Dokument einer Selbstermächtigung und die Zurückweisung der banalen Psychologisierungsmuster des Boulevards ... Ein gutes Buch." (Der Tagesspiegel, Dennis Scheck, 26.09.10)

Kundenbewertungen zu "3096 Tage" von "Natascha Kampusch"

31 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.7 von 5 Sterne bei 31 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von Möp aus Northeim am 19.05.2012 ***** ausgezeichnet
Natascha Kampusch – 2006 erregte sie mit ihrer Selbstbefreiung aus der Gefangenschaft ihres Entführers Wolfgang Priklopil großes Aufsehen. In „3096 Tage“ nimmt sie allen Mut zusammen und erzählt ihre Geschichte. Natascha beginnt damit, zu erzählen, wie ihr Leben vor der Entführung ausgesehen hat: Sie berichtet von den lauten und häufigen Streitereien ihrer Eltern, die schließlich dazu führen, dass ihre Mutter sich von ihrem Mann scheiden lässt. Während dieser Zeit fehlt Natascha zu Hause eine Bezugsperson, die ihr Sicherheit und Geborgenheit gibt. Sie fühlt sich von ihren Eltern nicht geliebt, links liegen gelassen und sehr einsam, sodass sie zu einem verschlossenem und unglücklichen Kind wird. Mit neun Jahren beginnt sie ihren Frust und ihre Trauer mit Essen zu kompensieren und wir von einem Pummelchen zu einem richtig dicken Kind. Natascha ist unsicher und leidet unter ihrer Lebenssituation, was man ihr deutlich ansieht, womit sie perfekt in das Beuteschema des Täters passt. Am Tag ihrer Entführung, dem 2. März 1998, im Alter von 10 Jahren, geht sie nach einem Streit mit ihrer Mutter weinend aus dem Haus und ist sehr unglücklich. Auf ihrem Schulweg kommt Natascha an einem Mann vorbei, der vor seinem weißen Lieferwagen steht und die Situation löst in ihr auf den ersten Blick eine unbestimmte Angst aus. Sie möchte dies aber nicht zeigen, zwingt sich an dem Mann vorbeizugehen und dann geht alles ganz schnell. Der Mann packt sie und hebt sie schnell und lautlos in den Lieferwagen, sodass es keiner bemerken kann. Natascha hat furchtbare Angst, ist sich sicher, dass sie enden wird, wie all die anderen entführten Mädchen, deren Geschichten sie aus dem Fernsehen kennt, sie ist sich sicher, das sie sterben muss. Doch es kommt alles anders:
Sie wird in ein Kellerverlies gebracht, das für die nächsten 3096 Tage ihr Rückzugsraum und Gefängnis zugleich sein wird
Natascha ist einem Verrücktem, ihrem paranoiden und psychisch kranken Entführer Wolfgang Priklopil, zum Opfer gefallen und zu einer Spielfigur in der kranken Welt in seinem Kopf geworden. Im weiteren Verlauf des Buches erzählt sie sehr detailliert ihren abstrakten Alltag: wie sie 8 Jahre lang als Sklavin ihres Entführers leben muss; wie sie seinen Kontrollwahn, die unerträgliche Isolation von der Außenwelt und den Verlust ihrer Identität ertragen muss. Sie hat von dem Täter einen neuen Namen bekommen, muss sich ihm unterwürfig verhalten und leidet unter den unvorstellbar schweren körperlichen Misshandlungen durch Schläge oder auch durch Essensentzug, durch den er sie beinahe an den Rande des Hungertods treibt. Sie beschreibt auch, wie ihr durch eine günstige Gelegenheit 2006 die Flucht gelingt und dass ihr Leben nach der Befreiung nicht so einfach ist, wie man es sich vielleicht vorstellt.

Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, weil Natascha Kampusch sehr offen und ungeschönt ihr Leben im Kellerverlis erzählt. Als ich das Buch gelesen habe, war ich die ganze Zeit darüber verwundert, wie sehr sie einen an ihrer Geschichte teilhaben lässt. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen und mit ihr mitleiden, was mir das Gefühl gab, Teil ihrer Welt zu sein, zu verstehen, was man eigentlich nicht verstehen kann: Wieso sie nicht früher schon geflohen ist. Warum sie ihrem Entführer vergibt. Dies sind Dinge die ihr viele Menschen vorwerfen und die sie mit diesem Buch aus dem Weg räumen möchte. Ich finde, das ist ihr gelungen. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, bewunderte ich sie einfach nur noch dafür, dass sie das 8 Jahre lang durchgehalten hat. Ich kann diese Buch allen weiterempfehlen, denn es klärt viele offene Fragen über ihr Leben.

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Bewertung von Kerry aus Berlin am 15.01.2012 ***** ausgezeichnet
Am 17. Februar 1988 wurde Natascha Kampusch in eine sich auflösende Familie hineingeboren. Ihre Eltern standen kurz davor, sich zu trennen und ihre großen Schwestern waren bereits außer Haus und führten ihr eigenes Leben. Von beiden Elternteilen wurde sie geliebt, wobei ihre Mutter hier ihre Gefühle nicht so deutlich wie ihr Vater zum Ausdruck bringen konnte. Natascha Kampusch wuchs eher behütet auf, auch wenn die Gegend, in der sie groß wurde, nicht zu den "feinen" Gegenden gehörte.

Doch auch die Liebe zu ihrem Kind konnte die Ehe der Eltern nicht retten. Sie trennten sich und Natascha verbrachte eine Ferienwoche im Februar 1998 mit ihrem Vater in Ungarn - es sollte der letzte Urlaub und das letzte familiäre Zusammentreffen für viele Jahre sein.

Am 2. März 1998 bat sie, im Alter von 10 Jahren, dass ihre Mutter sie nicht mehr zur Schule fahren möge, da sie ja schon groß sei und den Weg auch alleine gehen könnte. Insgeheim war es ihr peinlich, sich vor dem Schulgelände von ihrer Mutter verabschieden zu müssen und damit für Getuschel unter den anderen Schülern zu sorgen. An diesem Morgen ärgerte sie sich morgens über ihre Mutter und verließ die Wohnung ohne Abschiedsworte - für mehr als 8 Jahre. Noch auf dem Schulweg wurde sie in einen weißen Kastenwagen geschubst und entführt.

3096 Tage muss dieses junge Mädchen und später junge Frau unter menschenunwürdigen Zuständen leben - in einem Kellerverlies, teilweise ohne Licht, ohne frische Luft, ohne Nahrung, dafür mit Gewalt. Nach 3096 Tagen gelingt ihr die Flucht, denn sie weiß, nur einer von beiden, entweder sie, oder ihr Peiniger, können überleben. Doch damit ist ihre Geschichte noch nicht vorbei ...

In diesem Buch berichtet uns Natascha Kampusch, was ihr widerfahren ist, wie sie in dieser Situation gewachsen ist und es geschafft hat, nicht unter dem Druck zu zerbrechen und sich selbst treu zu bleiben. Sie gibt uns einen Einblick in das Leben, das sie mehr als 8 Jahre lang führen musste, Situationen ihres "Alltages", die schrecklicher nicht sein könnten und dennoch hat es diese junge Frau geschafft, gestärkt aus ihr hervorzugehen.

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Bewertung von Cathy_79 am 16.12.2011 ***** sehr gut
Das Buch ist wirklich super.

Nachdem ich einmal damit angefangen hatte konnte ich es fast nicht mehr aus der Hand legen.

Sie beschreibt sehr detailliert die Zeit ihrer Gefangenschaft und ihren Umgang mit dem Täter. Leider ist das Buch nicht sehr dick, man hat es also schnell gelesen, aber es lohnt sich auf jeden Fall!

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Bewertung von Jamila aus Bramsche am 11.11.2011 ***** sehr gut
Ich denke jeder kennt den Fall Natascha Kampusch und hat in den Medien über ihre Selbstbefreihung gehört oder gelesen. Dieses Buch bringt die ganze Geschichte noch einmal sehr nahe, man erlebt sie förmlich mit. Es ist so offen und mitreißend geschrieben das ich teilweise wirklich mit ihr fühlen konnte. Von der ersten bis zur letzten Seite wurde ich mitgerissen und hab es innerhalb weniger Tage durch gelesen.
Auch wenn ich zwischendurch öfters mal drüber nachdachte wieso sie nicht schon früher geflohen ist und sogar draußen im Garten mit ihm war, ja sogar mit ihm im Urlaub war und shoppen. Das macht einen doch etwas nachdenklich ob nicht vielleicht doch etwas an den Vermutungen der Medien dran ist. Zu einem wirklichen Entschluß ob nun die Geschichte so wirklich stimmt, oder ob die Mutmaßungen die noch heute in der Geschichte angestellt werden nun die richtige Lösung ist, bin ich nicht gekommen.
Es ist schon sektsam das man ein so "freies" Leben als Gefangene führen kann und nicht flieht. Andererseits weiß ich natürlich nicht wie man sich in einer solchen Situation fühlt und ob man da überhaupt in der Lage ist zu fliehen.
Warum sie allerdings sein Haus genommen hat, damit es nicht jemand nimmt der sich einfach an der Geschichte profitieren möchte, verstehe ich wirklich nicht. ich würde alles tun dieses Haus nie wieder betreten zu müssen, nicht mal mehr dran denken zu müssen und sie nahm es als "Schadensersatz"! Unverständlich.
Aber zurück zu dem Buch, es ist wirklich sehr gut geschrieben, eine packende Geschichte die leider Gottes auch noch wahr ist, wirklich sehr zu empfehlen!

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 02.10.2011 ***** ausgezeichnet
Ein erschütterndes Buch, dass einem den Atem stocken lässt.
Ich bewundere Frau Kampusch für ihre enorme Stärke!

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Bewertung von Möööp aus Northeim am 10.07.2011 ***** ausgezeichnet
Natascha Kampusch – 2006 erregte sie mit ihrer Selbstbefreiung aus der Gefangenschaft ihres Entführers Wolfgang Priklopil großes Aufsehen. In „3096 Tage“ nimmt sie allen Mut zusammen und erzählt ihre Geschichte. Natascha beginnt damit, zu erzählen, wie ihr Leben vor der Entführung ausgesehen hat: Sie berichtet von den lauten und häufigen Streitereien ihrer Eltern, die schließlich dazu führen, dass ihre Mutter sich von ihrem Mann scheiden lässt. Während dieser Zeit fehlt Natascha zu Hause eine Bezugsperson, die ihr Sicherheit und Geborgenheit gibt. Sie fühlt sich von ihren Eltern nicht geliebt, links liegen gelassen und sehr einsam, sodass sie zu einem verschlossenem und unglücklichen Kind wird. Mit neun Jahren beginnt sie ihren Frust und ihre Trauer mit Essen zu kompensieren und wir von einem Pummelchen zu einem richtig dicken Kind. Natascha ist unsicher und leidet unter ihrer Lebenssituation, was man ihr deutlich ansieht, womit sie perfekt in das Beuteschema des Täters passt. Am Tag ihrer Entführung, dem 2. März 1998, im Alter von 10 Jahren, geht sie nach einem Streit mit ihrer Mutter weinend aus dem Haus und ist sehr unglücklich. Auf ihrem Schulweg kommt Natascha an einem Mann vorbei, der vor seinem weißen Lieferwagen steht und die Situation löst in ihr auf den ersten Blick eine unbestimmte Angst aus. Sie möchte dies aber nicht zeigen, zwingt sich an dem Mann vorbeizugehen und dann geht alles ganz schnell. Der Mann packt sie und hebt sie schnell und lautlos in den Lieferwagen, sodass es keiner bemerken kann. Natascha hat furchtbare Angst, ist sich sicher, dass sie enden wird, wie all die anderen entführten Mädchen, deren Geschichten sie aus dem Fernsehen kennt, sie ist sich sicher, das sie sterben muss. Doch es kommt alles anders:
Sie wird in ein Kellerverlies gebracht, das für die nächsten 3096 Tage ihr Rückzugsraum und Gefängnis zugleich sein wird
Natascha ist einem Verrücktem, ihrem paranoiden und psychisch kranken Entführer Wolfgang Priklopil, zum Opfer gefallen und zu einer Spielfigur in der kranken Welt in seinem Kopf geworden. Im weiteren Verlauf des Buches erzählt sie sehr detailliert ihren abstrakten Alltag: wie sie 8 Jahre lang als Sklavin ihres Entführers leben muss; wie sie seinen Kontrollwahn, die unerträgliche Isolation von der Außenwelt und den Verlust ihrer Identität ertragen muss. Sie hat von dem Täter einen neuen Namen bekommen, muss sich ihm unterwürfig verhalten und leidet unter den unvorstellbar schweren körperlichen Misshandlungen durch Schläge oder auch durch Essensentzug, durch den er sie beinahe an den Rande des Hungertods treibt. Sie beschreibt auch, wie ihr durch eine günstige Gelegenheit 2006 die Flucht gelingt und dass ihr Leben nach der Befreiung nicht so einfach ist, wie man es sich vielleicht vorstellt.

Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, weil Natascha Kampusch sehr offen und ungeschönt ihr Leben im Kellerverlis erzählt. Als ich das Buch gelesen habe, war ich die ganze Zeit darüber verwundert, wie sehr sie einen an ihrer Geschichte teilhaben lässt. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen und mit ihr mitleiden, was mir das Gefühl gab, Teil ihrer Welt zu sein, zu verstehen, was man eigentlich nicht verstehen kann: Wieso sie nicht früher schon geflohen ist. Warum sie ihrem Entführer vergibt. Dies sind Dinge die ihr viele Menschen vorwerfen und die sie mit diesem Buch aus dem Weg räumen möchte. Ich finde, das ist ihr gelungen. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, bewunderte ich sie einfach nur noch dafür, dass sie das 8 Jahre lang durchgehalten hat. Ich kann diese Buch allen weiterempfehlen, denn es klärt viele offene Fragen über ihr Leben.

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 05.07.2011 ***** ausgezeichnet
Ist ein sehr gutes buch. I habe es gestern bekommen und
angefangen zu lesen. Konnte garnicht aufhören zu lesen

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Bewertung von Möp aus Northeim am 16.05.2011 ***** ausgezeichnet
Natascha Kampusch – ihren Namen haben die Meisten sicherlich schon mal gehört, denn 2006 erregte sie mit ihrer Selbstbefreiung aus der Gefangenschaft ihres Entführers großes Aufsehen. In „3096 Tage“ nimmt sie allen Mut zusammen und erzählt ihre Geschichte.

Natascha beginnt damit, zu erzählen, wie ihr Leben vor der Entführung ausgesehen hat: Sie berichtet von den lauten und häufigen Streitereien ihrer Eltern, die schließlich dazu führen, dass ihre Mutter sich von ihrem Mann, der regelmäßig durch die Bars der Vorstadt zieht, scheiden lässt.
Während dieser Zeit fehlt Natascha zu Hause eine Bezugsperson, die ihr Sicherheit und Geborgenheit gibt. Sie fühlt sich von ihren Eltern nicht geliebt, links liegen gelassen und sehr einsam, sodass sie zu einem verschlossenem und unglücklichen Kind wird. Mit neun Jahren beginnt sie ihren Frust und ihre Trauer mit Essen zu kompensieren und wir von einem Pummelchen zu einem richtig dicken Kind. Natascha ist unsicher und leidet unter ihrer Lebenssituation, was man ihr deutlich ansieht, womit sie perfekt in das Beuteschema des Täters passt.

Am Tag ihrer Entführung, dem 2. März 1998, im Alter von 10 Jahren, geht sie nach einem Streit mit ihrer Mutter aus dem Haus und ist sehr unglücklich. Auf ihrem Schulweg kommt Natascha an einem Mann vorbei, der vor seinem weißen Lieferwagen steht und die Situation löst in ihr auf den ersten Blick eine unbestimmte Angst aus. Sie möchte dies aber nicht zeigen, zwingt sich an dem Mann vorbeizugehen und dann geht alles ganz schnell. Der Mann packt sie und hebt sie schnell und lautlos in den Lieferwagen, sodass es keiner bemerken kann.
Natascha hat furchtbare Angst, ist sich sicher, dass sie enden wird, wie all die anderen entführten Mädchen, deren Geschichten sie aus dem Fernsehen kennt, sie ist sich sicher, das sie sterben muss.
Doch es kommt alles anders:
Sie wird in ein Kellerverlies gebracht, das für die nächsten 3096 Tage ihr Rückzugsraum und Gefängnis zugleich sein wird.
Natascha ist einem Verrücktem, ihrem paranoiden und psychisch kranken Entführer Wolfgang Priklopil, zum Opfer gefallen und zu einer Spielfigur in der kranken Welt in seinem Kopf geworden.

Im weiteren Verlauf des Buches erzählt sie sehr detailliert ihren abstrakten Alltag: wie sie 8 Jahre lang als Sklavin ihres Entführers leben muss; wie sie seinen Kontrollwahn, die unerträgliche Isolation von der Außenwelt und den Verlust ihrer Identität ertragen muss. Sie hat von dem Täter einen neuen Namen bekommen, muss sich ihm unterwürfig verhalten und leidet unter den unvorstellbar schweren körperlichen Misshandlungen durch Schläge oder auch durch Essensentzug, durch den er sie beinahe an den Rande des Hungertods treibt. Sie beschreibt auch, wie ihr durch eine günstige Gegebenheit 2006 die Flucht gelingt und dass ihr Leben nach der Befreiung nicht so einfach ist, wie man es sich vielleicht vorstellt.

Dises Buch hat mir sehr gut gefallen, weil Natascha Kampusch sehr offen und ungeschönt ihr Leben im Kellerverlis erzählt. Als ich das Buch gelesen habe, war ich die ganze Zeit darüber verwundert, wie sehr sie einen an ihrer Geschichte teilhaben lässt. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen und mit ihr mitleiden, was mir das Gefühl gab, Teil ihrer Welt zu sein, zu verstehen, was man eigentlich nicht verstehen kann. Wieso sie nicht früher schon geflohen ist. Warum sie ihrem Entführer vergibt. Dies sind Dinge die ihr viele Menschen vorwerfen und die sie mit diesem Buch aus dem Weg räumen möchte. Ich finde, das ist ihr gelungen. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, bewunderte ich sie einfach nur noch dafür, dass sie das 8 Jahre lang durchgehalten hat.
Ich kann diese Buch allen weiterempfehlen, denn es klärt viele offene Fragen über ihr Leben.

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Bewertung von Melissa aus Hünfelden am 09.05.2011 ***** ausgezeichnet
In dem Buch "3096 Tage" von Natascha Kampusch geht es um sie selbst, denn sie erzählt von ihrer Entführung. Als sie 10 Jahre alt ist wird sie auf dem Schulweg von Wolfgang P. entführt. Er nimmt sie mit nach Hause und sperrt sie ein kleines Kellerzimmer ohne Fenster. Ihr Entführer misshandelt sie, fügt ihr körperliche Gewalt zu. In dem Buch schildert sie ihre Gefühle, Ängste, Schmerzen und Erlebnisse, die sie ganze 8 Jahre über sich ergehen lassen muss.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, denn es zeigt, zu was Menschen fähig sind und wie skrupellos sie sein können. An manchen Stellen kann man nicht glauben, was in dem Kopf eines solchen Menschen vor sich geht. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter, da es eine tragische, traurige, wahre aber auch interessante Geschichte erzählt.

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Bewertung von sandra l 38 aus 44532 lünen am 24.02.2011 ***** ausgezeichnet
das ist ein super buch es ist sehr gut beschriben es ist weiter zu entfehlen.

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