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1979
Roman
- Einband: Kartoniert/Broschiert
- Broschiertes Buch
Produktinformation
- Verlag: DTV
- 2008
- 4. Aufl.
- Ausstattung/Bilder: 182 S.
- Seitenzahl: 182
- dtv Taschenbücher Nr.13078
- Deutsch
- Abmessung: 187mm x 113mm x 11mm
- Gewicht: 166g
- ISBN-13: 9783423130783
- ISBN-10: 3423130784
- Best.Nr.: 11198460
Produktbeschreibung zu "1979"
Beschreibung
Teheran 1979: Die Stadt liegt in einem schwer durchschaubaren Taumel, es ist der Vorabend der islamischen Revolution - des Aufstandes der Anhänger Ajatollah Khomeinis gegen den Schah und sein westliches Regime. Der Erzähler, ein junger deutscher Innenarchitekt, und sein hoch gebildeter, zynischer, gesundheitlich zerstörter Freund Christopher reisen zu der Musik von Devo und Blondie durch den Iran bis nach Teheran. Panzer stehen an den Straßenkreuzungen, doch die beiden Protagonisten sehen dies nicht. Sie unterhalten sich lieber über Herrensandalen und Bezüge von Sofakissen. Und deshalb kommen beide in die Hölle. In seinem neuen Roman "1979" inszeniert der Autor in staubtrockenem Ton eine postmoderne Groteske, die seltsam verstörende Bilder hinterlässt. Vor allem aber ist es ein großartiges Stück deutschsprachiger Literatur, dessen Klang völlig eigenständig ist, bisher ungehört . In einer extdisziplinierten, betörenden Sprache saugt Christian Kracht den Leser in eine Geschichte über das Ende der Zivilisation hinein. Es gibt kein Entkommen.
09.10.2001
Wir sehen uns mit Augen, die nicht die unseren
sind
Der Blick auf die Oberfläche reicht nicht mehr: Aus Christian
Krachts Roman "1979" spricht der Selbsthaß als
Lebensgefühl des Westens
Als der Schah gestürzt wird und die islamische Revolution unter
Ajatollah Chomeini sich anschickt, Iran zu erobern, befinden sich
auch zwei junge Deutsche in Teheran, Angehörige der internationalen
Partyszene, die sich zur Kreuzfahrt in der Ägäis, an der
französischen Mittelmeerküste oder in den Villen im reichen Norden
der persischen Hauptstadt trifft. Einer der beiden jungen Männer
stirbt nach einer Jet-set-Party, weil er zuviel Alkohol getrunken
und zuviel Drogen genommen hat und ohnehin nicht mehr ganz gesund
war. Der andere, ein etwas einfältiger Innenarchitekt, wird von
einem undurchsichtigen Partygast mit dem klingenden Namen
Mavrocordato nach Tibet geschickt.
Dort soll er den heiligen Berg Kailash umrunden, um seine Seele zu
reinigen, ein Opfer zu bringen und Buße zu tun. Am Fuß des Berges
wird der Pilger aus Deutschland von chinesischen Soldaten
aufgegriffen, zum russischen Spion erklärt und in verschiedenen
Umerziehungs- und Arbeitslagern …
15.10.2001
Kultur:
ESS-STÄBCHEN, DIE SICH IN DEN KOPF BOHREN.
Schwer zu hassen, schwer zu kopieren: '1979' - der neue Roman von Christian Kracht.
Vor sechs Jahren schrieb Christian Kracht ein Buch, das 'Faserland' heißt. Ein namenloser junger Mann macht darin eine Reise, 'einmal durch die Republik von Nord nach Süd. Dabei erzählt er von Partys und Bars, von Himmelfahrtsnasen der Mädchen und vom Kotzen mit Stil', so steht es im Klappentext. Und weil im Buch selbst tatsächlich nicht sehr viel mehr Handlung folgt und die Sprache von 'Faserland' sich gar nicht erst die Mühe macht, das hohle Gerede der Figuren literarisch zu glätten, all das dann auch noch oft besprochen und viel gekauft wurde, wünschten viele den Autor, der in seinem öffentlichen Auftreten seiner arroganten Hauptfigur oft bedrohlich nahe kam, einfach nur zum Teufel. Manche fanden wenigstens, Christian Kracht könne gut, habe aber nichts zu erzählen. Ein paar aber liebten ihn sehr dafür, dass endlich mal jemand ein wahres Buch über die armseligen Kinder reicher Eltern schrieb oder freuten sich, das eigene Leben vorgelegt zu bekommen.
Nun hat Christian Kracht wieder einen Roman …
Kundenbewertungen zu "1979" von "Christian Kracht"
Bewertung von Pocki aus Rostock am 24.02.2010
Bewertung von Tarzan von Aquin aus München am 14.08.2007
Bewertung von Tarzan von Aquin aus München am 14.08.2007
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10.10.2001
Ganz so dumm ist dieser Typ also doch nicht, hört man Elke Buhr
zwischen den Zeilen sagen. Schon Krachts Debütroman
"Faserland" galt als der beste unter den Werken der
jungen deutschen Pop-Literaten, die von Talkshow zu Talkshow zogen
und die "Unterwerfung aller Lebensfragen unter das Primat des
Stils" proklamierten, so Buhr. Darum geht es ansatzweise auch
in Krachts neuem Roman, der im besagten Jahr 1979 im revolutionären
Teheran spielt, das in seltsamem Kontrast zu den zwei westlich
dekadenten Dandys steht, die es dorthin verschlägt. Krachts einst
Unsicherheit verratende Sprache sei der Klarheit und Präzision
gewichen, lobt die Rezensentin. Der Protagonist agiere wie ein
"offenes Fass", das alles aufsaugt, protokolliert, aber
nicht rebelliert, auch nicht, als er nach einem heilsuchenden Trip
durch Tibet vom chinesischen Militär aufgegriffen und in ein
Arbeitslager gesteckt wird. Was dort vom Dandy übrig bleibt, so
Buhr, ist nicht etwa sein Zynismus, seine Verachtung, seine
Intelligenz, sondern bloß Blasiertheit und Indifferenz:
"zwischen Dummheit und Zen".
© Perlentaucher Medien GmbH

Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
"What's wrong with being a snob?", fragte einst Nobelpreisträger V.S. Naipaul und schränkte gleich ein: "Wir sind snobistisch genug zu wissen, dass jemand, der sicher und wohlversorgt ist, nie ein wirklicher Snob ist." Platter gesagt: Nur wer ursprünglich arm ist, wer durch Arbeit eine Aneignung vollzogen hat, kann etwa den Besitz hellbrauner Halbschuhe von Berluti - der "besten Schuhe der Welt" - wirklich genießen, die in Christian Krachts neuem Roman "1979" so eben nicht für die Vitalität, sondern für den Verfall ihrer Besitzer stehen. Auch Kracht selbst bringt es bei aller Selbst- und Fremdinszenierung nicht bis zum Snob, er ist zu sehr Millionenerbe, Sohn des ehemaligen Springer-Generalbevollmächtigten Christian Kracht sen.: Aber nicht alle Millionärssöhne müssen ja so überflüssig sein wie Bin Laden. Denn so unangenehm es auch sein mag: Christian Kracht jun. ist gegenwärtig der bedeutendste deutschsprachige Schriftsteller, und "1979" ist sein Prophet, für alle, die nach "Faserland" noch ungläubig sein mochten. "1979" ist die Geschichte einer Selbstauslöschung zweier homosexueller, höchst westlich-zivilisierter décadents vor dem Hintergrund der …
Rezension
»Christian Kracht hat mit 1979 einen verstörenden Text
geschrieben, der wie ein dunkler Granitblock in der Landschaft
unserer Herbstliteratur liegt. Hart, kalt, schön, unbegreiflich,
drohend.« (Elke Heidenreich im Spiegel)
»Das ist absurd, das ist schrecklich. Das liest sich wie ein
subtiler Splatterroman, wie die totale Schwindsucht, wie ein lauter
Schrei nach Autorität und wie ein stiller nach Liebe.« (taz)
»Ein brillant geschriebenes Buch. Ein sehr konsequentes, sehr
trauriges Buch.« (Elmar Krekeler in der Welt)
»Christian Kracht ist ein ästhetischer Fundamentalist.« (Gustav
Seibt in der Süddeutschen Zeitung)
»Schwer zu hassen, schwer zu kopieren: 1979 – der neue
Roman von Christian Kracht.« (Timm Klotzek im jetzt-Magazin)
»Kracht ist seinem Publikum, kaum daß er es zu gutem Geschmack
erzogen hat, schon wieder eine Nasenlänge voraus.« (Berliner
Zeitung)
»Die sozialen Überlegenheitsposen dieses wohlhabenden Taugenichts
erscheinen als Protest gegen die Häßlichkeit der Gesellschaft,
ihrer Menschen und Dinge, gegen das allgegenwärtige
pädagogisch-moralische Geschwätz.« (Die Zeit)
»Mit …
Rezension
"Christian Kracht hat mit '1979' einen verstörenden
Text geschrieben, der wie ein dunkler Granitblock in der Landschaft
unserer Herbstliteratur liegt. Hart, kalt, schön, unbegreiflich,
drohend." Elke Heidenreich im 'Spiegel'
"Das ist absurd, das ist schrecklich. Das liest sich wie ein
subtiler Splatterroman, wie die totale Schwindsucht, wie ein lauter
Schrei nach Autorität und wie ein stiller nach Liebe." Gerrit
Bartels in der 'taz'
"Ein brillant geschriebenes Buch. Ein sehr konsequentes, sehr
trauriges Buch." Elmar Krekeler in der 'Welt'
"Christian Kracht ist ein ästhetischer Fundamentalist."
Gustav Seibt in der 'Süddeutschen Zeitung'
"Schwer zu hassen, schwer zu kopieren: '1979' - der
neue Roman von Christian Kracht." Timm Klotzek im
'jetzt-Magazin'
"Kracht ist seinem Publikum, kaum daß er es zu gutem Geschmack
erzogen hat, schon wieder eine Nasenlänge voraus." Berliner
Zeitung
"Die sozialen Überlegenheitsposen dieses wohlhabenden
Taugenichts erscheinen als Protest gegen die Häßlichkeit der
Gesellschaft, ihrer Menschen und Dinge, gegen das allgegenwärtige
pädagogisch-moralische Geschwätz." Die Zeit
"Mit …
Autorenporträt zu "Christian Kracht"
Christian Kracht, 1966 geboren, ist Schweizer. Nach 'Faserland' (1995) schrieb er den Asien-Klassiker 'Der gelbe Bleistift' (2000). Seine Bücher sind in 14 Sprachen übersetzt.
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