EUR 13,99
Portofrei*
Alle Preise inkl. MwSt.
Sofort lieferbar

  • Gebundenes Buch

18 Kundenbewertungen

Was wäre wenn? Hund Bello verwandelt sich in einen Menschen! "Wenn damals nicht diese alte Frau in Papas Apotheke gekommen wäre, wäre uns viel Aufregung erspart geblieben." So beginnt die Geschichte von Max und seinem Hund Bello - Herr Bello, um genau zu sein. Der blaue Saft, den die merkwürdige alte Frau dem Vater von Max bringt, lässt Pflanzen unnatürlich schnell wachsen. Als Bello aus Versehen von dem vermeintlichen Düngemittel trinkt, erlebt Max ein wahres Wunder. Denn Tiere aber verwandelt der Saft, zumindest für begrenzte Zeit, in - Menschen! Eine turbulente Verwandlungsgeschichte von…mehr

Produktbeschreibung
Was wäre wenn? Hund Bello verwandelt sich in einen Menschen!
"Wenn damals nicht diese alte Frau in Papas Apotheke gekommen wäre, wäre uns viel Aufregung erspart geblieben." So beginnt die Geschichte von Max und seinem Hund Bello - Herr Bello, um genau zu sein. Der blaue Saft, den die merkwürdige alte Frau dem Vater von Max bringt, lässt Pflanzen unnatürlich schnell wachsen. Als Bello aus Versehen von dem vermeintlichen Düngemittel trinkt, erlebt Max ein wahres Wunder. Denn Tiere aber verwandelt der Saft, zumindest für begrenzte Zeit, in - Menschen!
Eine turbulente Verwandlungsgeschichte von Paul Maar - mit witzigen Illustrationen von Ute Krause.

Zum E-Book

Auszeichnungen
12/2005 Buch des Monats (Dt. Akademie für Kinder- und Jugendliteratur)
  • Produktdetails
  • Herr Bello Bd.1
  • Verlag: Oetinger
  • Altersempfehlung: ab 8 Jahren
  • 2005
  • Ausstattung/Bilder: 2005. 222 S. m. Illustr. v. Ute Krause.
  • Deutsch
  • Abmessung: 213mm x 154mm x 25mm
  • Gewicht: 415g
  • ISBN-13: 9783789142512
  • ISBN-10: 3789142514
  • Best.Nr.: 13458626
Autorenporträt
Paul Maar ist einer der beliebtesten und erfolgreichsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautoren. Er wurde 1937 in Schweinfurt geboren, studierte Malerei und Kunstgeschichte und war einige Jahre als Lehrer und Kunsterzieher an einem Gymnasium tätig, bevor er den Sprung wagte, sich als freier Autor und Illustrator ganz auf seine künstlerische Arbeit zu konzentrieren. Der Schritt hat sich gelohnt! Sein Werk wurde mit zahlreichen bedeutenden Auszeichnungen gewürdigt, u.a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis, dem Friedrich-Rückert-Preis und dem E.T.A.-Hoffmann-Preis. Für seine Verdienste um Kunst und Bildung wurde er vom Bayerischen Staatsministerium geehrt.

Paul Maars Arbeit ist von beeindruckender Vielseitigkeit. Zu seinen bekanntesten Figuren gehören das Wünsche erfüllende SAMS, der zwischen Tier- und Menschenwelt wandelnde Herr Bello und der von orientalischen Abenteuern träumende Lippel, die in Buch und Film Erfolge feiern. In vielen seiner Bücher zeigt sich Paul Maar als virtuoser Wortkünstler, der in Gedichten, Reimen und Rätseln Unerwartetes aus Buchstaben und Begriffen zaubert, so in "Kreuz und Rüben. Kraut und quer. Das große Paul-Maar-Buch". Ein Klassiker ist sein Bilderbuch "Die Maus, die hat Geburtstag heut", zum Fürchten für Vierjährige sind "Drei miese, fiese Kerle", poetisch-satirisch "Als Herr Martin durchsichtig wurde". In der Erstlesereihe Sonne, Mond und Sterne interessiert Paul Maar Anfänger geschickt für die Kunst des Lesens, u.a. in "Der Buchstabenfresser". Über seine Arbeit reflektiert der Autor in "Vom Lesen und Schreiben ? Reden und Aufsätze zur Kinderliteratur".

"Mit leichter Hand wechselt Paul Maar zwischen den Künsten", schrieb die Jury in ihrer Begründung zur Verleihung des Deutschen Jugendliteraturpreises an ihn, und genau das liebt er an seinem Beruf:

"Als Kind", sagt Paul Maar, "konnte ich nie begreifen, wie die Erwachsenen es aushalten, ihr ganzes Leben lang ein und denselben Beruf auszuüben. Ich stellte es mir entsetzlich langweilig vor, Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr das gleiche zu tun, und nahm mir vor, mindestens alle sieben Jahre den Beruf zu wechseln, wenn ich erst mal erwachsen wäre. Zunächst schien es so, als würde ich meinen kindlichen Lebensplan tatsächlich einhalten. Ich begann als Bühnenbildner, wurde dann Kunsterzieher und unterrichtete an einem Gymnasium. Noch als Lehrer fing ich an zu schreiben (zunächst Hörspiele und Funkerzählungen für Erwachsene), kündigte dann, gab meine Stelle an einen arbeitslosen Lehrer weiter und war nun freier Autor. Wäre alles folgerichtig weitergegangen, hätte ich schon längst den Schriftstellerberuf an den Nagel hängen und etwas Neues beginnen müssen. Aber ich arbeite nun schon so viele Jahre als Autor und stelle fest: Es langweilt mich immer noch nicht. Ich hatte als Kind zwei Dinge übersehen. Besser gesagt, ich hatte sie noch nicht wissen können. Erstens: Wenn man erst mal den r i c h t i g e n, den idealen Beruf gefunden hat, bleibt man auch gerne dabei. Zweitens: Ich kann innerhalb meines Berufes herrlich abwechseln, wenn ich nur all seine Möglichkeiten ausschöpfe. Hätte ich den Auftrag, hintereinander drei Kinderbücher für dieselbe Altersgruppe zu schreiben, würde ich mich tatsächlich dabei langweilen. Aber so ist es ja nicht. Eines ergibt sich ganz organisch aus dem anderen: Ich schreibe ein erzählendes Buch für die Acht- bis Zehnjährigen. Das Fernsehen interessiert sich dafür und möchte es verfilmen. Also schreibe ich ein Drehbuch. Dabei stelle ich fest, dass es Spaß macht, einmal alles Beschreibende weglassen zu können und sich ganz auf den Dialog zu konzentrieren. Also schreibe ich als nächstes nur Dialoge, nämlich ein Theaterstück für Kinder. Dann sitze ich wochenlang im abgedunkelten Theaterraum, schau den Schauspielern zu, von der ersten Probe bis zur Premiere, und denke, dass es Spaß machen müsste, auf der Bühne zu stehen und für Kinder zu spielen. Also schreibe ich vielleicht ein Zweipersonenstück, in dem ich eine der beiden Rollen spiele. Das Bühnenbild für das Stück entwerfe ich natürlich selbst. Dabei bekomme ich unbändige Lust, mal wieder zu malen. Also male ich als nächstes Bilder für ein Bilderbuch. Während der wochenlangen Arbeit an den farbigen Blättern überlege ich, dass es eigentlich an der Zeit wäre, selbst einmal wieder eine Geschichte zu schreiben. Beim Malen kann man gut nachdenken, das nütze ich aus. Kaum sind die Bilder fürs Bilderbuch abgeliefert, schreibe ich einen Kinderroman für die Zehn- bis Zwölfjährigen und sammle - parallel dazu - Material für ein Jugendsachbuch. Inzwischen hat man mein Theaterstück ins Englische übersetzt. Zusammen mit meiner Frau schaue ich mir eine Aufführung in den Vereinigten Staaten an. Bei dieser Gelegenheit entdecken wir ein gerade erschienenes amerikanisches Kinderbuch, das uns beiden ausnehmend gut gefällt. Wir kaufen es und machen uns, kaum sind wir zurück, gemeinsam an die Übersetzung?"

Gemeinsam mit seiner Frau Nele hat Paul Maar übrigens den satirischen Weihnachts-Klassiker "Hilfe, die Herdmanns kommen" von Barbara Robinson übersetzt. Auch seine eigenen Bücher sind in vielen anderen Sprachen und Ländern erschienen.

Etliche Schulen in Deutschland tragen Paul Maars Namen, was einer ganz besonderen Wertschätzung seiner Person und seiner Arbeit gleichkommt. "Maar kennt den kindlichen Alltag ebenso wie die kindlichen Wunsch- und Traumwelten", schrieb die Jury des Deutschen Jugendliteraturpreises. Er erzählt fantasievoll vom "Sams im Glück", aber in seinen realistischen Alltagsgeschichten auch von Kindern, die ohne Wunschpunkte durchs Leben kommen müssen.

Was Paul Maar wohl als nächstes einfallen wird? Da sind wir, genau wie das Sams, gespannt wie ein Gummiband...!

Viele weitere Informationen über Paul Maar und sein Werk unter:

www.paul-maar.de

www.DasSams.de

www.facebook.com/samsoriginal
Paul Maar
Rezensionen
Besprechung von 10.05.2005
So blau ist dieser Zaubertrank
„Herr Bello”, der neue Kinderroman von Paul Maar, erzählt die Geschichte eines verzauberten Hundes
In seiner heiteren Verwandlungsgeschichte Herr Bello erzählt Paul Maar von Liebe auf den ersten Blick in verschiedenen Variationen. Wie im Sams stehen ein Vater und sein Sohn im Mittelpunkt turbulenter Zaubereien und menschlich-tierischer Missverständnisse. Alles beginnt damit, dass Vater Sternheim seinem Sohn Max, der ohne Mutter aufwächst - diese lebt seit einer Ferienreise nach Australien mit einem Krokodiljäger zusammen, - erlaubt, einen Hund zu halten. Ein Blick in die Augen eines struppigen, streunenden Straßenköter und schon beginnt eine Freundschaft, die auch hält, als Hund Bello zufällig ein Zauberwasser trinkt, das ihn in Herrn Bello verwandelt. Urkomische Szenen entwickeln sich, als Vater und Sohn vor der schwierigen Aufgabe stehen, diesem liebenswerten tumben Wesen seine hündischen Verhaltensweisen ab zu trainieren. Und richtig schwierig wird es, als Vater Sternheim seiner Liebe auf den ersten Blick, der neuen Nachbarin, von diesen Verwandlungen erzählt. Ein Spiel mit der Sprache und der Fantasie. (ab 8 Jahre)
bud
Paul Maar
Herr Bello und
das blaue Wunder
Mit Illustrationen von Ute Krause. Oetinger Verlag. 208 Seiten, 10,90 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Eine Dienstleistung der DIZ München GmbH
Besprechung von 16.03.2005
Der Hund als Mensch
Und andere Ausnahmen: Paul Maars neues Kinderbuch

Paul Maar ist ein Glücksfall unter den deutschsprachigen Kinderbuchautoren. Er packt die Kinder bei ihrer Lust an der Unvernunft, bringt sie zum Lachen und zum Bangen und gibt nicht Ruh, ehe er seine Erzählung an ein plausibles Ende gebracht hat. Trotz all der Phantasie-Kapriolen, die seine Geschichten schlagen, kommen ihre Figuren immer direkt aus dem Alltag und gehen auch dorthin zurück. Wer lesend mitgegangen ist, wird das normale Leben anschließend nicht mehr so selbstverständlich nehmen. Max, sein Vater, der Apotheker Sternheim, Edgar, Frau Lichtblau, alle glauben nicht so recht an Wunder, aber alle bergen in sich einen Hoffnungs-Schatz. Herr Sternheim führt eine Apotheke, aber seiner eigentlichen Bestimmung nach ist er ein Künstler. Das merkt man daran, daß er sein besonderes Gespür für Farben in der hauseigenen Fruchtgummi-Produktion zur Geltung bringt. Edgar ist zwar Bauer, doch in Wahrheit ist an ihm ein Mathematiker verlorengegangen. Bei Max, Sternheims Sohn, laufen die Fäden der Geschichte zusammen. Deshalb tritt er kapitelweise als Erzähler auf. Er ist die Instanz, die die Übersicht behält, er bringt Struktur in einen verzwickten Fall.

Eigentlich ist Paul Maar ja ein Menschenforscher, der eine abenteuerliche Geschichte zum Anlaß nimmt, um ihr Verhalten unter extremen Bedingungen genauer unter die Lupe zu nehmen: Max widerfährt ein Unheil, und um den Alltag ist es geschehen. Im Labor seines Vaters verschüttet er eine blaue Flüssigkeit, die sein Hund Bello sofort aufschleckt. Der beginnt nicht nur sofort zu wachsen, er verwandelt sich auch noch in einen Menschen mit Hundemanieren. Die Lage scheint hoffnungslos, als auch noch Edgars Tiere als Menschen in die Stadt kommen, nachdem sie Pflanzen gefressen haben, die mit der blauen Flüssigkeit gedüngt wurden. Vater und Sohn sind weniger entsetzt über den Vorfall als darum besorgt, das Unheimliche zu vertuschen. Eine Inszenierung der Verdrängung ist im Gange, und die ist nicht weniger abenteuerlich als die Menschwerdung der Tiere. Es stellt sich heraus, daß die Menschen die Wahrheit gar nicht wissen wollen. Sie wollen betrogen und belogen sein, weil ihnen das ein leichteres Leben ermöglicht. Sie lassen sich nicht gerne aus der Reserve locken, sie sind bequem und gewohnt, alles Ungewohnte für verrückt zu erklären. So schlägt die Stunde von Max und seinem Vater, beide aufgeweckt kindliche Gemüter, die zu beruhigen suchen, wo der Ausnahmezustand schon längst ausgebrochen ist. Und am Ende, wenn sich die Wogen geglättet haben, sind sie die heimlichen Sieger.

Herr Sternheim, der stille Abenteurer, ist zum Glück kein geschlechtsneutrales Wesen. Der Hundemensch, der sich in seiner Wohnung breitmacht, irritiert ihn weniger als Frau Lichtblau, die nichts von ihm wissen will, weil er sich ihr unvorsichtigerweise anvertraut. "Entweder Sie sind verrückt oder Sie machen sich auf eine fiese, gemeine Weise über mich lustig. Ich gehe! Und ich will Sie nie mehr sehen!" Ausgerechnet nach diesem Wesen verzehrt sich Sternheim, daß ihm in seiner Misere der Appetit vergeht. So bekommt der junge Leser unvermutet eine Lehre mit auf seinen Weg ins Leben. Nicht alles, was man weiß, ist dem anderen zumutbar. Max findet eine geglückte Formulierung dafür: "Ich glaube aber, Frauen finden es nicht gut, wenn man ihnen schreibt, daß man vorher schon mal eine andere geliebt hat." So etwas findet man selten: eine Abenteuergeschichte mit lebenspraktischen Tips!

ANTON THUSWALDNER

Paul Maar: "Herr Bello und das blaue Wunder". Zeichnungen von Ute Krause. Oetinger Verlag, Hamburg 2005. 224 S., geb., 10,90 [Euro]. Ab 8 J.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
…mehr

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Paul Maars Geschichte, wie aus dem Apothekerhund Bello "Herr Bello" wird und welche Verstrickungen dies für Apothker Sternheim und seinen Sohn Max bedeutet, hat die Rezensentin Roswitha Budeus-Budde mit großem Spaß gelauscht. Der Hund Bello, erzählt die Rezensentin, leckt an einem mysteriösen Fläschchen und verwandelt sich in einen Menschen. Freilich nur äußerlich, so dass erhebliche Erziehungsarbeit ins Haus steht. An dieser notwendigen Dressur - Herr Bello ist schon auffällig geworden - werden kleine Hörer einen Heidenspaß haben, glaubt die Rezensentin, haben sie doch selbst mit den stetigen Erziehungsbemühungen ihrer Eltern zu tun. Diese von den Mitwirkenden mit hörbarem Spaß gestaltete Hör-CD, in der die Welt zum "heiteren Bestiarium" wird, lasse "genüsslich die fantastische und die reale Welt aufeinanderprallen", so das heitere Fazit der Rezensentin.

© Perlentaucher Medien GmbH