Buchenwald, ein Ort bei Weimar, steht für die Inkarnation des
Schreckens des deutschen Faschismus. Zehntausende Häftlinge wurden
durch das Tor mit der zynischen Inschrift "Jedem das
Seine" getrieben - zuerst deutsche Hitlergegner und deutsche
Juden, nach dem Beginn des zweiten Weltkrieges 1939 in wachsender
Zahl Menschen aus allen Ländern Europas. Rund 60.000 Menschen
fielen dem Terror der SS zum Opfer - verhungert, erschlagen,
erschossen und durch Sklavenarbeit für die deutsche Industrie
umgebracht. Aber Buchenwald war nicht nur der Ort der Erniedrigung
und Verzweiflung, sondern auch einer der Solidarität der Häftlinge
untereinander, ein Ort des organisierten geheimen Widerstandes.
Dieser begann mit der Einrichtung des Lagers unter den deutschen
politischen Häftlingen und umfaßte in der Endphase alle Nationen.
Diesem organisierten Widerstand ist es zu verdanken, daß bewaffnete
Häftlinge am 11. April 1945 vor dem Eintreffen der Allierten das
Lager selbst befreiten und damit 21000 Häftlinge vor den
Todesmärschen retten konnten. Dieses Buch schildert die Geschichte
des Konzentrationslagers Buchenwald aus dem eigenen Erleben
deutscher politischer Häftlinge sowie gestützt auf zahlreiche
Berichte von Mithäftlingen, auf Dokumente und zum Teil bisher
unveröffentlichte Bilder. Eine Dokumentation dessen, was Menschen
an Verbrechen begehen können - und dessen, was menschlicher
Widerstandswille vermag. Es ist ein einzigartiges Vermächtnis der
Häftlinge an die Nachgeborenen und ihr Beitrag zur Erfüllung des
Schwurs, den die 21000 am 19. April 1945 auf dem Appellplatz des
befreiten Lagers ablegten: "Nie wieder Krieg, nie wieder
Faschismus!"
Ein Text-Bild-Band, der aufbauend auf Berichten ehemaliger
Häftlinge, Dokumenten und Bildern chronologisch die Geschichte des
größten KZ innerhalb des Reichsgebiet darstellt.
Buchenwald, ein Ort bei Weimar, steht für die Inkarnation des
Schreckens des deutschen Faschismus. Zehntausende Häftlinge wurden
durch das Tor mit der zynischen Inschrift "Jedem das
Seine" getrieben - zuerst deutsche Hitlergegner und deutsche
Juden, nach dem Beginn des zweiten Weltkrieges 1939 in wachsender
Zahl Menschen aus allen Ländern Europas. Rund 60000 Menschen fielen
dem Terror der SS zum Opfer - verhungert, erschlagen, erschossen
und durch Sklavenarbeit für die deutsche Industrie umgebracht. Aber
Buchenwald war nicht nur der Ort der Erniedrigung und Verzweiflung,
sondern auch einer der Solidarität der Häftlinge untereinander, ein
Ort des organisierten geheimen Widerstandes. Dieser begann mit der
Einrichtung des Lagers unter den deutschen politischen Häftlingen
und umfaßte in der Endphase alle Nationen. Diesem organisierten
Widerstand ist es zu verdanken, daß bewaffnete Häftlinge am 11.
April 1945 vor dem Eintreffen der Allierten das Lager selbst
befreiten und damit 21000 Häftlinge vor den Todesmärschen retten
konnten. Eine Dokumentation dessen, was Menschen an Verbrechen
begehen können - und dessen, was menschlicher Widerstandswille
vermag.
Schlagworte: Neuere Deutsche Geschichte, Drittes Reich,
Nationalsozialismus, Politischer Widerstand
Sehr kritisch geht Joachim Scholtysek mit dieser Buchenwald-Dokumentation ins Gericht und wirft den Autoren eine traditionell marxistische Sichtweise auf dieses Lager vor. Diese führt er darauf zurück, dass das Buch zum ersten Mal in den achtziger Jahren, noch vor dem Mauerfall konzipiert wurde. Die Karriere des Lagers unter den Kommunisten nach 1945, die es fünf Jahre lang als "Speziallager" aufrechterhielten, werde in dem Buch gar völlig verschwiegen, denn die Lager-Chronologie, so Scholtysek, endet in dem Buch mit der Befreiung des Nazi-Lagers im April 1945. Allenfalls über den Lageralltag der Insassen zur Nazizeit sei einiges Erhellende zu erfahren. Wer sich mit der gesamten Lagergeschichte befassen will, den verweist Scholtysek auf Bücher von Lutz Niethammer und Manfred Overesch.
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