Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek gehört seit dem 18. Jahrhundert
zu den bekanntesten Bibliotheken in Deutschland. Ihren Ruhm
verdankt sie ihren fürstlichen Förderern Wilhelm Ernst, Anna Amalia
und Carl August ebenso wie ihren Bibliothekaren, unter denen Johann
Wolfgang von Goethe der bedeutendste war. Nach dem Feuer vom 2.
September 2004, dem größten Bibliotheksbrand in Deutschland seit
dem Zweiten Weltkrieg, und der feierlichen Wiedereröffnung im Jahr
2007 ist sie erneut ins allgemeine Bewusstsein gerückt. Die
Bibliothek ist trotz der Verluste durch den Brand mit ihrem Bestand
von einer Million Büchern eine Schatzkammer besonderer Art.
Das Begleitbuch zur Ausstellung gibt Einblick in den reichen und
universal geprägten Buchbestand der Herzogin Anna Amalia
Bibliothek. Vorgestellt werden fünfzig bibliophile Werke, darunter
die Schedelsche Weltchronik von 1493, die 1534 gedruckte
Luther-Bibel oder Alexander von Humboldts amerikanisches Reisewerk
von 1805. Ebenso interessieren Bücher, die in besonderer Weise mit
Weimar verbunden sind wie Nietzsches Ecce Homo, das 1908durch Henry
van de Velde gestaltet wurde. Ein jedes Buch eröffnet eine neue,
andere Welt und ist auf seine Weise eine Kostbarkeit. Einführend
beschreibt Michael Knoche die historische Entwicklung des
großartigen Bestandes, der in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek
verwahrt wird.
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