Amnesiac - Radiohead
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Radiohead 

Amnesiac

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Amnesiac

Ein knappes Jahr nach dem schwer zugänglichen Album "Kid A" präsentiert die Band aus Oxford um Sänger Thom York und Gitarrist Ed O'Brien mit "Amnesiac" bereits ein neues Werk. Wer allerdings glaubte, Radiohead wenden sich in den neuen Songs wieder mehr der Rockmusik im herkömmlichen Sinn zu, wird sich wundern. Die meisten Songs entstammen nämlich den gleichen Aufnahmesessions wie die letzte Platte. Folglich setzt die Formation in Stücken wie "Pull Pulk Revolting Doors" oder "You And Whose Army?" ihre unterhaltsam arrangierte Rundreise durch extrem eigenwillige Klanglandschaften, in die sich nur selten eine laute Rock-Gitarre verirrt, konsequent fort. Zu den herausragenden Songs zählt neben dem geradezu unbeschwert dahingleitenden "Dollars & Cents" vor allem das mit psychedelischen Klängen verzierte, von einer altertümlichen Rhythmusbox angetriebene "Packed Like Sardines In A Crushed Tin Box".
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag


Produktinformation

  • Anzahl: 2
  • Datenträger: LP
  • Erscheinungstermin: 05.06.2001
kulturnews - RezensionBesprechung
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(c) bunkverlag
Radiohead sind wahrscheinlich die schwierigste, verkopfteste Band, die je Nummer eins der Hitparaden war. "Kid A" vom Herbst letzten Jahres war das absurdeste Ergebnis dieses Phänomens. Dekonstruktion für die Charts - ich liebe die Möglichkeiten des Pop! Die elf Kompositionen auf "Amnesiac" entstanden ebenfalls in der "Kid A"-Phase; offenbar wurden sie damals ausgeklammert, weil die Band testen wollte, was die Massen maximal zu schlucken bereit sind - und bei einigen der hier vorliegenden Songs wäre die Sache zu einfach gewesen. "Pyramid Song" etwa: eine Pianoballade von dunklem Glanz, kaum gebrochen, als Single vorgesehen. Oder "You and whose Army?": düster und still zu Beginn, sich dann aufschwingend zur epischen Klage. Und "Knives out" ist wieder richtige Gitarrenmusik, wenn auch basstechnisch mit fernem Joy-Division-Flair. "Pull pulk revolving Doors" dagegen verstört mit Breakbeats, Elektronoise und verfremdeten Stimmen - Erleichterung in der Dekonstruktivistenszene. Wer "Kid A" sagt, muss natürlich nicht unbedingt "Kid B" sagen. Schön, wenn er es trotzdem tut. Interessante Frage, ob dieses "leichtere" Album wieder Nummer eins der Hitparaden wird. Zuzutrauen wäre es dem Pop ja. (mw)

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