»Der Autor, seit 20 Jahren selbst in der ambulanten und stationären Therapie erwachsener PatientInnen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung tätig, diskutiert auf der Basis erfreulicher grundsätzlicher Überlegungen zu seelischen Prozessen und Psychotherapie kenntnisreich vorliegende Definitionen und Therapiemodelle und plädiert für die Bereitstellung engagierter, empathischer, aber auch grenzwahrender Behandlungsangebote.« PFAD (Mai 2006) »Dieses Buch zeigt, dass das Borderline-Syndrom doch behandelbar ist, wenn der ganze Mensch in den Mittelpunkt gerückt wird mit Hilfe Alfred Adlers Individualpsychologie, - und nicht das isolierte Krankheitsbild. Es geht um eine personale Haltung und um eine tiefere Kontaktaufnahme zum Patienten; hier liegt die Chance einer Langzeitbehandlung. Die Borderline-Störung ist offenbar gekennzeichnet durch eine Frustrierung frühkindlicher Selbstständigkeitsstrebungen, Störungen der Realitätswahrnehmung sowie eine mangelhafte Ausbildung der Ich-Identität. Sie tritt angeblich bei Kindern zunehmend häufiger auf und bedarf einer (meist langfristigen) Psychotherapie. Stimmungsschwankungen, intensive, aber instabile zwischenmenschliche Beziehungen und Impulsivität bei selbstschädigendem Verhalten kennzeichnen den Borderliner/die Borderlinerin (häufiger Frauen). Manchmal empfinden sich Menschen mit Borderline-Störung als grundsätzlich schlecht oder wertlos, häufig fühlen sie sich gelangweilt, leer und haben keinen Sinn dafür, wer sie sind. Die zwischenmenschlichen Beziehungen von Menschen mit einer Borderline-Störung sind oft höchst instabil; extreme Idealisierung und Entwertung wechseln einander ab.« Jens Walter (lehrerbibliothek.de) »... Das Buch gehört auf die Literaturliste eines jeden tiefenpsychologischen bzw. analytischen Institutes. Niemand, der sich mit der Behandlung von Borderline-Patienten oder anderen schweren Störungen befasst, sollte auf diese fundierten und differenzierten Anregungen und Anleitungen verzichten. Für mich hat das Buch von seinem historischen Herkommen und von seinem praxeologischen Bezug her eine solchen wissenschaftlichen Rang, dass keiner der bereits etablierten Psychoanalytiker, die als Fachleute an der Praxeologie von Borderline-Störungen arbeiten, an der Beachtung dieser Arbeit vorbeikommen kann. ...« Günter Heisterkamp (Zeitschrift für Individualpsychologie, 2/2005) »Die Borderlinestörung hat den Ruf, therapieresisten zu sein. Thomas Reinert tritt den Gegenbeweis an Ein in jedem Sinne neues Buch zum viel diskutierten "Borderline" hat Thomas Reinert vorgelegt. Er tritt dem Vorurteil entgegen, diese oftmals schwer gestörten Menschen könnten von einer Psychoanalyse nicht profitieren. ... Ein Buch, das für alle Therapeuten interessant ist, die bereit sind, ihre Arbeit nicht der Krankheit, sondern dem ganzen Menschen zu widmen. Lesenswert aber auch für Betroffene, für die allein der respektvolle und ehrliche Ton des Buches heilsam sein kann. Reinert macht keinen Hehl daraus, dass er bereit ist, sich mit ganzer Kraft für seine Patienten einzusetzen, aber dass er bei all dem auch ebenso ist wie sie: ein Mensch.« Verena Liebers (Psychologie heute, März 2005) »... Aus der mannigfaltigen Literatur zur Borderline-Persönlichkeit oder Borderline-Persönlichkeitsorganisation sticht das hier angezeigt Buch hervor, weil es - von einem Psychoanalytiker adlerscher Prägung verfasst - zum ersten Mal in systematischer Form einen Einblick vermittelt, auf welche Weise man die körperliche und die Handlungsdimension in eine psychoanalytischen Prozess bei diesen Patienten sinnvoll integrieren kann. ... Fazit: Ein Meilenstein in der körperorientierten Behandlung von Borderline-Patienten - und ein Buch, auf das man gewartet hat!« Peter Geißler (Psychotherapie Forum, 12, Oktober 2004) »... Ein sehr tief- und weitgehendes Fachbuch auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage erörtert umfassend die vielfältigen Aspekte der Borderline-Persönlichkeit und gängige sowie mögliche Behandlungsstrategien. Leserinnen und Leser werden intensiv mit früheren und heutigen Therapieansätzen vertraut gemacht. ... Ein realistisches Werk, das Hoffnung weckt, ohne die Begrenztheit menschlicher und therapeutischer Möglichkeiten aus dem Auge zu verlieren. ...« Detlef Rüsch (socialnet.de, 29.01.2004) »Über die Borderline-Persönlichkeitsstörung sind schon zahlreiche Fachbücher verfasst worden. Die Tiefe und Gründlichkeit, mit der Dr. med. Thomas Reinert nicht nur auf die unterschiedlichen Symptome eingeht, sondern auch ausführlich auf die Faktoren, die zum Entstehen dieser Störung beitragen, lässt 'Therapie an der Grenze: die Borderline-Persönlichkeit' hier herausragen. « Anne Mühlbauer, Traumzone, 26.10.2010
Thomas Reinert, Dr. med., ist Facharzt für Neurologie / Psychiatrie und für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalytiker und Lehranalytiker. Er ist als Leitender Arzt der Fachklinik Langenberg in Velbert-Langenberg tätig.