Das Haus Bourbon zählte zu den herausragenden europäischen
Herrscherdynastien. Unter seiner Herrschaft gelangte die absolute
Monarchie in Frankreich im 17. Jahrhundert zur vollen Entfaltung,
und in außenpolitischer Hinsicht erfolgte unter den Bourbonen der
Aufstieg Frankreichs zur europäischen Groß- und
Hegemonialmacht.
Im ersten Band werden nach der Schilderung des Aufstiegs der Herren
von Bourbon bis zur Erlangung der Königskrone in Navarra 1555 die
Behandlung der Zeit der Religions- und Bürgerkriege unter Heinrich
IV. im 16. Jahrhundert, die Problematik der
"Bartholomäusnacht" 1572, das Toleranzedikt von Nantes
und die innen- und außenpolitischen Projekte des Königs bis zu
seiner Ermordung 1610 behandelt. Im Mittelpunkt der Ausführungen
über Ludwig XIII. (1610-1643) stehen die Probleme und Konflikte des
Dreißigjährigen Krieges. Der "Sonnenkönig'" Ludwig
XIV. (1643-1715), sein Regierungsstil, seine Außenpolitik mit den
zahlreichen Kriegen und die Funktion seines prunkvollen Hofs als
Herrschaftsinstrument werden gemessen an Frankreichs Stellung und
Rolle im europäischen Staatensystem.
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