Richard von Weizsäcker - Hofmann, Gunter
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Gunter Hofmann 

Richard von Weizsäcker

Ein deutsches Leben

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Produktbeschreibung zu Richard von Weizsäcker

Das Amt des Bundespräsidenten war Richard von Weizsäcker gleichsam auf den Leib geschneidert, und auch "außer Dienst" ist er bis heute eine politische und moralische Instanz geblieben. Wie kaum ein anderer Politiker hat er es verstanden, das Ganze der deutschen Gesellschaft in den Blick zu nehmen, Stärken und Schwächen der bundesdeutschen Demokratie darzulegen und zugleich immer wieder integrierend zu wirken. Gunter Hofmann, langjähriger Chefkorrespondent der Wochenzeitung "Die ZEIT", geht dem Lebensweg des Ausnahmepolitikers nach, schildert seinen familiären Hintergrund und die wesentlichen Stationen seiner politischen Karriere, aber er fragt auch einfühlsam nach der komplexen Persönlichkeit Weizsäckers, die sich nicht leicht auf eine Formel bringen lässt. So ist ein biographisches Portrait entstanden, das uns den Mann näher bringt, der - gemeinsam mit Helmut Schmidt - inmitten grassierender Politikverdrossenheit für viele Deutsche zum Inbegriff eines glaubwürdigen Staatsmannes geworden ist.

Produktinformation


  • Verlag: Beck
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 294 S. m. 24 Abb.
  • Seitenzahl: 294
  • Deutsch
  • Abmessung: 223mm x 150mm x 28mm
  • Gewicht: 496g
  • ISBN-13: 9783406598098
  • ISBN-10: 3406598099
  • Best.Nr.: 27368022
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.03.2010

Langer Schatten und große Strahlkraft

Drei neue Biographien über Richard von Weizsäcker widmen sich seinen familiären Prägungen und seiner glanzvollen Karriere.

Von Rainer Blasius

Am 15. April wird Richard von Weizsäcker neunzig Jahre alt. Gleich drei Verlage bedenken ihn mit Biographien. Die Journalisten Hermann Rudolph und Gunter Hofmann sowie der ehemalige Weizsäcker-Mitarbeiter Friedbert Pflüger schreiben um die Wette über den Adjutanten im Infanterieregiment Nr. 9, Juristen bei Mannesmann und bei Boehringer, Präsidenten des Evangelischen Kirchentages, Bundestagsabgeordneten, Regierenden Bürgermeister von Berlin und Bundespräsidenten. Am konventionellsten geht Rudolph vor, chronologisch, vornehm im Ton und die "dritte Amtszeit" ab 1994 einbeziehend. Er begreift den "Elder Statesman" als liberalen Bürger, der sich "im Nachdenken, im freien Engagement, im gelegentlichen Intervenieren" verwirkliche: "Noch stärker als bisher tritt bei ihm das Freisinnige hervor, vielleicht auch der Freigeist, jedenfalls eine große Eigenständigkeit."

Weizsäcker sei "Zeitzeuge und Deuter in einem". In diesem Zusammenhang geht es um Ernst von …


Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Rezensent Rainer Blasius bespricht die drei Biografien auf einmal, mit denen Altbundespräsident Richard von Weizsäcker zu seinem neunzigsten Geburtstag von den beiden Journalisten Hermann Rudolph und Gunter Hofmann sowie seinem einstigen Mitarbeiter Friedbert Pflüger bedacht wird. Allen drei besprochenen Biografien gemein ist seiner Ansicht nach, dass sie flott geschrieben sind, dass sie weder dienstliche noch private Unterlagen aus Weizsäckers Archiv heranziehen und dass sie weidlich aus einem von Heribert Schwan und Werner Filmer herausgegebenen Sammelband schöpfen. Der frühere Chefkorrespondent der Zeit, Gunter Hofmann, betont Blasius' Darstellung zufolge, wie engagiert sich Weizsäcker für eine Hinwendung Deutschlands zu Polen eingesetzt hat. Weniger positiv stellt Hofmann die Fixierung auf den Vater Ernst von Weizsäcker dar, zu dessen Verteidigung sich Richard von Weizsäcker demzufolge immer auf sein inneres Wesen berufen, das für die Beurteilung wichtiger sei als dessen Taten. Dass Hofmann hier einiges Grundlegendes klarstellt, scheint Blasius ganz richtig.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 22.03.2010

Oberster Bürger im imaginären Ältestenrat
Richard von Weizsäcker wird neunzig Jahre alt: Vier neue Biographien sind über ihn erschienen
Helmut Schmidts politischer Wegweiser „Außer Dienst” zählt zu den zehn erfolgreichsten Bestsellern der vergangenen zehn Jahre. Das liegt nicht daran, dass Schmidt so unterhaltsam ist. Von ihm erwarten die Leute sich mehr: Orientierungshilfe in unsicheren Zeiten. Gesucht werden derzeit weise Männer und Frauen, die den Bürgern erklären, was die Vergangenheit mit Gegenwart und Zukunft zu tun hat und wie man aus historischen Einsichten womöglich sogar Hoffnung für die Zukunft schöpfen kann. Gefragt sind nicht Revolutionäre, nicht kompromisslose Visionäre, sondern wohlmeinende Autoritätspersonen, die den Zuhörern ermöglichen, ihre eigene Geschichte als Teil eines großen Ganzen zu begreifen, das nicht notwendigerweise auf die Klimakatastrophe und Umverteilungskriege zusteuert. Lange ist der Respekt vor der Altersweisheit nicht mehr so groß gewesen.
Ostdeutschland hat wenig Personal, das dies Bedürfnis nach politisch-moralischer Sinnstiftung bundesweit befriedigt. Einige Kirchenleute kommen in Frage. Die alte …

Gunter Hofmann war bis 2008 Chefkorrespondent der Wochenzeitung 'DIE ZEIT'. 2002 erhielt er für sein Buch "Abschiede, Anfänge - Die Bundesrepublik. Eine Anatomie" den 'Preis der Friedrich-Ebert-Stiftung' für das beste politische Buch des Jahres.

Videoclip zu "Richard von Weizsäcker"

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