Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg - Schulthess, Konstanze von

Konstanze von Schulthess 

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg

Ein Porträt

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Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg

Sie ist eine der faszinierendsten Frauenfiguren im deutschen Widerstand. Am 20. Juli 1944 verliert Nina Schenk, Frau des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg, alles, was sie liebt. Was war ihre wahre Rolle in der Geschichte?

Es ist der 21. Juli 1944 als Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg ihren Kindern eröffnet, dass ihr Vater erschossen wurde. Zu dieser Zeit ist sie schwanger mit Konstanze von Schulthess. Jetzt hat die Tochter das Leben ihrer Mutter nachgezeichnet.


Produktinformation

  • Verlag: Pendo
  • 2008
  • 4. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 223 S., 32 z. Tl. farb. Bildtaf.
  • Seitenzahl: 240
  • Deutsch
  • Abmessung: 222mm x 145mm x 28mm
  • Gewicht: 464g
  • ISBN-13: 9783858426529
  • ISBN-10: 3858426520
  • Best.Nr.: 23380817
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 25.08.2008

Es war alles unvorstellbar
Ein etwas seltsames Porträt der Nina Gräfin von Stauffenberg
Die Hochzeitsreise nach Italien, die das Ehepaar Claus und Nina Schenk Graf von Stauffenberg im September 1933 antrat, stand, wie die Tochter in ihrem Porträt der Mutter berichtet, „auch im Zeichen des aufkommenden Faschismus”. Wie das, fragt sich der Leser, und wieso soll der Faschismus in Europa erst im Herbst 1933 aufgekommen sein? Nur die erste Frage beantwortet Konstanze von Schulthess: Die Stauffenbergs besuchten eine Ausstellung „zum zehnjährigen Regierungsjubiläum Mussolinis”.
Ihrem Porträt legt die Tochter Aufzeichnungen ihrer Mutter zugrunde, welche diese auf Bitten ihrer Kinder in den sechziger Jahren verfasst hatte. Den Text hält die Tochter für ein bedeutendes „Zeitdokument”. Umso bedauerlicher ist es, dass sie, die erst 1945 zur Welt kam, die Erinnerungen der Mutter nicht publiziert hat, wie sie sind. Der Leser muss sich also nicht nur mit der höchst subjektiven Rückschau der Mutter herumschlagen, sondern auch mit den Interpretationen der Tochter, die alle paar Seiten die Haltung ihrer Mutter „unvorstellbar”, „übermenschlich” oder …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Peinlich, lächerlich, kitschig und naiv: SZ-Kritikerin Franziska Augstein liefert einen Totalveriss von Konstanze von Schulthess' Porträt der Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg. "Höchst subjektive" Erinnerungen der Stauffenberg selbst - in den sechziger Jahren festgehalten -  bilden die Grundlage dieses Porträts. So weit, so belanglos. Richtig ärgerlich findet Augstein, in der verklärenden Bearbeitung der Tochter ständig von der "unvorstellbaren" oder "übermenschlichen" Haltung der Gräfin zu lesen. Dass diese im Gestapo-Verhör nach dem gescheiterten Attentat schwieg, führt die Rezensentin eher auf Unwissenheit denn auf Heldenmut zurück. "Lächerlich" und "peinlich" wird das Buch laut Augstein dort, wo die Bemühung, nach Kriegsende alten Familienbesitz zurückzuholen, zur "grandiosen Tat" werden solle. Nach dieser anstrengenden Lektüre ist Franziska Augstein froh, dass der deutsche Adel nicht mehr stilbildend wirkt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 24.09.2008

Treue Stütze
Nina von Stauffenberg

"Es ist für mich einfach der Inbegriff einer guten Ehe, dass man Rücken an Rücken steht und jeder sich jederzeit auf den anderen hundertprozentig verlassen kann." So beschrieb Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg (1913-2006) die Haltung, in der sie und ihr Mann Claus Schenk Graf von Stauffenberg ihre Ehe gelebt hatten. Dass dies auch in schwersten Tagen galt, war für sie völlig selbstverständlich. Während das Leben des Hitler-Attentäters schon vielfach ausführlich in Büchern und Filmen behandelt wurde, blieb das seiner Frau, die ihm auch bei seinem Wirken im Widerstand gegen den Nationalsozialismus eine treue Stütze war, immer in seinem Schatten. Dabei hielt sie ihrem Mann nicht nur als stille Mitwisserin den Rücken frei, sondern transportierte auch als Kurier Umsturzdokumente und vernichtete überholte Entwürfe. Ihre Beteiligung und ihr Wissen konnte sie erfolgreich vor der Gestapo verheimlichen, der gegenüber sie die naive Hausfrau und Mutter spielte - mit Folgen für die Deutung ihrer Person, die zum Teil bis heute nachwirken.

Auch wenn die Gestapo sie nicht als Mitverschworene der …

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»Anders als etliche hochdekorierte Akademiker ist Konstanze von Schulthess sich nicht zu fein, Alltägliches in ihre Charakterstudie einzubeziehen. So gerät das Bild, das sie von ihrer Mutter entwirft, besonders plastisch. Und die lapidare Tonart, die sie anschlägt, ergreift den Leser, gerade weil der Stoff so gewaltig ist.« Der Spiegel 
Konstanze von Schulthess, geboren 1945, ist die jüngste Tochter Nina Schenk Gräfin von Stauffenbergs, der Ehefrau des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Konstanze von Schulthess kam in Gefangenschaft auf die Welt, denn ihre Mutter wurde nach dem Attentat am 20. Juli 1944 inhaftiert. Ihre Kindheit verbrachte Konstanze von Schulthess im Kreis ihrer Familie im Haus der Großmutter in Lautlingen und in Bamberg. Seit 1965 lebt sie in der Schweiz. Sie ist verheiratet und hat vier Kinder.

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