Hjalmar Schacht - Kopper, Christopher

Christopher Kopper 

Hjalmar Schacht

Aufstieg und Fall von Hitlers mächtigstem Bankier

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Hjalmar Schacht

Der Finanzexperte Hjalmar Schacht (1877 –1970) absolvierte eine beeindruckende Karriere mit einigen dramatischen Wendepunkten. Wer war dieser Mann, der als Reichsbankpräsident die Wirtschafts- und Finanzpolitik der Weimarer Republik und des Dritten Reiches entscheidend beeinflusste? Wie finanzierte er als Reichswirtschaftsminister Hitlers Aufrüstung? Welche Rolle spielte er bei den "Arisierungen"? War er tatsächlich ein konservativer Widerständler, wie er sich selbst stilisierte? Christopher Kopper zeichnet anschaulich, fundiert und kritisch den Lebensweg dieses widersprüchlichen Mannes nach.


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 432 S., . Fotos u. Dok. auf 16 Taf.
  • Seitenzahl: 432
  • dtv Taschenbücher Bd.34608
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 135mm x 28mm
  • Gewicht: 467g
  • ISBN-13: 9783423346085
  • ISBN-10: 3423346086
  • Best.Nr.: 28013644
"Koppers Schacht-Biographie ist so sauber und kritisch recherchiert wie keine zuvor. Frühere Biographen übernahmen gutgläubig manche Schilderung aus Schachts Memoiren. Kopper hat erstmals Akten, Redeentwürfe und private Papiere von Schacht verarbeitet, die lange unzugänglich in DDR-Archiven und in Moskau lagerten."
Spiegel online 10.11.2006

»Kopper lässt eigene Einschätzungen anklingen, hält sich aber mit abschließenden Bewertungen der Person Schachts zurück - nicht zuletzt deswegen ist 'Hjalmar Schacht - Aufstieg und Fall von Hitlers mächtigstem Bankier' lesenswert.« dpa November 2006

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 24.09.2006

Des Teufels Finanzier

Er war höchst intelligent und machterfahren - und meinte doch allen Ernstes, er könne Adolf Hitler lenken. Er verurteilte Übergriffe gegen Juden als "Kulturschande" - und wollte gleichzeitig die deutsche Kultur von jüdischem Einfluß gereinigt sehen. Er fürchtete einen großen Krieg - und finanzierte doch Hitlers Aufrüstung.

Hjalmar Schacht (1877 bis 1970) war gewiß ein ungewöhnlicher Mann - aber er wurde auch, und zwar noch vor Hermann Josef Abs, der einflußreichste deutsche Bankier des 20. Jahrhunderts. Schacht war Präsident der Reichsbank in der Weimarer Republik und im Dritten Reich, wo er nebenher dem Wirtschaftsministerium vorstand. Der aus einer deutsch-dänischen Familie stammende, international gut vernetzte Finanzexperte führte Verhandlungen über die deutschen Reparationen und wurde im Ausland als Garant für die geld- und finanzpolitische Solidität Deutschlands wahrgenommen.

Über Horace Greeley Hjalmar Schacht - so sein vollständiger Name - wurden bereits mehrere Bücher verfaßt. Nun legt der versierte Bankhistoriker Christopher Kopper eine Biographie vor, für die er bislang nicht genutzte …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Die "Geschichte einer von der eigenen Vortrefflichkeit überzeugten Expertenexistenz" findet Klaus Hildebrand in dieser Biografie Hjalmar Schachts, die Christoph Kopper vorgelegt hat. Er würdigt Koppers umfängliche Auswertung von neuen Dokumenten aus dem Nachlass Schachts sowie seine profunde, kenntnisreiche Darstellung. Ausführlich rekapituliert er die Karriere des ebenso begabten wie arroganten Schacht, der unter Hitler Reichsbankpräsident und dann Reichswirtschaftsminister wurde, die Aufrüstung finanzierte, dann aber in Ungnade fiel. Als größte Irrtümer des Bankiers betrachte Kopper die Unterschätzung von Hitlers Kriegswillen sowie seinen Glauben, dem Führer jederzeit den Geldhahn zudrehen zu können - wenn dieser die Verschuldung zu hoch betrieben hätte. Außerdem hebt Hildebrand Koppers Nachweis hervor, dass Schacht, obwohl kein ausgemachter Antisemit, von der kriminellen Arisierungspraxis der Nazis profitierte.

© Perlentaucher Medien GmbH
Christopher Kopper studierte Neuere Geschichte, Volkswirtschaft und Politische Wissenschaften in Frankfurt/Main und Bochum. Nach der Promotion war er Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Göttingen. Von 1998 bis 2003 lehrte Kopper als Gastdozent an amerikanischen Universitäten. Seit 2004 ist er Lehrbeauftragter an der Universität Bielefeld.

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Bewertung von Lehnchen22 aus Schüttorf am 09.08.2010 ***** sehr gut
Sehr gutes Buches über den einen Banker, der die Währungs- und Finanzpolitik in der Weimarer Republik und zu Beginn des Dritten Reiches maßgeblich mitbestimmt hat.

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