Hjalmar Schacht - Kopper, Christopher

Christopher Kopper 

Hjalmar Schacht

Aufstieg und Fall von Hitlers mächtigstem Bankier

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Produktbeschreibung zu Hjalmar Schacht

Einer der einflussreichsten Männer des "Dritten Reiches"
Die Biographie


Hjalmar Schacht war der mächtigste deutsche Bankier des

20. Jahrhunderts. Er diente der Weimarer Republik und dem "Dritten Reich", zwang eine demokratische Regierung in die Knie und finanzierte Hitler die Aufrüstung.

1923 wurde Schacht von Stresemann zum Reichsbankpräsidenten er-nannt, 1930 trat er nach einem Konflikt mit der Reichsregierung zurück. 1933 kehrte der Nationalsozialist Schacht auf Hitlers Ruf in das Amt des Reichsbankpräsidenten zurück, wurde später Reichswirtschaftsminister und Generalbevollmächtigter für die Kriegswirtschaft.

Schacht war auf dem Höhepunkt seiner Macht. Doch als er gegen die nationalsozialistische Rüstungs- und Finanzpolitik protestierte und offen seine Bedenken gegen die Kriegsvorbereitung äußerte, entließ Hitler ihn. Schacht hatte gehofft, Hitler den Geldhahn zudrehen zu können - und scheiterte. Hitlers getreuer Gefolgsmann wurde ein Mann des konservativen Widerstands, der nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 bis zum Kriegsende im Konzentrationslager inhaftiert war und das Dritte Reich nur knapp überlebte. Dies ist die erste Biographie über einen der mächtigsten Männer des Dritten Reiches, die wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht wird. Erstmals werden alle relevanten Quellen über sein Leben und Handeln gründlich ausgewertet.

Produktinformation


  • Verlag: Hanser Wirtschaft
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 432 S., Bildtaf.
  • Seitenzahl: 438
  • Best.Nr. des Verlages: 556/40700
  • Deutsch
  • Abmessung: 212mm x 133mm x 37mm
  • Gewicht: 602g
  • ISBN-13: 9783446407008
  • ISBN-10: 3446407006
  • Best.Nr.: 20847713
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 24.09.2006

Des Teufels Finanzier

Er war höchst intelligent und machterfahren - und meinte doch allen Ernstes, er könne Adolf Hitler lenken. Er verurteilte Übergriffe gegen Juden als "Kulturschande" - und wollte gleichzeitig die deutsche Kultur von jüdischem Einfluß gereinigt sehen. Er fürchtete einen großen Krieg - und finanzierte doch Hitlers Aufrüstung.

Hjalmar Schacht (1877 bis 1970) war gewiß ein ungewöhnlicher Mann - aber er wurde auch, und zwar noch vor Hermann Josef Abs, der einflußreichste deutsche Bankier des 20. Jahrhunderts. Schacht war Präsident der Reichsbank in der Weimarer Republik und im Dritten Reich, wo er nebenher dem Wirtschaftsministerium vorstand. Der aus einer deutsch-dänischen Familie stammende, international gut vernetzte Finanzexperte führte Verhandlungen über die deutschen Reparationen und wurde im Ausland als Garant für die geld- und finanzpolitische Solidität Deutschlands wahrgenommen.

Über Horace Greeley Hjalmar Schacht - so sein vollständiger Name - wurden bereits mehrere Bücher verfaßt. Nun legt der versierte Bankhistoriker Christopher Kopper eine Biographie vor, für die er bislang nicht genutzte …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Die "Geschichte einer von der eigenen Vortrefflichkeit überzeugten Expertenexistenz" findet Klaus Hildebrand in dieser Biografie Hjalmar Schachts, die Christoph Kopper vorgelegt hat. Er würdigt Koppers umfängliche Auswertung von neuen Dokumenten aus dem Nachlass Schachts sowie seine profunde, kenntnisreiche Darstellung. Ausführlich rekapituliert er die Karriere des ebenso begabten wie arroganten Schacht, der unter Hitler Reichsbankpräsident und dann Reichswirtschaftsminister wurde, die Aufrüstung finanzierte, dann aber in Ungnade fiel. Als größte Irrtümer des Bankiers betrachte Kopper die Unterschätzung von Hitlers Kriegswillen sowie seinen Glauben, dem Führer jederzeit den Geldhahn zudrehen zu können - wenn dieser die Verschuldung zu hoch betrieben hätte. Außerdem hebt Hildebrand Koppers Nachweis hervor, dass Schacht, obwohl kein ausgemachter Antisemit, von der kriminellen Arisierungspraxis der Nazis profitierte.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Koppers Schacht-Biographie ist so sauber und kritisch recherchiert wie keine zuvor. Frühere Biographen übernahmen gutgläubig manche Schilderung aus Schachts Memoiren. Kopper hat erstmals Akten, Redeentwürfe und private Papiere von Schacht verarbeitet, die lange unzugänglich in DDR-Archiven und in Moskau lagerten." Spiegel online, 10. November 2006 "Mit großer Sachkenntnis hat Christopher Kopper die Geschichte einer von der eigenen Vortrefflichkeit überzeugten Expertenexistenz dargestellt." Literaturbeilage der ZEIT, 7. Dezember 2006 "Kopper lässt eigene Einschätzungen anklingen, hält sich aber mit abschließenden Bewertungen der Person Schachts zurück - nicht zuletzt deswegen ist 'Hjalmar Schacht - Aufstieg und Fall von Hitlers mächtigstem Bankier' lesenswert." dpa, November 2006 "In seinem spannenden, teilweise rasant geschriebenen Buch weist der Bielefelder Historiker nach, wie eng der steile Aufstieg Schachts mit politischem Opportunismus verknüpft war.[...] Als Ergänzung zur Biographie Schachts ist deshalb unbedingt Koppers so lesenswerte wie erschreckende Studie 'Bankiers unterm Hakenkreuz' (2005) zu empfehlen." Deutschlandradio, 23. November 2006

"Sauber und kritisch recherchiert." (Spiegel Online)

»Kopper gelingt es, volkswirtschaftliche und politische Zusammenhänge so darzustellen, dass sie selbst für die Analyse der Bankenkrise der Gegenwart von Nutzen sein können. So stellt die Biografie gleichzeitig eine spannende Wirtschaftsgeschichte des deutschen Reiches vor und während der Weltkriege dar.« e-politik.de 14. März 2011
Christopher Kopper studierte Neuere Geschichte, Volkswirtschaft und Politische Wissenschaften in Frankfurt/Main und Bochum. Nach der Promotion war er Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Göttingen. Von 1998 bis 2003 lehrte Kopper als Gastdozent an amerikanischen Universitäten. Seit 2004 ist er Lehrbeauftragter an der Universität Bielefeld.

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Kundenbewertungen zu "Hjalmar Schacht" von "Christopher Kopper"

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(aus 1 Bewertung)

Bewertung von Lehnchen22 aus Schüttorf am 09.08.2010 ***** sehr gut
Sehr gutes Buches über den einen Banker, der die Währungs- und Finanzpolitik in der Weimarer Republik und zu Beginn des Dritten Reiches maßgeblich mitbestimmt hat.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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